Bericht von der ADFC Landesversammlung 9.4.2017

Renate Gernhardt und Gert Schroedter waren als Ersatzdelegierte ins überraschend hübsche Bad Rodach gefahren. Für die Freizeit-/ Urlaubsplanung: Ein Besuch dieser Gegend lohnt sich auf jeden Fall (www.coburg-rennsteig.de).
Gleich anfangs wurde den 83 Delegierten der jüngste bayerische Kabinettsbeschluss zum Thema Fahrradverkehrsförderung verkündet: Bis 2025 soll der Radverkehrsanteil von jetzt 11% auf 20% gesteigert werden. Es gibt einzelne Städte, die mehr anstreben, aber gemessen an den mickrigen 15% von Aschaffenburgs Sollzahlen ist das sehr ambitioniert. Allerdings heißt es gleichzeitig zu den Zielen des bayerischen Radverkehrsprogramms, dass diese allein durch „positive Maßnahmen, die das Angebot für Radfahrer verbessern“, erreicht werden sollen, „Restriktive Maßnahmen, die etwa die Nutzung des Pkw erschweren, sind nicht Bestandteil dieses Programms“. Wie das gehen soll?
In Bamberg läuft z.Zt. der „Radentscheid“, eine Initiative für ein fahrradfreundliches Verkehrsklima. Vorausgegangen war eine ähnliche Initiative in Berlin, wo 105 000 Unterschriften gesammelt wurden – 20 000 wären nur nötig gewesen. Viel Erfolg! Brauchen wir hier so etwas auch?
Bernadette Felsch vom ADFC Bundesvorstand brachte die neue Bundes-Kampagne mit: Deutschland braucht die Verkehrswende – jetzt! Schluss mit kleinklein! Soll es Wahlkampfthema werden?
Das Grundsatzprogramm des ADFC Bundesverbandes mit diversen Forderungen kommt in ca.3 Wochen heraus, u.a. dass Radschnellwege den Staatsstraßen gleichgestellt, also vom jeweiligen Staat finanziert werden sollen, andere Hauptverbindungen von den Landkreisen, der Rest von den Kommunen.
Mögliche Termine der nächsten LV: 17.3., 24.3., 7.4. oder 14.4.2018.
Weitere der vielen Programmpunkte findet ihr im Newsletter des ADFC Bayern. Die Versammlungsleitung hatte alles perfekt im Griff. Alle Punkte wurden vorgestellt, diskutiert, abgestimmt und dennoch pünktlich Schluss gemacht. Danke!

Renate Gernhardt

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