Jahreshauptversammlung 21.03.2018

Jahreshauptversammlung vom 21.03.2018

In seinem Rechenschaftsbericht wies Manfred Röllinghoff auf die vielfältigen Aktivtäten des vergangenen Jahres hin.

Über 30.480 km sind die 516 Fahrradfahrer gefahren, die in 2017 auf den 33 Touren des ADFC-Aschaffenburg-Miltenberg e.V. mitgefahren sind. Das Team der Tourenleiter umfasst in 2017 neun Personen.

Auf den Sicherheitsüberprüfungen wurden 232 Fahrräder codiert. Dies ist gegenüber 2016 ein Anstieg von ca. 15 %.

Als Interessenvertreter der Radfahrenden war der ADFC mit seinen Teilnehmern des AK Kommunal auf vielen Sitzungen, Ortsterminen und Besprechungen in Stadt und Landkreis unterwegs. Für 2018 wird die Kampagne zum Radverkehrsgesetz im Mittelpunkt stehen. Hierzu sollen in Zielrichtung auf die Landtagswahl wesentliche Anforderungen an eine Radverkehrsförderung in Bayern gesetzlich geregelt werden. Gerade die Erfahrungen vor Ort mit wechselnden Zuständigkeiten, insbesondere mit Blick auf den Mainradweg, unterstreichen die Notwendigkeit von Regelungen auf Landesebene.

Zu Delegierten für die Landesversammlung 2019 wurden Dieter Hennecken und Konrad Bendiek gewählt. Ersatzdelegierte sind Renate Gernhardt, Gert Schröter, Michael Schmerbauch und Manfred Röllinghoff. Ein Antrag zur Landesversammlung 2018, welchen Tino Fleckenstein einreichte, in dem das Begehren „Betonflut eindämmen“ durch den Bayerischen ADFC unterstützt werden soll, wurde einstimmig verabschiedet.

Themen des AK Kommunal 2017

AK Kommunal 2017/2018 Rechenschaftsbericht

Stadt Aschaffenburg

Hauptbereisung Stadt Aschaffenburg durch ADFK

Fahrradforum Stadt Aschaffenburg (Tino Fleckenstein/Renate Gernhardt)

  • Thema gesetzt und im Fahrradforum berichtet: Falschparken auf Radverkehrsanlagen, hierzu im Vorfeld die Situation eingehend erhoben

  • Thema gesetzt: Unfallentwicklung Radverkehr in AB, mit deutlicher Kritik an der Berichterstattung der Polizei

Anschreiben und in der Folge Termine zu

  • Bahnparallele (Glattbacher Überfahrt, Hanauer Straße)

  • Radroute Aschaffenburg-Alzenau innerhalb Stadtgebiet, insdesondere Gefahrenstellen Linkstraße und Benzstraße/Daimlerstraße

  • Ortstermine SPD Damm: Schillerstraße und Damm

  • Öffentlichkeitsarbeit/Internetdarstellung Stadt Aschaffenburg Radverkehr

  • Situation Ringstraßenweg (Gleise vor TRW)

Leserbriefe

  • Fahrradpiktogramme

  • Helmpflicht

Positionspapier B 26

  • Darstellung Handlungsmöglichkeiten Radverkehr im Südwestkorridor

  • Bike-and-Ride zur Abbildung der Mobilitätskette

  • Ziel Nahversorgung

  • ggf. Verzicht auf Ausbaumaßnahmen, wenn Umweltverbund gestärkt wird

 

Gemeinden und Landkreis

Stockstadt

    • Gefahrenstelle Mainradweg (Treppe) → Beschilderung wurde verbessert

    • Mainbrücke

    • Radwege nach AB und Babenhausen → nun in Projektplan Landratsamt

Kleinostheim

  • Einwendung Situation Mainparkstraße
  • Tempo 30 auf Radroute ALZ-AB (Alte Poststraße) unterstützt

Alzenau

  • Demnächst: Einforderung Verbesserung Kahltalradweg Knoten Michelbach

verschiedene innerörtliche (kleinere) Themen

Mitarbeit im 2015 (Konrad Bendiek) gegründeten Arbeitskreis Radverkehr des Landkreises Aschaffenburg mit folgenden Themen:

  • Kahltalradweg
  • Machbarkeitsstudie Radschnellweg, Termin Anbindung nach Waldaschaff etc.; Konzept kam ursprünglich vom ADFC
  • Radweg Feldkahl – Hösbach

Homepage adfc-aschaffenburg.de

  • Besuch entsprechender Schulungen
  • Darstellung Bike + Ride in der Region auf der Homepage
  • Einrichtung eines Newsletterdienstes.

Antrag an die ADFC-Landesversammlung

Antragstext (Beschluss der Jahreshauptversammlung):

Der ADFC-Landesverband Bayern unterstützt das Volksbegehren „Betonflut eindämmen“.

Begründung:

Als Radfahrer, die wir uns langsam durch die Lande bewegen, nehmen viel deutlicher wahr, wie die Landschaft in den letzten Jahren deutlichen Veränderungen unterzogen wurde. Gewerbegebiete und großzügige Straßenbauprojekte gekoppelt mit einer Raumordnungspolitik der starken Trennung der Lebensbereiche Wohnen – Arbeiten – Einkaufen führten zu mehr Flächenverbrauch. Dies ist bei den Touren, welche wir in Metropolregionen (z.B. Bayerischer Untermain als Bestandteil Rhein-Main-Gebiet) aber auch auf dem flachen Land durchführen, nicht zu übersehen. Die dazugehörigen Parkplätze in großem Stil fordern ebenso ihren Tribut.

Weil die meisten neuen Gewerbegebiete und Einkaufszentren fernab der Ortszentren entstehen, machen dort immer mehr Geschäfte dicht. Bäcker, Metzger, Lebensmittel- und Bekleidungsläden verschwinden und die Ortszentren veröden. Menschen, die über kein Auto verfügen, werden von der Versorgung abgeschnitten.

13 Hektar werden in Bayern aktuell täglich zugebaut. Eine Reduzierung des Flächenverbrauchs auf fünf Hektar/Tag ist geboten. Dann rücken Verkehrsmittel in den Fokus, welche deutlich weniger Platz benötigen.

Gerade Radfahren als die platzsparende Verkehrsart gegenüber dem motorisierten Individualverkehr führt zu einer Flächenersparnis. Betreffend der Parkraumnutzung beträgt der Vorteil gegenüber dem MIV 6:1, d.h. auf einem PKW-Stellplatz können mindestens sechs Fahrräder abgestellt werden. Radschnellwege benötigen deutlich weniger Platz als Autobahn- oder Bundesstraßenprojekte.

Statt dem Stau nachzugeben und weiter Flächen hierfür zu opfern sind intelligente Lösungen gefragt. Dazu zählen für uns neben Radverkehr auch eine sinnvolle Förderung des ÖPNV und eine Verbesserung der Verknüpfung zwischen den Verkehrsmitteln des Umweltverbundes (ÖPNV/Radfahrer/Fußgänger). Als Bestandteil einer Flächensparstrategie sehen wir ergänzend das Carsharing. Hierbei kann ein Mobilitätsbedarf abgedeckt werden, welcher z.B. nicht ohne weiteres mit dem Fahrrad abzubilden ist.

© ADFC Aschaffenburg-Miltenberg 2019