4,0 - Aschaffenberg im unteren Mittelfeld - Platz 66 von 98 - Rekordbeteiligung

Im Vergleich zu 2014 hat es im Ergebnis des Fahrradklimatests 2016 keine größeren Veränderungen ergeben. Wir sind begeistert, dass sich erheblich mehr Radfahrer/innen am Fahrradklimatest beteiligt haben. Von 131 Personen 2012 über 191 Personen in 2014 sind wir nun auf 295 Teilnehmer hochgeschnellt. Diese +50 % zeigen das gesteigerte Interesse am Thema.

In Summe ist das Ergebnis als eine Würdigung der Stagnation in Aschaffenburg zu sehen. Neue Konzepte und die Installation eines Radverkehrsbeauftragtem vor Kurzem sind noch nicht eingeschlagen.

Besonders ärgerlich ist die deutlich schlechte Bewertung mit 5,2 beim Thema „Falschparken auf Radwegen – was tut die Stadt dagegen?“. Da wir dies als Ergebnis aufgrund der Verhältnisse erwartet hatten, haben wir uns dementsprechend noch einmal mit einem Schreiben an die Stadt gewendet.

Ebenso sind die für Radfahrer nachteiligen Ampelsteuerungen, das schlechte Baustellenmanagement oder die nach wie vor nicht normgerechten Radwegbreiten (u.a. vor Luitpoldstraßenparkhaus) wesentliche Kritikpunkte. In Summe wurde nach Schulsystematik viermal die Note 5 vergeben.

Das Thema Sicherheit – für uns das neben der mit 3,7 bewerteten Frage, ob jemand Spaß am Radfahren hat, wurde mit 4,4 immer noch ziemlich negativ bewertet. Hier ist enttäuschend, dass bei neu installierten Radverkehrsanlagen (Überquerung Zufahrt Bahnparallele/Hanauer Str., Radweg Schönbergweg/Linkstraße) entgegen der Sachkenntnis unfallträchtige Lösungen umgesetzt wurden, welche in der Vergangenheit geplant wurden.

Positiv wurde erneut die Befahrbarkeit der Einbahnstraßen in Gegenrichtung bewertet. Allerdings fehlt z.B. die Freigabe in der Karlstraße. So ist zum Beispiel der Wochenmarkt oder die Bibliothek nur umwegig zu erreichen. Zu weiteren Pluspunkten gehören trotz allem die gute Erreichbarkeit der Innenstadt und das schnelle Vorankommen mit dem Fahrrad.

Zwischenergebnis 2016: Rekordbeteiligung in Aschaffenburg beim Fahrradklimatest - Achtungserfolg in Großostheim

Der Fahrradklimatest 2016 hat vom 01.09.2016 - 30.11.2016 stattgefunden. Der Zwischenstand vom 28.11.2016 zeigt dabei für Aschaffenburg eine Beteiligung von 280 Radlern. Nachdem die Papierfragebögen, welche postalisch eingesendet wurden, noch nicht erfasst waren, dürfte die Marke von 300 Teilnehmern überschritten werden.

Dies stellt eine deutliche Steigerung zu den 190 Teilnehmern von 2014 dar. Die über 40 Teilnehmer pro 10.000 Einwohner sind innerhalb Bayerns ein recht hoher Wert. Damit hat sich die Basis für die Bewertung der Situation des Radverkehrs in Aschaffenburg deutlich verbreitert.

Ein Achtungserfolg konnte in Großostheim erzielt werden. Bei 22 Teilnehmern ist die Mindestbeteiligung von 50 zwar nicht erreicht, jedoch kann das Ergebnis von der Marktgemeinde angefordert werden. Dieses dürfte zumindest einen Trend aufzeigen.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Alle, welche sich die Zeit genommen haben, die 27 Fragen zu beantworten und uns damit ein Werkzeug für die radpolitische Arbeit vor Ort in die Hand geben!

Die gesamte Auswertung des Fahrradklimatests wird im Frühjahr 2017 vorliegen.

 

 

Fahrradklimatest 2016 ab 01.09.2016

Hat Ihre Stadt ein Herz fürs Rad?

Macht das Radfahren in Ihrer Stadt Spaß oder Stress?

Bewerten Sie mit wenig Aufwand die Fahrradfreundlichkeit in Ihrer Stadt – und geben Sie Politik und Verwaltung eine wichtige Rückmeldung aus Sicht der „Alltagsexperten“. 
Vom 1. September bis zum 30. November 2016 finden Sie die Umfrage im Netz auf www.fahrradklima-test.de.
Die Befragung zum ADFC-Fahrradklima-Test 2016 findet zwischen 1. September und 30. November 2016 über die Internetseite www.fahrradklima-test.de statt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2017 präsentiert. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte nach vier Einwohner-Größenklassen sowie diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.
Der ADFC-Fahrradklima-Test ist die größte Befragung zum Radfahrklima weltweit und findet im Herbst 2016 zum siebten Mal statt. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur fördert den Fahrradklima-Test im Rahmen des Nationalen Radverkehrsplans.

 

 

Note 4,0 im Fahrradklimatest 2014 des ADFC – Aschaffenburg in Punkt Radsicherheit durchgefallen

Die Beteiligung am Fahrradklimatest ist weiter gewachsen. 191 Radler hatten Fragebögen zum Radverkehr in Aschaffenburg abgegeben, vor zwei Jahren waren es erst 138. Damals wurde Aschaffenburg durchschnittlich noch mit Note 3,69 bewertet. Das Interesse am Thema ist also deutlich gewachsen.

Aschaffenburg hat bei den Städten in seiner Größenklasse nur Rang 73 von 100 und damit das untere Mittelfeld erreicht. In 27 Kategorien durften die Radler mit Noten von eins bis sechs Ihre Stadt bewerten. In 22 davon ist Aschaffenburg zum Teil weit schlechter bewertet worden als Vergleichsstädte.

Positiv wurden die Freigabe von Einbahnstraßen für den Radverkehr, die Erreichbarkeit des Stadtzentrums und die Abstellsituation bewertet.

Von einem erheblichen Teil der Radfahrer wurden fehlende Falschparkerkontrollen auf Radwegen, schlecht abgestimmte Ampelschaltungen oder die Breite der Radwege mit mangelhaft oder sehr mangelhaft bewertet.

Gerade auf die Sicherheitsaspekte und die fehlenden Radwegbreiten wurde im Entwurf zum Radverkehrskonzept deutlich hingewiesen, welches nun im Planungssenat erst einmal vertagt wurde.

Ist Radfahren in Aschaffenburg Spaß oder Stress? Die Skala hat sich in den letzten zwei Jahren deutlich in Richtung Stress verschoben. Ebenso fühlen sich Radfahrer vergleichsweise nicht sicher, was insbesondere für ältere und jüngere Menschen gilt und kritisch gesehen wird.

Tino Fleckenstein vom ADFC Aschaffenburg-Miltenberg stellt klar, dass zugeparkte Radverkehrsanlagen dem Radfahrer den Verkehrsweg wegnehmen, und damit ein Ausweichen auf die Fahrbahn erforderlich wird. Erkennbar ist, dass Falschparken in Aschaffenburg viel zu oft ohne Konsequenz bleibt. Diese deutliche Bewertung mit Note 5 seitens der Radfahrer kann nur ein Ansporn sein, dass die Stadt ihrer Verantwortung nachkommt und den Kontrolldruck spürbar erhöht.

© ADFC Aschaffenburg-Miltenberg 2017