Aufhebung Zweirichtungsradweg Hanauer Landstraße

Mittlerweile wurde auch in der Hanauer Landstraße im Bereich Linde der Zweirichtungsradweg aufgehoben. Nachdem dieser Zweirichtungsradweg die baulichen Standarts hinsichtlich der Mindestbreite und der nicht all zu hohen Verkehrsmengen nicht erfüllte war dies erforderlich. Am Ortseingang von Norden kommend wird der Radverkehr nun in den Mischverkehr übergeleitet.

Radwegbenutzungspflicht in "Zur Sandmühle" gekippt

Nachdem der ADFC die Gemeinde Kahl wegen der Radwegbenutzungspflicht in der Hanauer Landstraße nördlich der Bahnlinie und der Straße "Zur Sandmühle" angeschrieben hat, wurde in letzterer die Benutzungsplicht gekippt. Dort soll nun eine Tempo 30-Zone ausgewiesen werden.

Schwieriger wird es in der Hanauer Landstraße. Dies hat die Polizei anders beurteilt. Wir streben an, dass es dazu einen Ortstermin gibt.

Hier zunächst unsere Argumentationslinie "Zur Sandmühle", angelehnt an die Regelungen der VwV-StVO.

Verkehrssicherheitsgründe

Die geringe tägliche Verkehrsbelastung stellt keine besondere Gefährdungslage dar. Insbesondere gilt dies verbunden mit der gegebenen Tempo 30 – Regelung. Gemäß ERA 2010 ist die Straße „Zur Sandmühle“ in den Belastungsbereich I einzuordnen. Bei Tempo 30 sollen ohnehin nur in Ausnahmefällen wie sehr hohe Verkehrsbelastungen oder Schwerverkehr (Gewerbegebiet o.ä.) Radverkehrsanlagen angelegt werden. Der sehr geringe Schwerverkehrsanteil kann ebenso nicht als besondere Gefährdungslage herangezogen werden.

Linienführung

Die Führung für den Radverkehr auf dem getrennten Geh- und Radweg ist nicht sicher und erzeugt erst die Gefahren für den Rad- und Fußverkehr. Risiko fördernd sind

  • der schlechte bauliche Zustand des Weges bedingt durch Wurzelschäden auf gesamter Breite.

  • mangelnde Wegbreiten für den Fußverkehr, kombiniert mit den Bäumen als Hindernisse (siehe RASt 4.7.). Passieren Fußgänger den Weg auf der für den Radverkehr vorgesehenen Seite liegt zwischen Baum und den Grundstücken/Gebäuden lediglich ca. ein Meter.

  • die Führung im Zweirichtungsverkehr trägt nicht zur Sicherheit bei. Innerorts wird allgemein davon abgeraten den Radverkehr in dieser Weise zu führen.

  • Vereinzelt sind Pfosten im Verkehrsraum vorhanden, wie auf dem Foto unten ersichtlich werden im Gehwegbereich Mülltonnen aufgestellt. Dies bedingt ein Ausweichen des Fußverkehrs auf die für Radfahrer vorgesehene Flächen.

  • Zu den Parkständen gibt es keinen Sicherheitsabstand. Hier können nach rechts öffnende Fahrzeugtüren zu Dooring-Unfällen führen.

Breite des getrennten Geh- und Radweges

Die markierte Breite für den Zweirichtungsradverkehr beträgt weniger als 1,90 m. Die effektiv nutzbare Breite reduziert sich weiter durch die Wurzelschäden, die weit in den „Radweg“ hineinragen.

Der Gehweg hat eine gemessene Breite von ca. 1,40 m. Hier wäre in Abzug zu bringen, da dieser Bereich mit Hindernissen versehen ist. Hier sind aufgrund der Verhältnisse Nutzungskonflikte zwischen Radfahrern und Fußgängern vorprogrammiert (siehe Bild).

Offen: Benutzungspflicht Hanauer Straße

Schwieriger wird es in der Hanauer Landstraße. Dies hat die Polizei anders beurteilt. Wir streben an, dass es dazu einen Ortstermin gibt. Demnächst dazu weitergehende Infos.

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