ADFC legt Vorschläge zur Verbesserung Anbindung Damms an die Innenstadt vor

Bereits in seiner Stellungnahme vom 11.03.2016 zur Situation Knoten „Umbau Kreuzung Glattbacher Überfahrt/Auhofstr./ Bahnparallele“ hat der ADFC eingeschätzt, dass „ungeachtet der Entscheidung aufgrund der auftretenden Verkehrsdichten die Attraktivität für viele Radfahrer (u.a. Familien mit Kindern/ Schulkindern) nicht gegeben ist. Dies wiegt um so schwerer, da es sich bei der Verbindung Langestraße-Glattbacher Überfahrt um eine Hauptverbindung 1. Ordnung handelt, die zum Erreichen der Innenstadt für den Radverkehr aus den nördlichen Stadtteilen und aus Glattbach unumgehbar ist.“. Betreffend dieses Knotens und verschiedener Fragestellungen zur weiteren Führung des Radverkehrs wurden mehrere Punkte kritisch betrachtet, nachdem der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V. wiederholt von Bürger/-innen angesprochen wurde.

Anschreiben Glattbacher Überfahrt an die Stadt Aschaffenburg

Präsentation Glattbacher Überfahrt

Optimierung Brücke Glattbacher Überfahrt - Verbreiterung Schutzstreifen

Der Schutzstreifen ist über die Brücke auf mindestens 1,50 m zu verbreitern. Aufgrund der besonderen Situation (Kurve auf der Brücke) ist zu prüfen, inwieweit dieser noch breiter ausgebildet werden könnte. Die Leitlinie in der Fahrbahnmitte sollte entfernt werden. Zur Verdeutlichung wären an dieser Stelle ebenso – wie im Verlauf der Ottostraße – Langestraße Fahrradpiktogramm aufzubringen.

Knoten Auhofstraße/Glattbacher Überfahrt Signalisierung und Markierungen verbessern

Die Signalisierung sollte überprüft werden, ob es sinnvoll ist, dass die Geradeausfahrer an dieser Stelle vor den Linksabbiegern grün erhalten. Für den links abbiegenden Radfahrer von der Auhofstraße kommend sollte ersichtlich sein, an welchen Stellen er über die Kreuzung fahren soll. Der Einsatz von weiteren Piktogrammen hinter dem vorhandenen Piktogramm mit Richtungspfeil sollte geprüft werden.

Ggf. wäre eine Aufstellfläche von 3 m Tiefe an der Ampel für links abbiegende Radfahrer vorzusehen um eine Entschleunigung des Verkehrsgeschehens zu erreichen und dem Radfahrer die Enge der Situation zu nehmen.

Gleiches gilt für den Radverkehr von der Brücke kommend. Zur Verdeutlichung wäre ein Piktogramm aufzubringen, welches die Fahrtrichtung des Radverkehrs Richtung Langestraße aufzeigt (Geradeauspfeil).

Wegfall Radfahrverbot Glattbacher Überfahrt

Ein Wegfall des Radfahrverbotes auf der Bahnparallele zwischen Abstellanlagen Bahnhof und dem Knoten Glattbacher Überfahrt wäre zu prüfen. Daher würde dies die einzig mögliche Variante darstellen, ohne in bauliche Maßnahmen gehen zu müssen. Aufgrund der für Radfahrer günstigen Topographie dürfte dies auch möglich sein. Langfristig jedoch sollte eine bauliche Optimierung angedacht werden.

Radachse Damm - Innenstadt im Gutachten zur Innenstadt berücksichtigen!

Die Achse Lange Straße – Glattbacher Überfahrt – Elisenstraße - Ludwigstraße hat eine hohe Bedeutung für den Umweltverbund (ÖPNV=Buslinien zum ROB, Radverkehr zu den Abstellanlagen und zur Innenstadt – Hauptverbindung 1. Ordnung). Demzufolge sollte der Umweltverbund priorisiert und Maßnahmen ergriffen werden, welche das Ziel haben den motorisierten Individualverkehr auf dieser Achse zu reduzieren. Wir bitten dies im aktuell angedachten Gutachten zur Verkehrsentwicklung der Innenstadt mit einzubringen.

Prüfen als langfristiige Option: gesonderte Brücke für den Radverkehr

Langfristig sollte eine gesonderte Brücke für den Radverkehr und Fußverkehr erwogen werden. Z.B. in Freiburg wird eine Fahrradstraße über eine gesonderte Brücke über die Bahnanlagen unweit des Freiburger Hauptbahnhofes geführt. Hier wäre eine Fortsetzung direkt zur City-Galerie und darüber hinaus über die Ernsthofstraße in das östliche Stadtgebiet konsequent, um eine durchgängige Radroute durch die Stadt zu erhalten.

 

 

ADFC Aschaffenburg im Bericht der Frankenschau am 09.11.2017

Manfred Röllinghoff und Dieter Hennecken beim Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

Die Frankenschau berichtete am Donnerstag, 09.11.2017 über die neue Fahrradfreundlichkeit der Stadt Aschaffenburg. Dirk Kleinrüschkamp vom Stadtplanungsamt und dem Radverkehrsbeauftragten Jörn Büttner durften einige Errungenschaften wie Fahrradpiktogramme, Neugestaltung Alexandrastraße und die weitgehende Freigabe der Einbahnstraßen erläutern. Zusätzlich kamen die Vertreter der ADFC im Beitrag zu Wort. Dieter Hennecken, Manfred Röllinghoff und Tino Fleckenstein stellten mit der Situation Glattbacher Überfahrt einen Kritikpunkt heraus und gaben einen Ausblick auf die Zukunft ("Es gibt noch viel zu tun!").

Zum Video (Youtube)

Neue Radroute Alzenau – Aschaffenburg – ADFC bewertet Situation innerhalb des Gebietes der Stadt Aschaffenburg

Neu installierte Wegweisung.
Linkstraße Aschaffenburg

Radroute Alzenau – Aschaffenburg – Situation innerhalb des Gebietes der Stadt Aschaffenburg

Wiederholt wurden wir als Fachverband zum Radverkehr zu den Gegebenheiten auf der nun eingerichteten Radroute Aschaffenburg-Alzenau, welche am Dämmer Tor beginnt, angesprochen. Gelungen ist aus unserer Sicht die durchgängige Beschilderung. Jedoch zeigt sich bei Betrachtung der Route innerhalb des Gebietes der Stadt Aschaffenburg folgendes Verbesserungspotenzial.

Belagschäden Ottostraße

Der Belag in der Ottostraße auf Höhe zwischen Fachoberschule und Kreuzung Burchardtstraße weist starke Belagschäden auf. Der Fahrkomfort ist dabei deutlich reduziert. Für eine alltagstaugliche Route sind hier Verbesserungen anzustreben.

Querung Schönbergweg/Linkstraße stadtauswärts

Die Mängel an dieser Stelle hatten wir bereits im Schreiben vom 11.01.2017 hinreichend dargestellt. Hierzu gab es bereits Ortstermine.


Linkstraße – Benutzungspflicht stadtauswärts

Die Linkstraße zwischen Englertstraße und Kreisverkehr zum Industriegebiet Strietwald ist stadtauswärts mit einem benutzungspflichtigen Bordsteinradweg gekennzeichnet, welcher für den Radverkehr eine Breite von ca. 0,95 m bis 1,10 m aufweist. Im Verlauf der teils abschüssigen Strecke werden auf diesem für die Verhältnisse zu schmalen Radweg relativ hohe Geschwindigkeiten erreicht. Konflikte mit dem dort stattfindenden Fußverkehr sind vorprogrammiert.

Wiederholt wird auf diesem Teilstück der Radweg von Radfahrern nach unserer Beobachtung entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung benutzt. Dies mündet dann aufgrund der knappen Platzverhältnisse erst recht in Gefährungsituationen.

Hinzu kommt die Kreuzungssituation zum Schwalbenrainweg. Im bergab laufenden getrennten Radweg ist die Kreuzung zu überqueren. Aufgrund der unübersichtlichen Gegebenheiten entstehen die für diese Kreuzungssituationen typischen Gefährdungsmomente (abbiegende Kfz in und aus dem Schwalbenrainweg).

Vorschlag: Entfernen der aufgebrachten Mittellinie auf dem stadtauswärts führenden Seitenraum entlang der Linkstraße. Insbesondere im Verlauf der Gefällstrecke ab der Englertstraße bis zum Kreisverkehr Daimlerstraße wäre im Rahmen der Überprüfung der Benutzungspflicht im Stadtgebiet festzustellen, ob diese zumindest in diesem Abschnitt aufgehoben werden kann. Je nach Entscheidung wäre der Seitenraum mit Gehweg – Radfahrer frei oder gemeinsamer Geh- und Radweg zu beschildern.

Kreuzung Benzstraße - Daimlerstraße

Diese Kreuzung weist eine sehr großräumige Ausgestaltung auf. Bedingt durch den dort stattfindenden Schwerverkehr mag dies zunächst angemessen erscheinen. Jedoch findet dort der MIV in dieser Kreuzungssituation mit unangemessenen erhöhten Geschwindigkeiten statt.

Insbesondere der linksabbiegende Radverkehr von der Stadt kommend in die Benzstraße sehen sich mit einem sehr schnell fahrenden Gegenverkehr konfroniert. Erschwerend kommt an dieser Stelle die Ausfahrt aus einem anliegenden Gewerbebetrieb hinzu, welche nur über die Kreuzung zu erreichen ist. Diese Situation wird von Radfahrenden in ihrer Gesamtheit als nicht sicher befunden und verlangt nach einer Veränderung, die dem Radfahrer das Linksabbiegen erleichtert und die Sicherheit des Verkehrsablaufs für alle verbessert.

Es wären nach unserer Ansicht Maßnahmen erforderlich um eine Entschleunigung des Verkehrs an dieser Stelle zu erreichen. Dies könnte z.B. durch eine überfahrbare Mittelinsel oder eine Reduzierung der Dimensionierung des Straßenraumes erreicht werden. Denkbar wäre auch die Anlegung eines Minikreisels mit 25 m Durchmesser, wobei die Bordsteine wie gehabt bleiben. LKW können dann weiterhin auf dem Knotenpunkt zur Andienung rangieren.

Kostengünstige und schnelle Maßnahmen wären in Form von Straßenmarkierung auch zunächst als Provisorium und später bauliche Gestaltung der für große Fahrzeuge befahrbaren Kreisinsel möglich.

Weiterer Verbesserungsvorschlag hierzu:

Überquerung der Daimlerstraße in Höhe des G+R-Weges an der Aschaff besser sichern durch Markierung der aufgestellten Gefahrenzeichen "Radfahrer kreuzen" mit Richtungspfeilen als Wiederholung und Hingugger auf der Fahrbahn. Nachdem hier die geplante Querungshilfe nicht realisiert wurde, könnte eventuell statt dessen ein schmaler Fahrbahnteiler aufmarkiert werden.

Überleitung Abfahrt Schillerstraße/Westring

Für Radfahrer auf der Linkstraße, welche nach Links zur Abfahrt Schillerstraße/Westring einfahren wollen, fehlt eine Absenkung des Bordsteines, so dass dies auch befahren werden kann. Während der Radweg rechts zum Westring hinunterführt, wird auf die links befindliche Treppe nicht hingewiesen. Es wäre am Treppenabgang eine Beschilderung mit Zeichen Z 355-10 (Fußgängerunterführung) anzubringen.

Präsentation zu den einzelen Themen (PDF).

ADFC sieht Ausbau B26 kritisch - Alternativen sind nicht ausgeschöpft

Verschlechterung Bedingungen für Radverkehr durch Optimierung Autoverkehr erwartet.

Der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V. sieht folgende Bausteine mit Bezug zur Nahmobilität, Radverkehr und die Schnittstelle Radverkehr/ÖPNV als anzugehende Themen für den sogenannten „Südwestkorridor“:
- Verkehrsvermeidung – Förderung der Nahmobilität
- Radverkehr – Schaffen von Radverbindungen, welche für Pendler interessant werden.
- Bike+Ride: Stärken und Bewerben, um eine andere Mobilitätskette abzubilden.
- Begleitende Maßnahmen

Der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg sieht in diesem Korridor und den vorgelagerten Kommunen die Handlungsmöglichkeiten zur Reduktion des motorisierten Individualverkehrs als nicht ausgeschöpft an. Vielmehr zeichnet sich mit dem Projekt B 26 eine weitere Optimierung und damit Attraktivitätssteigerung für den motorisierten Individualverkehr ab. Dies betrachten wir als eine Situationsverschlechterung für den Umweltverbund (Rad, ÖPNV, Fußverkehr).

Aufgabenspektrum Straßenbauamt erweitern
Nicht nur auf Autoverkehr fixieren. An der Beauftragung des Gutachters hat sich gezeigt, dass die zuständige Behörde nur den motorisierten Individualverkehr und den Güterverkehr im Besonderen im Fokus hatte. Dies muss sich ändern. Vielmehr sollten Mobilitätskonzepte überlegt werden, welche von anderen Fragestellungen ausgehen. Nicht wie man mit dem Auto, sondern wie generell Mobilität von A nach B und zurück abgebildet werden soll ist die richtige Fragestellung. Dabei müssen zur Lösung auch Radverkehr und ÖPNV als integrale Bestandteile einer Planung angesehen werden. Diesem Anspruch ist man noch nicht gerecht geworden.

Für den Radverkehr möchten wir dies mit den nachfolgend dargestellten Bausteinen in einem  Positionspapier darstellen, welches der AK Kommunal des ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V. erarbeitet hat und welches dann auf der Mitgliederversammlung am 16.08.2017 beschlossen wurde.

 

 

Parking Day erstmals in Aschaffenburg

Der international bekannte Parking Day wurde erstmals in Aschaffenburg am 16.09.2017 unter Beteiligung von VCD, ADFC und Grünen durchgeführt. In der Frohsinnstraße wurden drei Parkplätze umfunktioniert in einen Bereich zum Aufhalten und Spielen. Hier ist es gelungen, was wir erreichen können, wenn wir den Parkraum für die Menschen zurückerobern. Viele Passanten reagierten positiv.

Neben einer Tischrunde mit Sitzgelegenheiten zum Verweilen und Ausruhen wurde die Fläche "begrünt". Neben der "Grünfläche" mit diversen Spielen wurde ein Bobby-Car-Parcour eingerichtet, welcher sich Anziehungspunkt für kleinere Passanten entwickelte. Und zum Abschluss wurde an der Fläche ein selbstmontierter Fahrradständer aufgestellt. Daran mangelt es ja bekanntlich in der Frohsinnstraße im Allgemeinen.

Die Teilnehmer konnten aber auch konkret beobachten, dass der verkehrsberuhigte Bereich in der Frohsinnstraße eher Makulatur ist. Die Situation dort schreit geradezu nach Veränderung. Hier wollten wollten wir einen anderen Akzent setzen. Dies ist uns auf ganzer Linie gelungen.

Von Herstallturm kommend
Jongleuse im Aufenthaltsbereich
"Grünfläche"
Bobby Car-Rennstrecke
Fahrradabstellanlage
Einige Teilnehmer des ersten Aschaffenburger Parking Day

Schienen am Ringstraßenradweg zuasphaltiert

Nachdem von unserer Seite thematisiert wurde, dass diese nicht mehr in Benutzung befindlichen Schienen einen Gefahrenpunkt für den Radverkehr darstellen, wurden diese zuasphaltiert. Bisher waren dort wie wir erfahren hatten mehrere Radfahrer gestürzt und trugen zum schwere Verletzungen davon. Wir sind freuen uns, dass dies relativ zeitnah nach unserer Eingabe umgesetzt wurde. Ein weiterer Vorteil ist das nun erschütterungsfreie Fahren an dieser Stelle.

 

 

ADFC fordert Maßnahmen gegen Parken auf Radverkehrsanlagen

Hohe Falschparkerzahlen auf Radwegen – ADFC analysierte Situation und beschreibt Maßnahmenvorschläge

Der ADFC hat für das nächste Fahrradforum Tagesordnungspunkt „Falschparken auf Radverkehrsanlagen im Stadtgebiet Aschaffenburg“ beantragt. Wiederholt wurde der ADFC von Bürgern auf die Nichtnutzbarkeit von Radwegen in der Stadt Aschaffenburg und den Umgang der Verwaltung/der Polizei mit dieser Thematik angesprochen.

Bereits der Fahrradklimatest 2014 hatte ein desaströses Bild der Situation aufgezeigt, welches sich im aktuell vorgelegten Fahrradklimatest nochmals verschlechtert hat. In der Kategorie „Falschparken auf Radwegen“ erreichte Aschaffenburg beim nun mittlerweile vorliegenden Fahrradklimatest 2016 mit Note 5,2 eine der schlechtesten Bewertungen in Deutschland bei den Städten mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern.

Bei 337 Befahrungen von Straßenabschnitten vorwiegend in der Innenstad durch Mitglieder unseres Verbandes waren diese Abschnitte in 147 Fällen zugeparkt. Dies entspricht einer Quote von 43,6 %. Auf einer Befahrung mit einer Dauer von ca. 45-60 Minuten konnte auf bis zu 14 von 24 Straßenabschnitten ein Zuparken der Radverkehrsanlage (Schutzstreifen, Radfahrstreifen, Radweg, Busspur mit Radfreigabe) festgestellt werden. Dies ist eindeutig zu viel!


B. Maßnahmenvorschläge

1. Sofortmaßnahme: Volksfest
Rund um das Volksfest wurden in den vergangenen Jahren insbesondere in der Darmstädter Straße Radwege in starkem Maße zugeparkt. Um eine Erreichbarkeit des Volksfestes für die radfahrenden Bürger sicherzustellen, ist ein zeitnahes Handeln unumgänglich.

2. Kontrollbewusstsein stärken
Klarstellen: „Die Stadt Aschaffenburg ist für die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten im sogenannten ruhenden Verkehr, d. h. das Halten und Parken, in gleicher Weise zuständig wie die Dienststellen der Landespolizei.“

3. Kontrolldichte per Fahrradstreife des Ordnungsamtes erhöhen
Fußstreifen, auch mit Kfz ausgestattet, benötigen relativ viel Zeit, um den Bereich der Innenstadt abzudecken. Daher wäre eine Ausstattung mit einem Dienstfahrrad geeignet, um hier die Kontrolldichte zu erhöhen.

4. Bauliche Maßnahmen
Andernorts werden Radverkehrsanlagen vor einer Beparkung durch geeignete infrastrukturelle Maßnahmen geschützt, u.a. Aufstellen von Fahrradabstellanlagen, „Bischofsmützen“, „Frankfurter Hut“ und dergleichen.

5. Abschreckung: Abschleppen
Bei besonders gefährlichen Behinderungen wäre ein Abschleppen des Fahrzeuges erforderlich.

Nachfolgend Karten mit den Schwerpunkten auf Basis der Karten aus dem städtischen Radverkehrskonzept.

Hierzu wurde auch eine Präsentation für das Fahrradforum am 15.09.2017 erstellt.

Radverkehrsbeauftragter in Aschaffenburg eingeführt

Seit 01.04.2017 gibt es in Aschaffenburg mit Jörn Büttner einen Radverkehrsbeauftragten. Damit wurde eine jahrelang gestellte Forderung des ADFC und ein Punkt aus dem Katalog des Radverkehrskonzeptes umgesetzt. Dieses hatte ausdrücklich die Einrichtung eines Radverkehrsbeauftragten beinhaltet. Wir wünschen Jörn Büttner für seine neue Aufgabe in Aschaffenburg alles Gute und viel Erfolg.

Für weitere Infos der Link zum Radverkehrsauftragten

Nachfolgend eine Hardcopy der Internetseite der Stadt Aschaffenburg vom 11.05.2017:

Stv. ADFC-Landesvorsitzender Adalbert Leuner bei der IHK Aschaffenburg

Adalbert Leuner (mit Mikrophon) auf dem Podium

Die Veranstaltung der IHK Aschaffenburg (Industrie- und Handelskammer) war eine angenehme Überraschung. Vor fast voll besetztem Saal glänzte Herr Schultheis vom House of Logistics and Mobility (HOLM) mit informativer und sehr kompetenter Einführung und Moderation. Verschiedene Aspekte wurden beleuchtet und waren in diesem Zusammenhang sicher recht neu für manche Teilnehmer, u.a. dass die Hälfte aller Wege mit Pkw kürzer sind als 5 km; dass die globale Emission des Transportwesens 23% der Gesamtmenge ausmacht; dass Ressourceneffizienz und Rohstoffbedarf eines Kraftwagen am Beispiel eines Golf mit 22t Material für Produktion und weiteren 13t für den Betrieb abgelesen werden kann. Die Problematik des Klimawandels hat viele Facetten, u.a. Ungerechtigkeit am Beispiel der Philippinen: Sie haben 0,3% Anteil an globaler Emission aber sind am meisten betroffen (bei einem Taifun 2013 kamen 6000 Menschen um Leben). Die Deutsche Umwelthilfe hat geklagt, gewonnen, aber bei der Vollstreckung macht keiner mit.


Aktuelle Meldung: Im Verkehrssektor hat man seit 1990 nichts erreicht! (In Aschaffenburg hat die geplante Plafondierung der Kfz-Menge von 1995 auch nicht geklappt!)
Als Beispiel von Lösungsmöglichkeiten wurde über einen Fahrradschnellweg von 100km Gesamtlänge zwischen Duisburg und Hamm referiert, der 54000 PKW Kilometer einspart. Weitere Vorschläge zu einer veränderten Mobilität kamen auch vom Publikum, das sehr ernsthaft mitdiskutierte. Es war von selbstfahrenden Kleinbussen die Rede, von Gondelbahnen und viel von Elektrotechnik. Der Referent mahnte hier systemisches Denken an: sauberer Strom kann bereits in großen so Mengen erzeugt werden, dass jährlich für 1 Million € ungenutzte Energie verpufft – ein Skandal. Jeder will sauberen Strom aber keine Leitungen.


Ein bemerkenswerter Beitrag kam von dem Eigentümer eines Autohauses, der die Zukunft in Sharing-Systemen sieht: nützen aber nicht besitzen. Er meinte, dass er sich mit dieser Aussage eigentlich ins eigene Fleisch schneiden würde. Aber mir ist bei so viel Fähigkeit zum Quer- und Umdenken nicht um seine Existenz bange.
Das Thema Fahrrad war sowohl vom Moderator, als auch vor allem von Adalbert Leuner, Vizevorsitzender des ADFC Bayern, gut vertreten. Vor allem in Verbindung mit Elektroantrieb wird ihm eine wichtige Funktion beigemessen. Es muss allerdings viel für die Infrastruktur getan werden (Verkehrswege, Abstellanlagen, Verknüpfung mit ÖPNV und Bahn usw.), damit es die Rolle in Zukunft übernehmen kann.

Der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V. war mit Manfred Röllinghoff, Renate Gernhardt, Tino Fleckenstein zund Thomas Goldhammer vertreten.

ADFC hatte Termin bei OB Klaus Herzog wegen Schulwegsicherheit

Vertreten durch Renate Gernhardt und Tino Fleckenstein hatte der ADFC ein Gespräch zum Thema Elterntaxi/Schulwegsicherheit beim Oberbürgermeister Klaus Herzog mit verschiedenen Amtsleitern und der Polizei. Dies ist ein Resultat, dass der ADFC im Herbst 2016 an die Stadt und an die weiterführenden Schulen herangetreten war. Nachdem dies in der morgendlichen Spitze einige tsd. Fahrtbeziehungen ausmacht die keiner im Stadtzentrum braucht und zudem diejenigen gefährdet und behindert werden, die zu Fuß, per Rad oder ÖPNV kommen, ist es eigentlich nicht tolerierbar. Wir haben vor Schulen beobachtet, dass Verkehrsregeln nur noch dekorativen Effekt haben. Halteverbot etc. spielt keine Rolle. Zudem nutzt es langfristig auch den Kindern nichts, wenn sie immer nur möglichst vorm Schultor abgeladen werden. Untiges Bild (aus einer Präsentation, die auf der Verkehrskonferenz der Aschaffenburger Grünen vom 13.01.2016 gezeigt wurde) zeigt den Unterschied wie Kinder ihren Schulweg als Fußgänger oder PKW-Mitfahrer erleben. OB Klaus Herzog hat heute zugesagt, das Thema "Schulwegsicherheit/Elterntaxis" mit den Schulen anzugehen und in der Stadtpolitik auf die Tagesordnung zu setzen. Mit den verschiedenen Schulen sollen Gespräche dazu stattfinden, um die jeweilige Situation zu bewerten und Maßnahmen vorzuschlagen. Im Fokus sollen die weiterführenden Schulen liegen.

 

 

Schillerstraße - Westring - ADFC spricht Gestaltung der Kreuzung an.

Nachfolgend das Schreiben des ADFC zur Planung 1. Bauabschnitt Schillerstraße. Die Weiterführung des Radstreifens in den Kreuzungsbereich Westring, um die z.T. gefährlichen Querungen zu umgehen, wurde vom ADFC vorgeschlagen. In der Diskussion im Fahrradforum wurde dies "von der Verwaltung" mitgenommen, da in diesem Bereich auch andere Zuständigkeiten bestehen (Straßenbauamt).

Grundsätzlich begrüßt der ADFC die Aufteilung des Verkehrsraumes in der Schillerstraße an bekannte Erfordernisse anzupassen. Zu den Planskizzen zur Neuordnung der Schillerstraße bis zum Westring haben wir folgende Anmerkungen:

1. Westring/Kreuzung und Rechtsabbieger zur Hanauer Straße

Kurz vor der Kreuzung am Westring wird in der Planung von der Führung auf der Fahrbahn der Radverkehr auf den bestehenden Fuß-Radweg übergeführt. Der Rechtsabbiegerstreifen Richtung Hanauer Straße ist durch Ampelanlage gesichert, von welcher keine Sichtbeziehung zu den von Norden kommenden Kfz besteht. Rotlichtverstöße (sowohl Kraft- als auch Radverkehr) an dieser Stelle schaffen Gefährdungssituationen. Zudem erreichen Radfahrer auf dieser abschüssigen Strecke größere Geschwindigkeiten bei einem Überführen auf den (engen) Geh- und Radweg entstehen Konfliktsituationen.

Sicherer, übersichtlicher und auch schneller wäre es den Radverkehr zunächst weiter auf der Fahrbahn zu führen. Insofern schlagen wir dies vor (Siehe Seite 3 der beigelegten Präsentation).

Zu Prüfen wäre inwieweit von Norden kommend die Überleitung auf den straßenbegleitenden Geh- und Radweg erst nach der dritten Ampel erfolgen kann, auch um die vorteilhafte Signalisierung des Kraftverkehrs mit nutzen zu können.

Spiegelbildlich gilt gleiches für die Gegenrichtung von der Ebertbrücke kommend.

Darüber hinaus – und dies wurde im Rahmen der Vorbereisung durch die AGFK ebenso angesprochen - ist die Aufstellfläche am Westring zwischen den jeweils zwei Fahrtrichtungen sehr knapp dimensioniert (Siehe Foto Seite 4 der beigelegten Präsentation). Zu Prüfen wäre ob im Rahmen einer Neuordnung des Verkehrsraumes eine erforderliche Verbreiterung dieser Aufstellflächen möglich wäre.


2. Bereich Burchardtstraße/Schulstraße
Dieser Bereich hat für Damm eine relativ zentrale Bedeutung, stellt er doch in vieler Hinsicht ein „Zentrum“ für den Stadtteil Damm dar.

Aus den uns zur Verfügung stehenden Unterlagen ist für diesen Bereich keine Radverkehrsanlage (Schutzstreifen/Radfahrstreifen) vorgesehen. Zudem gibt es keine erkennbare Planung diesen Abschnitt städtebaulich anspruchsvoll zu gestalten. Es bleibt in der Planung bei zwei Fahrspuren in jede Richtung.

Wir schlagen vor, den Bereich des Bauabschnittes 2 (Burchardtstraße – Schulstraße) so zu überplanen, dass dieser seiner Bedeutung für die Menschen im Stadtteil gerecht wird. Im Umfeld der Kirche, der Bank und der ansässigen Geschäfte soll es möglich sein sich aufzuhalten.

3. Erläuterung Potential dieser Radverbindung
Ein neu geordneter Verkehrsraum der Schillerstraße/ des Westrings ist aus nachfolgend angeführten Erwägungen wichtig für den Radverkehr in Aschaffenburg. Insofern wäre die Planung wie oben beschrieben anzupassen. Wesentliche Punkte wie folgt:

Anbindung nördliche Stadtteile ans Schulzentrum (Schulverkehr!),
Erreichbarkeit Schwimmbad, Sportplätze in Leider,
Schnelle Verbindung von Damm/Leider/Nilkheim zu den Stadtteilen untereinander und Gewerbegebieten beiderseits des Mains,
Schaffung eines positiven Beispieles, mit welchem auch ein positives Image für die Fahrradfreundlichkeit der Stadt geschaffen werden werden kann. Die Umgestaltung der Schillerstraße ist für jeden auf Anhieb erkennbar.
Durch die Verlagerung des Radverkehrs auf die Straße sind die Gehwege tatsächlich für den Fußverkehr voll zur Verfügung. In Anbetracht der rel. schmalen Wege ein deutlicher Qualitätsgewinn.

Präsentation zum Thema

ADFC fordert Verbesserungen Radweg Linkstraße - Schönbergweg

Zwischen Schönbergweg (Höhe früherer Standort Schuhhandlung Zierof) und Linkstraße wurde ein kombinierter Geh- und Radweg baulich erstellt und ausgewiesen. Hierbei gibt es aus Sicht des ADFC deutlichen Verbesserungsbedarf. Solange die nachfolgend beschriebenen Mängel nicht behoben sind können wir die Nutzung dieses Weges nicht empfehlen.

Die Stadt Aschaffenburg hat bereits einen Ortstermin zugesagt.

Im Radverkehrskonzept wurde lediglich eine Verbindung 2. Ordnung durch den Schönbergweg ausgewiesen, ohne einen baulich getrennten Geh-/Radweg zu vorzusehen.

An dieser Stelle wäre es besser gewesen, diese Lösung mit den offensichtlichen Mängeln nicht zu schaffen. Trotz der gegebenen Beleuchtung ist die soziale Kontrolle auf diesem Weg zudem nicht gegeben.

Wir können für den Radverkehr nur empfehlen, statt auf diesem Weg wie bisher über den Schönbergweg zu fahren. Diese Route ist relativ verkehrsarm und sicher.

Wir schlagen vor, diesen neuen Weg von beiden Seiten als Gehweg mit Hinweis „Radfahrer frei“ zu kennzeichen (Zeichen 239, Zusatzzeichen 1022-10).

Westliche Zu-/Abfahrt in die Linkstraße
Dieser Weg wird parallel zur Bahnparallele geführt. Bei der Einmündung des Weges zur Linkstraße besteht durch die errichtete Schallschutzwand keine ausreichende Sichtbeziehung zwischen rechtsabbiegenden Kraftfahrzeugen, welche die Bahnparallele Richtung Linkstraße/Schillerstraße verlassen und dem querenden Fuß- und Radverkehr Richtung Westen.

Vorschlag hierzu: Radfahrer an dieser Stelle sofort unmittelbar an die Fahrbahn der Bahnparallele heranführen und im Bereich der Einmündung Radfahrstreifen markieren und rot einfärben. Damit können die Sichtbeziehungen zwischen rechtsabbiegenden Kfz und Radfahrern verbessert werden. Die nicht stoßfreie Überfahrt an den 4 cm hohen Bordsteinkannten des Fahrbahnteilers kann somit umgangen werden. Um den unzureichenden Radweg im Zuge der Linkstraße zu beseitigen, sollte die Fahrbahn beiderseits mit Schutzstreifen ausgestattet und der einseitige Radfahrstreifen entfallen.

Östliche Zu-/Abfahrt in den Schönbergweg
Der Übergang vom Radweg auf den Schönbergweg ist baulich zu sichern. Die Abschüssigkeit in Fahrtrichtung Schönbergweg führt zu höheren Geschwindigkeiten, welches situativ zu Gefahren führt, da es keinen erkennbaren und baulich geschützten Übergang in den Straßenraum des Schönbergweges gibt. Musterlösungen dazu gibt es z.B. auf Seite 17/18 des seitens des baden-württembergischen Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur erstellten und diesem Schreiben auszugsweise beigelegten Präsentation. Zugunsten einer gesicherten Einfahrt der Radfahrer in den Schönbergweg wäre hier eine entsprechende Fahrbahnaufweitung mit partieller Verlegung des Gehweges notwendig.

Zudem ist die Überquerung des Gehweges nicht niveaugleich. Bei einem ungünstigen Anfahrtwinkel kann dies zum Sturz führen. Die Kanten wären zu nivellieren, so dass ein sicheres und stoßfreies Überfahren möglich wird.

In der beiliegenden Präsentation haben wir einige Bilder und Vorschläge zusammengestellt.

Präsentation Schönbergweg/Linkstraße

 

 

 

ADFC thematisiert Schulverkehr in Aschaffenburg

Die Bring- und Holverkehre von Schülern (weiterführender) Schulen per Auto führen zu Risiken für alle anderen. Hierzu wurden einige Maßnahmen vorgeschlagen und der Stadt Aschaffenburg umfangreiche Informationen aus anderen Städten überlassen. Im Mittelpunkt stehen dabei Bringzonen abseits der Schulen und Radschulwegpläne. Es wurde vorgeschlagen, dass dazu eine öffentliche Veranstaltung der Stadt stattfinden soll.

Nach einer Auswertung des ACE verunglücken heute mehr Kinder auf dem Schulweg, wenn sie mit dem Auto zur Schule gebracht werden. Mittlerweile erreicht der Anteil der Schüler, die im Auto als Mitfahrer auf dem Schulweg verunglücken 38 % der gesamten Schulwegunfälle.

Täglich werden ca. 7.000 Wege in Aschaffenburg (HHB Seite 55) für das Bringen und Holen (von Kindern) per Kraftfahrzeug erledigt. Hier sind die Anzahlen aus den Landkreisen nicht enthalten.

Die morgendliche Verkehrsspitze wird dadurch noch einmal verstärkt. Dies führt auch zu Engpässen und Behinderungen des gesamten Verkehrs besonders Busse und Fahrradfahrer. Gleichzeitig werden die Schüler im näheren Umfeld der Schulen einem erhöhten Risiko an Verkehrssicherheit ausgesetzt.

Verschärft wird diese Gefahrenlage noch durch eine auffällig hohe Anzahl von Regelverstößen und undistziplinierten Verhaltensweisen einiger Autofahrer beim Bringen und Abholen. (siehe Auswertung ADFC zur MW-Schule Brentanoachse vom April 2016).

Hierzu folgende Punkte:

1. Ausweisung Hol- und Bringzonen.
Der unmittelbare Bereich vor den Schulen ist von Bring- und Holverkehr freizuhalten. Hol- und Bringzonen werden auch vom ADAC ca. 200 bis 300 m vor den Schulen angestrebt. Ziel ist es die Gefährdung für andere Schüler zu senken.

2. Radschulwegpläne
Im Radverkehrskonzept heißt es hierzu:

„Empfohlen wird die Erarbeitung von Radschulwegplänen in Kooperation mit Schule, Polizei, Verkehrsplanung und Schulträger. Dies könnte zunächst als Pilotvorhaben an einer weiterführenden Schule durchgeführt werden, Synergien sind mit der Einrichtung einer 1. Fahrradstraße zu erwarten.“.

Nachdem nun eineinhalb Jahre vergangen sind, würden wir gerne einen solchen „Piloten“ in der Umsetzung begleiten. Im weiteren könnten sich daraus Projekte für alle weiter-führenden Schulen in Aschaffenburg und Handlungs-prioritäten für die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes ableiten. Damit einhergehende Schülerbefragungen sensibilisieren für das Thema Schulweg und bringen den Erfahrungsschatz derjenigen ein, welche die Wege täglich zurücklegen.

3. Überprüfung und ggf. Verbesserung von Fahrradabstellanlagen an Schulen
Die Kapazität und Gestaltung der bestehenden Abstellanlagen an den Schulen sind zu überprüfen. Da Fahrräder dort relativ lange abgestellt werden, müssen diese sicher sein. Abschließbare Räume (siehe FDG) sind dabei eigentlich erforderlich.

Sollten aufgrund (der zu erwartenden und gewünschten) Veränderung im Modal Split zu Gunsten des Radverkehrs Ausweitungen erforderlich werden, müssen diese zeitnah angegangen werden.

4. Sonstige Maßnahmen/Öffentlichkeitsarbeit
Für diverse Maßnahmen ist in der Öffentlichkeit zu werben.

Präsentation ADFC zur Schulwegsicherheit in Aschaffenburg

Schönbusch-Resolution ADFC

Resolution ADFC Aschaffenburg-Miltenberg
Freigabe äußerer Fahrweg und Überprüfung der Freigabe weiterer geeigneter Wege für den Radverkehr im Schönbusch

Die Fraktion der Grünen hat zum 24.10.2016 einen eigenen TOP zur Schönbusch-Thematik eingefordert. Sie tut dies nach unserer Sicht zu Recht, da die Vorgehensweise der Schlösserverwaltung sich in einem erkennbar hohen Maße nicht mit der gelebten Praxis und dem Wunsch der Bürger deckt, auch in Teilen vom Schönbusch mit dem Fahrrad fahren zu können.

Der ADFC unterstützt eine Resolution des Stadtrates an die bayerische Garten- und Schlösserverwaltung. Das Interesse der Bürger der Stadt Aschaffenburg und der Nachbargemeinden zu diesem Thema ist sehr hoch, wie sich z.B. bei der Radtour vom 29.07.2016, bei anderen Terminen oder den Reaktionen in Print- und Onlinemedien gezeigt hat und immer noch zeigt.

Der Ordnungsdienst sollte sich nach unserer Einschätzung auf diejenigen konzentrieren, welche ein offenkundiges Fehlverhalten an den Tag legen, das dem Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme widerspricht. Es werden ja auch keine Straßen gesperrt, weil einige wenige darauf Rennen fahren.

Das generelle Radfahrverbot ist für viele Parknutzer nicht nachvollziehbar. Wir sprechen uns dafür aus, in erster Linie den äußeren Fahrweg für Radfahrer freizugeben und entsprechend zu beschildern. Es sollte überprüft werden, ob nicht einzelne weitere Strecken weitab von Gastronomie oder See freigegeben werden können. Die Wegeverbindungen sind unverzichtbar für das umweltfreundliche Verhalten im Verkehr, die Menschen zur Erholung in der Natur sowie für Alltagsfahrbeziehungen zwischen dem Bachgau und verschiedenen Zielen in Aschaffenburg (u.a. Waldfriedhof - Nilkheim – Schulzentrum) dienen.

Erst wenn diese Möglichkeiten ausscheiden, sollte der Neubau eines Radweges am Rande des Parks in Betracht gezogen werden.

Manfred Röllinghoff - Vorsitzender ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V.

Dieter Hennecken - Stellvertretender Vorsitzender

Tino Fleckenstein - Kommunalpolitischer Sprecher

Jörn Büttner - Vertreter des ADFC im Fahrradforum der Stadt Aschaffenburg

ADFC schreibt Schlösserverwaltung an: Freigabe des äußeren Fahrweges

Der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg hat im Juli zur Nichtfreigabe des Parks Schönbusch und den nun intensiven Kontrollen Stellung bezogen und der Schlösserverwaltung ein Anschreiben zugesendet.

Diese Verbindung zwischen dem Bachgau und Aschaffenburg ist allerdings sowohl für den Alltagsradler als auch den Touristen unverzichtbar. So nutzen zum Beispiel viele Schülerinnen und Schüler den Schönbusch und die Kleine Schönbuschallee, um auf direktem Weg aus dem Raum Großostheim ins Schulzentrum zu gelangen.

Solange es alternativ zum Schönbusch keine gesicherten und gefahrlosen Radverbindungen gibt, muss deshalb das Radfahren durch den Park auch künftig möglich sein. Wir beantragen dazu, den äußeren Fahrweg zu beschildern und für Radfahrer freizugeben.

Mittlerweile haben sich auch Kommunalpolitiker eingeschaltet. Am 29.07.2016 fuhren ca. 80 Radfahrer mit SPD und KI entlang des Schönbuschs, um die Möglichkeiten für den Radverkehr im Korrdior Aschaffenburg-Großostheim auszuloten und bestehende Mängel anzustellen, welche bereits im letztjährig verabschiedeten Radverkehrskonzept dargestellt wurden (Rundweg um Kapelle mit Belagwechsel, Engstelle Bahnübergang Großostheimer Straße

Anschreiben des ADFC - verabschiedet in der Mitgliederversammlung vom 20.07.2016

 

 

Änderung der Stellplatzsatzung im Stadtrat beschlossen

Die vom ADFC angeregte Änderung der Stellplatzsatzung wurde im Stadtrat Aschaffenburg am 11.04.2016 beschlossen. Die Beharrlichkeit unsererseits hat dazu geführt, dass die Verwaltung dieses Anliegen aufnimmt und eine entsprechende Anpassung der Satzung formuliert hat. Diese wurde im Stadtrat EINSTIMMIG beschlossen.

Wesentliche Eckpunkte der Änderung:
- Reduzierung Fläche von 100 auf 50 qm pro Fahrradstellplatz
- mindestens überdachte Stellplätze, umschlossen oder absperrbar im Freien oder in Gebäuden
- einfache Anschließbarkeit

Änderung der Satzung im städtischen Anzeiger (PDF)

Nachtrag Stellungnahme ADFC zu Würzburger Straße - Rhönstraße vom 06.02.2016

Anbei ein Beispiel aus Karlsruhe - RheinStraße. Dort wurden zwei Fahrspuren mit 6,50 m Querschnitt in eine überbreite Fahrspur mit 4,50 m, begleitendem Schutzstreifen mit 1,50 und Sicherheitstrennstreifen mit 0,50 m umgewandelt. Es folgte eine deutliche Zunahme des Radverkehrs. Die RheinStraße ist hinsichtlich Unfallzahlen unauffällig.

Karlsruhe RheinStraße (PDF)

Umbau der Kreuzung Glattbacher Überfahrt/AuhofStraße/Bahnparallele - Position des ADFC: Kreisverkehr!

 

 

Der geplante Ausbau der Ampelkreuzung zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit im Zuge der Bahnparallele mit verbreiterten Zufahrten und Wegfall oder Erschwernis von Abbiegebeziehungen ist kontraproduktiv für die gewünschte und erstrebenswerte Zielsetzung: Verkehrsentlastung der Innenstadt. Vor allem für den aufstrebenden Radverkehr mit seinen vielfachen Verflechtungen der Verkehrslinien wird es an dem so konzipierten Knotenpunkt nicht einfacher und sicherer. Auch die hervorgehobene Barrierefreiheit für die Fußgänger ist infolge des Ausbaus verschlechtert. Ein wesentlicher Mangel für die Verkehrssicherheit des Knotens ist aufgrund der Linienführung im Zuge der AuhofStraße-Bahnparallele auszumachen. Durch die ungünstige Folge von Linkskurve-Kuppe-Rechtskurve kann es zu erheblichen Sicherheitsproblemen kommen, weil selbst bei Tempo 50 die Sicht auf die S-fürmige Führung der Hauptverbindung im Knotenpunkt besonders von der AuhofStraße her momentan wegbricht.

Adäquat bietet sich für diesen Knotenpunkt der Umbau zum Kreisverkehrsplatz an. Innerhalb der bestehenden Bordsteinkanten lässt sich hier ein Kreisel mit etwa 30 m Durchmesser integrieren, der wie im weiteren Verlauf der Bahnparallele ausreichend leistungsfähig ist. Die Verkehrsbelastung auf der Glattbacher Überfahrt wird künftig reduziert sein, da das Bahnfofsviertel mit einer städtebaulichen aufgewerteten Gestaltung und entsprechender Verkehrslenkung zur attraktiven Innenstadtzone werden muss und unnötiger Autoverkehr unterbunden wird. Im Hinblick auf das Radverkehrskonzept stellt der Kreisel den idealen Verknüpfungspunkt der Hauptverbindung 1. Ordnung Glattbacher Überfahrt-Glattbacher Straße mit der Hauptverbindung 2. Ordnung AuhofStraße dar. Selbstverständlich ist der Radverkehr im Mischverkehr auf der Kreisfahrbahn zu führen. Alle anderen Führungsvarianten müssen aus Sicherheitsgründen erfahrungsgemäß entfallen.

Der Kreisel ist hier auf Grund seiner weitestgehend kreuzungsfrei gestalteten Verkehrslösung die sichere komfortable Knotenpunktform für alle Verkehrsteilnehmer und verursacht kaum Wartezeiten. Außerdem benötigt er weniger Platz, erspart Fahrbahnverbreiterungen und Baumfällungen. Er ist ein städtebaulicher Gewinn und kostet weniger Geld. Vor allem macht er schlagartig die mangelhafte Linienführung im bestehenden Knoten

Stellungnahme ADFC zu Würzburger Straße - Rhönstraße

Der ADFC Aschaffenburg nimmt Stellung zu den Planungen Würzburger Straße/Rhönstraße. Radfahrer wollen schnell und direkt - weil umwegempfindlich - an ihr Ziel kommen. Demzufolge muss eine Radnutzung in der Würzburger Straße möglich sein.

Um Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern in den meist unzureichend breiten Seitenräumen zu vermeiden, sollte der Radverkehr in der Würzburger Straße generell auf der Fahrbahn geführt werden. Dazu bieten sich vorwiegend Radfahrstreifen von 1,85 bis 2,00 m Breite gemäß ERA (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen) an. Bei der vorhandenen Breite der Fahrbahnhälfte von 7 m verbleiben nach Abzug von 2 m für den Radstreifen noch 5 m Restfahrbahnbreite, die als überbreite Fahrspur von den Autofahrern zweispurig genutzt werden kann.

Weitere Forderungen in Kürze:
- Eine Grüne Welle für den Radverkehr ist anzustreben.
- Radfahrstreifen auf der Fahrbahn. Die Gehwege können dann wieder in voller Breite als komfortable Verkehrsfläche für Fußgänger und radelnde Kinder dienen.
- Die aufwändige Kreuzung Berliner Allee/Rhönstraße sollte zum Kreisel umgebaut werden.
- Minikreisel für Einmündung Sälzerweg/Rhönstraße mit geschwindigkeitsdämpfender Wirkung.
- Verkehrswiderstand durch Einengungen in der Rhönstraße erhöhen.

Stellungnahme Würzburger (PDF)

Diskussionsveranstaltung Innenstadtentwicklung 25.01.2016 und Konzept Cityring Umweltverbund/Einkaufstaschen

Am 25.01.2016 diskutieren verschiedene Organisationen die Zukunft der Aschaffenburger Innenstadt nach Ringschluss und Bau Bahnparallele auf einer Podiumsdiskussion. Neben den Altstadtfreunden, dem VCD, der IHK, dem Handelsverband und den Stadtwerken sind auch wir auf dem Podium vertreten.

Anbei folgende Dokumente von unserer Seite, welche wir Euch hier zugänglich machen wollen:

Präsentation ADFC 25.01.2016

Positionspapier ADFC 25.01.2016

Von seiten des ADFC wurden im letzten Jahr zwei Ansätze diskutiert (Cityring Umweltverbund/Einkaufstaschen), welche in einem Konzept zusammengefasst mittlerweile an die verschiedenen Fraktionen und an die Verwaltung gesendet wurden:

Verkehrskonzept AB 2017 Stärkung Umweltverbund

Präsentation ADFC zum Radverkehr in der Stadt Aschaffenburg

Präsentation ADFC zum Radverkehr in der Stadt Aschaffenburg

In dieser Präsentation, welche vom Arbeitskreis Kommunal des ADFC Aschaffenburg-Miltenberg zusammensgestellt wurde, sind die wichtigsten Trends in der Aschaffenburger Verkehrspolitik mit Schwerpunkt Radverkehr dargestellt und welche Ziele der ADFC dabei hat. Wir wollen eine andere Verkehrspolitik in Aschaffenburg. Das Radverkehrskonzept wäre eine Grundlage um in Teilen eine echte Verkehrswende zu erreichen. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir versuchen das Thema weiter in der Diskussion zu halten.

Präsentation ADFC Radverkehr in Aschaffenburg

AGFK-Vorbereisung Oktober 2015

Die Vorbereisung Aschaffenburgs durch die AGFK (Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern) zur Situation des Radverkehrs hat stattgefunden. Entgegen der offiziellen Darstellung der Stadt auf der Stadtradeln-Veranstaltung am 13.10. wurde aber auch ein deutlicher Verbesserungsbedarf festgestellt.

Bis zur Hauptbereisung (in zwei Jahren?) sollen die offenen Punkte bearbeitet werden.
- Fehlen eines Radverkehrsbeauftragten
- Modal-Split Erhöhung sollte 5% bis 2020 sein und nicht die 3 %, wie sie im Beschluss des Planungs- und Verkehrssenates stehen!
- Durchgängige Radverkehrsführungen und radfahrerfreundlichere Lichtsignalsteuerungen
- Wegweisende Beschilderung und Piktogramme (zur Sichtbarkeit des Fahrradfahrens). Die Beschilderung Mainradweg mit sehr verwaschenen Logos. Selbst an der verkehrsrechtlichen Beschilderung (z.B. entlang Rad/Fußweg entlang Ringstraße) bestehen deutliche Defizite.
- Winterdienstplan und Baustellenmanagement
- Informationen für Radfahrer (Internet)

Positiv wurde vermerkt:
- Öffnung der Fußgängerzone und der Einbahnstraßen für das Fahrradfahren
- Fahrradmitnahme im ÖPNV und Fahrradstation am HBF (leider zeitlich begrenzte Nutzung möglich)
- Radverkehrskonzept und der AK-Radverkehr
- Fahrradabstellsatzung (allerdings ein Fahrradabstellplatz bei bis zu 100m2 Wohnungsgröße zu gering)

AGFK macht Befahrung/Bewertung der Stadt Aschaffenburg im Oktober 2015


Der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg hat von der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) in Bayern einen Bewertungsbogen erhalten. Diesen sollen wir bis zum 30.09.2015 abgeben. Anhand der Fragestellungen zum Radverkehr oder zur Nahmobilität kann ja jeder einmal überlegen, inwieweit die Stadt Aschaffenburg die Kriterien erfüllt, eine Fahrradfreundliche Kommune zu sein.

Seitens der AGFK heißt es:
"Nach einer Vorbereisung, bei der die Kommunen ein Feedback zum Stand der Radverkehrsförderung sowie Handlungsvorschläge erhalten, erfolgt die Aufnahme in den Verein. Der endgültige Nachweis der Aufnahmekriterien muss innerhalb von vier Jahren nach Aufnahme in den Verein erfolgen. Der Nachweis ist die Voraussetzung für die Auszeichnung als "Fahrradfreundliche Kommune in Bayern"."

Zubringer zur Staatsstraße 2309 nach Obernau

Zubringer zur Staatsstraße 2309 nach Obernau - Absenken der Höchstgeschwindigkeit auf 50 statt 70 solange Radweg nicht gebaut:

(Mittlerweile umgesetzt!)

Solange der vom Stadtrat am 15.07.2014 beschlossene Radweg nicht realisiert ist – hierzu vermissen wir eine klare Aussage bis wann dieser nun gebaut wird - müssen wir auf unserer Forderung aus dem letztjährigen Schreiben beharren, als Sofortmaßnahme die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 km/h abzusenken. Die aktuelle Regelung Tempo 70 für diese kurze Strecke freizugeben erscheint sinnfrei, wird diese nach unserer Beobachtung doch von PKW-Fahrern genutzt, um hier noch einmal richtig zu beschleunigen. Mit dieser Vorgehensweise einiger Zeitgenossen wird das Gefährungspotential nicht geringer. Auch für Familien mit Kindern ist die Strecke heute so nicht nutzbar.

 

 

Infotafeln Mainradweg

Infotafeln für den Mainradweg und Verbesserung der Informationsbereitstellung per Internet in Aschaffenburg

(UMGESETZT: Die Tafeln stehen seit Sommer 2016 am AVG-Trinkwasserbrunnen am Wasserwerk und in der Mörswiesenstraße!)

Als „Upgrade“ für den Mainradweg hat der ADFC Infotafeln an den Punkten vorgeschlagen, an denen der Mainradweg auf Aschaffenburger Gemarkung kommt. Beispiele für diese Tafeln, welche regionale Sehenswürdigkeiten herausstellen gibt es bereits an vielen Orten entlang des Mainradweges.

Mittlerweile sind zwei Infotafeln beschafft (Mitteilung vom 28.01.2015). Die dreiteilige Tafeln sind 120 cm hoch, die Seitenteile jeweils 70 cm und das Mittelteil 140 cm breit, Also insgesamt 280 x 120 cm. Aufstellung findet im Frühjahr 2015 statt. Letzter Stand Standorte: AVG-Trinkbrunnen Richtung Niedernberg, die dieser einen Pausenplatzcharakter hat und unterhalb des Schlosses.

Bezüglich Internet bleibt der ADFC in 2015 noch mal dran.

Anschreiben des ADFC mit Beispielen aus anderen Städten

Standortsuche

Tafelentwurf 1

Tafelentwurf 2

ADFC-Studie Fahrradfreundliches Aschaffenburg 2000 und 2012

Vor einiger Zeit hatte der ADFC Aschaffenburg ein Konzept zur Entwicklung des Radverkehrs in Aschaffenburg v.a. unter touristischen Gesichtspunkten vorgelegt. Dies stellen wir Euch hiermit als PDF zur Verfügung:

ADFC-Studie Fahrradfreundliches Aschaffenburg 2000 und 2012

Familienfreundliches Radfahrkonzept gefordert

An die 300 Bürger trugen sich ein, als die Elterninitiative „FaRad“ (Familienfreundliches Radeln) am 22. Oktober in der Fußgängerzone für ihr Anliegen warb: ein umfassendes, familienfreundliches Radfahrkonzept für Aschaffenburg und Öffnung der Fußgängerzone und des Schöntals für Radfahrer. Der ADFC unterstützt die Initiative von Anfang an bei ihren Bemühungen und war auch am Infostand vertreten.

Der Infostand war fast drei Stunden lang pausenlos belagert. Die Bürger unterschrieben einen Brief an Oberbürgermeister Klaus Herzog, den wir an dieser Stelle veröffentlichen. Das Schreiben fasst die Forderungen von FaRad kurz zusammen.

Die Bürger konnten sich auch an einer Umfrage beteiligen, deren Ergebnis wir hier ebenfalls veröffentlichen. Gefragt wurde nach ihrer Nutzung des Fahrrads und danach, wie sie das vorhandene Radwegenetz in Aschaffenburg beurteilen. Oberbürgermeister Klaus Herzog war ebenfalls unter den Besuchern. Er nahm sich viel Zeit, um sich über die Ziele der Elterninitiative zu informieren.

Zur Übergabe der Unterschriften an den OB vor dem Rathaus waren die Eltern mit ihren radelnden Kindern gekommen. Herzog erinnerte an den Arbeitskreis, der Anfang Dezember zum zweiten Mal tagt. Er soll kurzfristige Lösungen für die Verbesserung der Radwegesituation in Aschaffenburg suchen, aber auch ein langfristiges Konzept erarbeiten. Die Stadt Aschaffenburg wolle in den kommenden Jahren durch geeignete Maßnahmen den Anteil der Radler am gesamten Verkehr auf 20 Prozent erhöhen.

Das Main-Echo berichtete ausführlich. Nachzulesen unter www.main-netz.de

Rot-weiße Sperrpfosten ersetzen Begrenzungssteine

Mehr Sicherheit für Radfahrer in der Kleinen Schönbuschallee

Alle Begrenzungssteine in der Kleinen Schönbuschallee hat das Tiefbauamt der Stadt Aschaffenburg gegen reflektierende rot-weiße Sperrpfosten ausgetauscht. Das teilte Oberbürgermeister Klaus Herzog jetzt dem ADFC Aschaffenburg-Miltenberg mit. Insgesamt, so Stefan Amrhein vom Tiefbauamt, seien auf die gesamte Länge der Kleinen Schönbuschallee, etwa 25 Begrenzungsssteine gegen Sperrforsten ausgewechselt worden. Der ADFC hatte bemängelt, dass die Begrenzungssteine, die Autos an der Durchfahrt hindern sollen, in der Dämmerung oder bei Dunkelheit von Radfahrern nur schlecht zu erkennen sind „ auch wenn das Fahrradlicht einwandfrei funktioniert. Deshalb habe es hier viele Stürze und Beinahe-Stürze von Radfahrern gegeben. Die rot-weißen Sperrpfosten sollen dagegen schon von weitem das Fahrradlicht reflektieren. Einem Vorschlag des ADFC folgend hat die Stadtverwaltung inzwischen auch den neuen Fuß- und Radweg über die Autobahn entlang der B 26 nach Goldbach beschildert. Radler können die Überführung benutzen, weil am Beginn des Weges beim Mercedes-Kunzmann-Pavillon der Ampelmast versetzt und der Weg dadurch breiter wurde.

© ADFC Aschaffenburg-Miltenberg 2017