ADFC Aschaffenburg zum Schulanfang unter Corona-Bedingungen: Rauf auf’s Rad!

Zum Schulstart rät der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V. vermehrt das Fahrrad als Verkehrsmittel zu nutzen.

„Wenn Busse und Bahnen nach den Ferien wieder voller werden, ist Bewegung an der frischen Luft eine gute Alternative. Strecken innerhalb einer Gemeinde oder einer Stadt sind gut mit dem Rad zu bewältigen und dauern meist auch nicht länger als mit anderen Verkehrsmitteln“, sagt Manfred Röllinghoff, Vorsitzender des ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V. Radfahren ist gesund, fördert das Immunsystem und ist ohne Ansteckungsgefahr möglich.

Bei der Auswahl der Strecke sollte auf sichere, verkehrsarme Routen geachtet werden. Der ADFC empfiehlt, verschiedene Alternativen in Ruhe vorher auszuprobieren, vielleicht im Rahmen einer kleinen Familientour.

„Nicht immer ist die direkte Route die beste Wahl“, erklärt Tino Fleckenstein, verkehrspolitischer Sprecher des ADFC. „Manch­mal kann ein etwas längerer Weg schneller sein, wenn z.B. Ampelstopps entfallen.“ Vielfach seien Wege durch Wohngebiete und Tempo-30-Zonen gut geeignet. Im Fall von Aschaffenburg wäre beispielsweise die Umsetzung der beschlossenen Fahrradstraße Lamprechtstraße eine gute Alternative um sicher zum Schulzentrum zu kommen und den Bereich Löhergraben zu umgehen. Ebenso ist der Weg durch das Brentanoviertel manchmal schneller als der die Ringstraße begleitende Radweg.

Radschulwegpläne, die vom ADFC bereits 2016 vorschlagen wurden und die zudem im Radverkehrskonzept der Stadt Aschaffenburg genannt sind könnten in Verbindung mit bereits existierenden und ggf. noch zu installierenden Fahrradstraßen Synergien bewirken.

Der letzte Fahrradklimatest hat jedoch gezeigt: die Radverkehrssituation für Schulkinder wird bei den Rückmeldungen eher kritisch eingeschätzt. Während Aschaffenburg insgesamt beim Radverkehr Fortschritte macht, gibt es bezüglich der Familienfreundlichkeit trotz der erfolgten Anstrengungen noch Handlungsbedarf. Über die Hälfte der Rückmeldenden schätzte 2018 ein, dass man selbst größere Kinder nicht allein guten Gewissens mit dem Rad fahren lassen könnte.

Der ADFC wird das Thema Schulwegsicherheit in Aschaffenburg an die zuständigen Adressaten richten. Insbesondere zur Situation rund um das Schulzentrum hatte der ADFC Vorschläge vorgelegt. Gerade in Zeiten von Corona, während der sich leider viele auch für das Auto als Verkehrsmittel entscheiden, sind Maßnahmen zur Reduktion der Elterntaxiverkehre notwendig. Derzeit werden etwa 43 Prozent der Kinder unter zehn Jahren mit dem Auto zur Schule gebracht. In den fahrradfreundlichen Niederlanden liegt der Anteil bei 28 Prozent.

Schulwege in Deutschland sind häufig relativ kurz: 47 Prozent sind unter einem Kilometer. Das Potential für Rad- und Fußverkehr ist erheblich!

Eine Stärkung des Radverkehrs auf sicheren Routen zu den Schulen wäre eine solche Maßnahme die Verkehrsmittelwahl zu beeinflussen. Verbessernd könnte ebenso eine zu prüfende Entzerrung der Schulanfangszeiten bewirken, nach der dann ein Teil des Schulverkehrs aus der morgendlichen Berufsverkehrsspitze herausgenommen würde.

Treffen des AK Kommunal


In der Regel trifft sich der Arbeitskreis am 4. Mittwoch im Monat im Weinhaus Stegmann, Kleberstraße, Nähe Hauptbahnhof
Alle Aktiven und Interessierten sind herzlich eingeladen! Im Arbeitskreis werden verschiedene konzeptionelle Themen zum Radverkehr vertieft.
Kontakt: Tino Fleckenstein [camp0123@freenet.de)

Mitglieder des Arbeitskreises nehmen Teil an der Beratung von Radverkehrsthemen im Fahrradforum der Stadt Aschaffenburg, im Arbeitskreis Radverkehr des Landkreises Aschaffenburg und vielen Terminen mit Gemeinden und Vertretern anderer Verbände.

Auf dieser Seite versuchen wir einen Eindruck unserer Arbeit zu vermitteln. Gegliedert ist dies nach Gebietskörperschaaften, d.h. zunächst der Stadt und den Landkreisen und darunter den einzelnen Gemeinden, sofern es aus diesen Themen gibt, welche wir in der letzten Zeit behandelt hatten.

 

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