Bericht vom Mitgliedertreffen Vortrag Radverkehrsbeauftragter Jörn Büttner

Auf dem Mitgliedertreffen am 17.11. durfte der ADFC den Radverkehrsbeauftragten der Stadt Aschaffenburg, Jörn Büttner begrüßen. Dieser berichtete über die abgeschlossenen und aktuellen Projekte der Radverkehrsförderung.

Zu den in 2021 umgesetzten Maßnahmen gehören:

  • Zählstele Deutsche Straße

  • Fahrradstraße Lamprechtstraße

  • Umweltstraße Luitpoldstraße

  • Optimierung Knoten Adenauerbrücke/Großostheimer Straße mit Anbindung an den Mainradweg

  • 150 weitere Abstellbügel im Stadtgebiet, vor allem auch an Punkten, an denen es gilt Falschparken zu vermeiden. Dies erfolgte u.a. am Karlsplatz, in der Frohsinnstraße oder Erthalstraße

  • Asphaltierung des Geh- und Radweges von Obernau nach Sulzbach. Da diese Maßnahme wesentlich günstiger ist als geplant, wird von den übrig gebliebenen Mitteln der Bischbergweg saniert.

  • Optimierung Knoten Ebertbrücke Hanauer Straße. Dies ist aktuell in der Umsetzung, die Furten werden noch rot eingefärbt.

Falschparken wird aktuell angegangen. Am 28.07. und 16.11. gab es dazu Schwerpunktaktionen.in der Stadt mit etlichen Beanstandungen. Hier wurde auch auf die Möglichkeit hingewiesen, besonders drastische Fälle direkt an die Verkehrsüberwachung zu melden

In der Öffentlichkeitsarbeit will die Stadt neue Aktivitäten entfalten und mit einer Buswerbung auf den Mindestabstand von 1,50 m hinweisen.

Die am 08.11. im Stadtrat beschlossene Neugestaltung des Mainufers/Schlossufers haben wir einer kritischen Würdigung unterzogen. Im Bereich Floßhafen den Radverkehr nicht mehr am Ufer zu führen wäre eine mögliche Option.

Nachfragen zu Radweg nach Glattbach / Hundeweg wurden von Ilona Hein gestellt. Jörn Büttner nimmt dieses Thema mit. In dem entsprechenden Bereich ist heute eine vollständige Lücke im Radwegenetz. Die von Ilona Hein angefragte Roteinfärbung der Glattbacher Str. am Knoten Aschaffstraße soll baldmöglichst realisiert werden.

Auszüge aus der Präsentation der Stadt Aschaffenburg vom Mitgliedertreffen

Der Verwendung verschiedener Folien der sehr gut vorbereiteten Präsentation wurde seitens Jörn Büttner / Stadtverwaltung zugestimmt. Besonders wichtige Themen lassen sich anhand dieser Darreichungen darstellen.

Bericht vom Mitgliedertreffen 17.11.21: Grünpfeilregelung in Aschaffenburg - Vorschläge erwünscht!

Ein wesentlicher Punkt der nun angegangen werden soll ist die Grünpfeilregelung für Radfahrer, die durch die Änderung der Straßenverkehrsordnung möglich ist. Hierfür wurden für etliche Stellen im Stadtgebiet bewertet. Über 20 Stellen erscheinen voll oder zumindest mit Einschränkungen geeignet für die Beschilderung „Grünpfeil/Radfahrer“. Hierzu werden auch noch Vorschläge angenommen.

Vorschläge Grünpfeil - Beispiele

Stellungnahme ADFC zum Schlossufer

Am 08.11.2021 wurde im Stadtrat ein mehrheitlicher Beschluss für eine Vorplanung der Neugestaltung des Schlossufers gefasst. Aktuell läuft zu den weiteren Planungen am Schlossufer eine Bürgerbeteiligung der Stadt Aschaffenburg (siehe https://www.aschaffenburg.de/Buerger-in-Aschaffenburg/Buergerbeteiligung/Bauleitplanverfahren-und-staedtebauliche-Planungen/Buergerbeteiligung-Schlossufer/DE_index_6433.html ), in deren Rahmen wir nun Stellung nehmen.

Zur Entwicklung des Schlossufers sehen wir vier Aspekte, die in den weiteren Planungen berücksichtigt werden sollten:

  • Führung des Radverkehrs: Alternative in der Suicardusstraße und Floßhafen anbieten

  • Weitgehend autofreies Mainufer / Parkplatzsituation Kfz

  • Fahrradabstellplätze und Einschließmöglichkeiten für Besucher

  • Klimaauswirkungen des Wegfalls von Bäumen für Parkplätze

  1. Führung des Radverkehrs: Alternative in der Suicardusstraße und Floßhafen anbieten

Aktuell wird der Radverkehr auf dem Mainradweg zusammen mit dem Fußverkehr geführt.

Mit der Neugestaltung des Mainuferweges 2019 wurde der Weg im Abschnitt Schlossufer auf fünf Meter verbreitert und farblich differenziert.

Der Radverkehr allein hat auf dem Mainradweg gerade an Wochenenden starke Frequentierungen. Zählungen des ADFC an verschiedenen Stellen haben oft über 300 Radfahrer pro Stunde ergeben.. Zusammen mit dem im Bereich des Schlossufers vorhandenen Fußverkehr wird eine Menge von 400 Radfahrern/Fußgängern pro Spitzenstunde überschritten.

Bereits 2012 (vgl. Anlage) hat der ADFC Stellung zur Situation Radverkehr am Mainufer genommen. Darin hieß es unter anderem:

- eine Verbreiterung des vorhandenen Weges oder den Bau eines Parallelwegs halten wir für nicht sinnvoll. Eine ständige Querung für Fußgänger muss störungsfrei möglich sein, um direkt ans Ufer zu gelangen.

Mittlerweile wird unsere damalige Position bezüglich der Separation Fußverkehr/Radverkehr von der Fachwelt ähnlich eingeschätzt. Im Februar 2021 wurden Fragestellungen betreffend der gemeinsamen Führung von Fuß- und Radverkehr diskutiert und Kriterien vorgestellt, bis zu welchen Verkehrsmengen welche Führung zu wählen ist. In die Betrachtungen sind auch Erkenntnisse aus der Unfallforschung eingeflossen. Mittlerweile ist eine Ausarbeitung „Leitfaden für Planer*innen“ im Rahmen des NRVP (Nationalen Radverkehrsplan) entstanden, die ebenso Gegenstand dieser Tagung war. Daraus folgen Erkenntnisse, die hierbei eine Rolle spielen.

Elementare Erkenntnisse aus dem Leitfaden und der Veranstaltung waren:

  • Bei breiteren Wegen steigen die Geschwindigkeiten des Radverkehrs. Dies geht mit einem entsprechenden Unfallgeschehen einher.

  • Werden Fußwege unbequem oder gar unterbrochen gestaltet, so besteht eine Tendenz, dass Fußgänger die Weganteile nutzen, die eigentlich für den Radverkehr vorgesehen sind.

  • Ohne eine klare bauliche Trennung werden die für den Radverkehr vorgesehenen Flächen durch Fußgänger genutzt.

  • Bei bestimmten Verkehrsmengen und qualitative Ansprüche werden Empfehlungen zur Führungsform gemacht.Bei den oben angeführten Verkehrsmengen ist eine Trennung Fußverkehr und Radverkehr sinnvoll.

Fazit für Radverkehr:

  • Es wäre eine Führung des Radverkehrs über Floßhafen und Suicardusstraße zu realisieren, ggf. als Fahrradstraße.

  • Eine für den Radverkehr taugliche Überleitung am Knoten Willigisbrücke wäre herzustellen. Dies sollte mit einer generellen Umgestaltung des Knotens einhergehen (dieser Bereich ist heute zudem ein Unfallschwerpunkt). Ein Kreisverkehr wäre hierfür eine angezeigte Lösung. Eine Führung zur Suicardusstraße sollte möglichst steigungsarm geplant werden.

  1. Weitgehend autofreies Mainufer / Parkplatzsituation Kfz

Im Bereich der Suicardusstr. werden über 100 Parkplätze als Senkrechtparker und eine Schrankenanlage in der Planung vorgesehen. Ein Bedarf für Mobilitätseingeschränkte und direkte Anwohner ist unbestritten.

Maßgeblich sollte es aber sein, in der Planung mehr die Verkehrsträger des Umweltverbundes zu fördern. In dieser Hinsicht verbietet sich die vorgesehene Anzahl von Stellplätzen. Das Mainufer ist von den Parkhäusern Luitpoldstraße und Stadthalle fußläufig unter Nutzung des entstehenden Aufzuges zu erreichen. Außerdem liegt das Parkhaus Löherstraße in der Nähe. Während der Bauphase war zudem offensichtlich, dass die Stellplätze nicht unbedingt notwendig sind. Für die Erstellung dieser Senkrechtparkplätze sind die erforderlichen Arbeiten und damit die Kosten nicht geringfügig.

Insbesondere für die Stellplätze in Nähe des Aufzuges und vor dem Schloss sehen wir bei den vorhandenen Parkhäusern direkt am Marktplatz keine Notwendigkeit. Ein Teil dieser für das Abstellen von PKWs vorgesehenen Flächen könnte entweder begrünt und ein anderer (geringer) Teil für qualitativ hochwertige Fahrradabstellanlagen verwendet werden.

Gerade Senkrechtparker sind hinderlich bei der Schaffung einer Alternative für den Radverkehr, geht doch von diesen ein Gefahrenpotenzial bei Ein- und Ausparkvorgängen aus.

Für eine weitgehend autofreie Erschließung sehen wir neue Formen des ÖPNV als mögliche Alternativen in Form eines Bedarfsverkehres. Zudem ist die Haltestelle an der Stadthalle fußläufig und unter Nutzung des Aufzuges barrierefrei erreichbar.

  1. Fahrradabstellplätze und Einschließmöglichkeiten für Besucher

Die heutige Situation am Biergarten zeigt es: dieser Bereich ist im Sommer mit geparkten Fahrrädern stark frequentiert. Weitere zukünftig in diesem Bereich entstehende Freizeitangebote erhöhen den Bedarf des Fahrradparkens. Vorbildlich erscheint uns hierbei die Abstellanlage am Park Schönbusch, bei welcher eine Einschließanlage für Taschen etc. installiert wurde. Eine ähnliche Anlage sehen wir in Nähe des Aufzuges für geboten. Wird doch damit ein Besuch der von Stadt/Schloss für Radfahrer möglich. Hierfür könnte u.a. ein Teil der Flächen, die für PKW-Stellplätze vorgesehen waren hergenommen werden.

Hier stellt sich auch die Frage, ob der Aufzug fahrradtauglich ist. Falls dies nicht zutrifft, erscheinen die rund 15 Bügel in diesem Bereich zum Abstellen von Fahrrädern recht wenig. Hier könnte ebenso auf die nicht für PKW-Stellplätze notwendigen Flächen zurückgegriffen werden.

  1. Klimaauswirkungen des Wegfalls von Bäumen für Parkplätze

Die Fällung mehrerer Bäume, unter anderem entlang der Suicardusstr. führt zu einer veränderten Situation des Mikroklimas in diesem Bereich. Schatten spendende Bäume sind angesichts des sich verstärkenden Klimawandels ein Gebot der Stunde, nicht Parkplätze und die damit einhergehende Versiegelung von Flächen. Eine Kompensation der Baumfällungen über die vorgesehenen Neupflanzungen reicht zu weit in die Zukunft. Angesichts der Tatsache, dass in der Bauzeit gar keine Stellplätze in diesem Bereich vorhanden waren, stellt sich die Frage nach dem Bedarf. Dies wurde auch aus Reihen des Stadtrats am 08.11.2021 zurecht hinterfragt.

 

 

Fahrradforum: Aktuelle Planungen

  1. Willigisbrücke/Großostheimer Straße

Es werden zwei Varianten vorgestellt. In der ersten sollte nach der Willigisbrücke entlang der Großostheimer zur Überquerung der Kreuzung ein teils rot eingeschlämmter Schutzstreifen eingerichtet werden. Für die Fahrtrichtung Stadteinwärts soll der Radweg über die Überfühung nach der Bushaltestelle geführt werden. Variante 2 sieht einen Kreisverkehr vor, an dem einige Bypässe für den Radverkehr eine Führung abseits des Kraftverkehrs ermöglichen. Auf Anregung der Verkehrsbetriebe und des ADFC soll geprüft werden, inwieweit an den Haltestellen Willigisbrücke und Stadtbad stadtauswärts die Konfliktbereiche aussteigende Fahrgäste / Radfahrer gelöst werden können.

  1. Hanauer Straße

Zwischen Kolpingstraße und Maximilianstraße wird stadtauswärts eine Fahrbahn für den Kraftverkehr weggenommen und in einen Radfahrstreifen umgewandelt. Stadteinwärts gibt es alternative Führung auf der Fahrbahn bzw. auf einem nicht benutzungspflichtigen Radweg. Von Westen kommend wird zur Maximilianstraße eine Linksabbiegespur für Radfahrer eingerichtet (ähnlich Sandgasse).

  1. Öffentlichkeitsarbeit

Ein Bus der Stadtwerke Aschaffenburg soll mit einem Kreis von 1,50 m den Mindestabstand als Hinweis mitführen (um eine Vorstellung zu bekommen). Gleichzeitig Werbung für den Umweltverbund.

 

Fahrradforum: Parken und Kontrollen auf Geh- und Radwegen

Es gab einen Aktionstag, bei dem ca. 40 kostenpflichtige Beanstandungen und 23 mündliche Verwarnungen gab. Tino Fleckenstein führte aus, dass es gewissermaßen ein Kampf gegen Windmühlenflügel ist. So ist die Treibgasse eher ein Negativbeispiel.

Der Vertreter des Ordnungsamtes Herr Hock betonte, dass auch Bürger Anzeigen gegen parker auf Radwegen machen können. Am Besten Fotos mit Straße und Zeitpunkt, ggf. in einem gewissen Zeitabstand fotographiert. Sollte es jedoch in eine gerichtliche Auseinandersetzung münden, müsste der Anzeiger als Zeuge auftreten.

Im weiteren thematisierte Tino Fleckenstein die zahlreich beobachtbaren Ampelverstöße. Auch als Tourenleiter hat er die Erfahrung eingebracht, dass es Sonntags Vormittags für eine Autofahrer offenbar nicht nötig ist bei Rot stehen zu belieben. Ein weiteres Thema sind die mangelnden Abstände von 1,50 m beim Überholen.

Fahrradforum: Grünpfeil für ca. 20 Stellen diskutiert

Dazu wurden etliche Vorschläge vorgelegt und zum Teil diskutiert. An manchen Stellen ist die Prüfung negativ ausgefallen. Beispiele finden sich z.B. in der Südbahnhofstraße, Friedrichstraße zur Luitpold, Würzburger Str. am Denns etc.

Einen Grünpfeil ebenso für den Kraftverkehr wurde durch den ADFC-Vertreter und andere sehr kritisch bewertet. Die Entwicklung nach Einführung soll beobachtet werden.

Fahrradforum: Unfallentwicklung 2021

Die Anzahl der Radunfälle ist deutlich gestiegen. Lt. Polizei sind Pedelecs ein steigendes Thema. Deutlich gestiegen ist die Anzahl der Verletzen. Es gab 2020 zwei Tote. Bei der Ursachen auf Radfahrerseite dominieren die Alleinunfälle, mit einem deutlicheren Anstieg. Eine der Ursachen liegen an vielen Personen, die neu als Radfahrer unterwegs sind. Zudem werden Pedelcs von Personen nicht voll beherrscht. Deutlich gestiegen sind bei den Ursachen beim Unfallgegner die Themen Vorfahrtmissachtung und Linksabbiegefehler.

Schwerpunkte waren diesmal die Kreuzungen Mainaschaff Straße (3 Unfälle), Hanauer Straße/Müllerstraße (3 Unfälle) und der Mainradweg im Bereich Floßhafen (5 Unfälle, davon einer mit Todesfall).

Nachdem wieder die bekannten Gefahrenpunkte aus den Vorjahren wieder vertreten sind, fordert ADFC sich im Rahmen der Maßnahmenliste Radverkehrskonzept vielleicht primär mit diesen Stellen zu beschäftigen. Dies soll näher bewertet werden.

 

Fahrradstraße Lamprechtstraße umgesetzt - nach 14 Monaten

Was lange währt wird endlich gut. Nachdem im Corona-Jahr als Popup-Radweg auch eine Fahrradstraße in der Lamprechtstraße beschlossen wurde, dauert es eben 14 Monate bis diese umgesetzt wurde. Ursache in diesen Verzögerungen sind z.B: Erfordernisse über die Temperatur, bei der Piktogramme auf die Fahrbahn aufgebracht werden können.

 

Umweltstraße: Verbesserung der Situation durch ADFC eingefordert

Am 21.05.2021 zwischen 12:18 Uhr bis 12:48 Uhr konnten in der „Umweltstraße“ 103 durchfahrende Autos gezählt werden. Also sind es auf einen Tag gerechnet etwa eine vierstellige Anzahl von Fahrzeugen. Dies wird dem Charakter einer Umweltstraße nicht gerecht. Deswegen haben wir Nachbesserungen angemahnt.

Folglich werden alle Verkehrsarten behindert, die man dort eigentlich fördern wollte. Als Radfahrer steht man hinter dem Rückstau an der Ampel oder der Bus steht im Stau. Das wird irgendwie ein Kampf mit Windmühlenflügeln, da auch viele Ortsfremde verkehrt fahren. D.h. es ist kaum davon auszugehen, dass sich dies mit fortschreitender Zeit erledigt.

Unter den Fahrzeugen sind sehr viele Ortsfremde, auch die Bundespolizei und eine Fahrschule waren am 21.05. dabei. Etliche bleiben stehen oder zögern und fahren dann ungeniert weiter. Nach drei Wochen ist es eigentlich genug mit der Kulanz. Die Situation wird auch durch das „Anlieger frei“ eher befördert. Diese Beschilderung müsste entfallen.

Besser wäre es gewesen, sich ggf. ein anderes Konzept zu überlegen. Es gab auch Vorschläge z.B. die gesamte Luitpoldstraße zu einer Umweltstraße zu machen.

Auf Einsicht der ohne Anlass durchfahrenden ist hierbei nicht zu hoffen. Sinnbild ist dafür das Foto vom 22.05. um 10:15 Uhr, auf dem ein Lieferwagen an der Ampel wartende Fahrzeuge (Anlieger?) überholt und mit nicht geringer Geschwindigkeit über die rote Ampel an der Fußgängerquerung zur Stadthalle fährt.

Für diesen Bereich der Umweltstraße wären Sperren in Form von modalen Filtern zu überlegen, die nur für Busse, Fahrräder und tatsächliche Anlieger, deren Anzahl sich sehr in Grenzen halten dürfte, Zufahrt gewährt (Schranke wie am Klinikum, Lösung Anwandeweg etc.).

Berichte Fahrradforum 23.04.2021

Fahrradforum: Ergebnisse ADFC Fahrradklimatest 2020

Im Fahrradforum stellte Tino Fleckenstein (ADFC) die wesentlichen Aussagen zur Stadt Aschaffenburg vor.

Erkennbar ist, dass es Stärken gerade in der Fahrradförderung der jüngsten Zeit oder in der Öffentlichkeitsarbeit gibt. Leider bestehen seit Jahren, aber auch Schwächen wie die Breite der Radwege, die Situation an Ampelkreuzungen oder vor allem das Falschparken auf Radwegen.

Zu diesem letzten besonders negativ bewerteten Punkt hat der OB Herzing zugesagt, dass eine Aktion gegen das Falschparken stattfinden soll, ähnlich dem Blitzertag. Mit dem neuen Bussgeldkatalog gibt es nun mehr Geld.

Fahrradforum: Ausbau Mainradweg, Förderprogramm D-Netz

Es wird vorgestellt, welche Maßnahmen zur Verbesserung am Mainradweg im Stadtgebiet denkbar wären. Die 45 Mio. €, die vom Bund fürs D-Netz bereit gestellt werden, sind wohl drastisch überzeichnet. Hier wird wohl eine Prioriätensetzung notwendig. Für den Bereich zwischen Schlotfegergrund und Pompejanum wird eine getrennte Radroute überlegt, da der Uferweg zu schmal und von schlechter Qualität ist. Betreffend der Separierung hat Tino Fleckenstein zugesagt neue Erkenntnisse aus einem DiFu-Seminar zur gemeinsamen Führung Fuß- und Radverkehr in die Runde zu senden (Bereits erledigt).

Hierzu siehe Link: Leitfaden NRVP.

Von ADFC erfolgte Hinweis auf Separierung zwischen Pompejanum und Schlotfegergrund als mögliches zu priorisierendes Thema. Die Umgehung Pompejanumsfelsen mit einem Steg mit dem Kostenansatz von allein einer Mio. € wird deshalb kaum im Fokus stehen.

Herr Popp (Polizei) hat auf zahlreiche Unfälle im Bereich Floßhafen hingewiesen und fände es sinnvoll den Radverkehr dort herauszunehmen (!). Hierzu erfolgt von verschiedener Seite Hinweis, dass der Floßhafen aufgrund der schlechten Oberfläche kaum eine Alternative ist.

Die Suiccardusstraße wird baulich verbessert. Hier Hinweis von mir und anderen, dass dies durch aus eine sinnige Alternative wäre (gerade für schnellere Radfahrer).

 

Fahrradforum: Verbesserungen am Knoten Hanauer Straße / Schillerstraße / Ebertbrücke

Die vorgelegten Planungen zu den Roteinschlämmungen im Knotenpunkt werden begrüßt. Bei der Auffahrt Richtung Mainaschaff wird von der Polizei angemerkt, dass sich bisher auf der Einfädelrampe mehrere Unfälle u.a. mit LKW ereignet haben. Radfahrer sollten etwas Abstand zu dieser Situation haben.

Von ADFC-Seite Einwand, dass die Ampelquerung zur Ebertbrücke nicht optimiert wird. Hinweis auf den Ampelmast mitten auf Radweg, der bereits einen Toten gefordert hat und auf bestehende Konflikte mit Radfahrern, die von der Hanauer Straße zur Ebertbrücke fahren. Stehen an der Ampel LKW, so sind diese erst spät zu entdecken. Den Hinweis, dass es aufgrund der verfügbaren Flächen (u.a. scharaffierte Flächen) Platz gibt wurde im Endeffekt damit beantwortet, dass die Situation ggf. optimiert werden soll, indem die Querung für den Radverkehr „gerader“ wird, d.h. nicht im 90Grad-Winkel über die Ampel gefahren werden muss. Zusätzlich sollen „Buzzer“ zur Ampelanforderung. Es gab ein deutliches Stimmungsbild, dass diese Planungen befürwortet werden.

Fahrradforum: Fahrradrelevante Änderungen der StVO – Grüner Pfeil

Die Stellen, die wir im Januar im ADFC diskutiert hatten wurden verarbeitet. Z.B. am Sälzerweg wäre es leicht realisierbar. Bahnweg/Südbahnhofstraße nehmen wir Abstand, aufgrund der Situation Mischverkehr und dass der Bereich demnächst generell überplant wird. Verwaltung ist dran dies zu regeln. Einhellige Einschätzung von ADFC- und Verwaltungsseite, dass der Rahmen der StVO hierfür viel zu restriktiv ist und kaum Möglichkeiten in Aschaffenburg bietet.

Fahrradforum: Radschnellwege

Aschaffenburg-Hanau: Eine Bietergemeinschaft aus der Region hat den Zuschlag erhalten. Die Beauftragung erfolgt nun in Kürze. Frau Saary (Darmstadt) ist mit im Boot der Bietergemeinschaft, die wir aus vielen Diskussionen in der Region kennen.

ADFC fordert Radweg an AB 16 zwischen Sonneck und Industriegebiet Nilkheim

Der ADFC begrüßt die Initiativen und die Diskussion seitens der beteiligten Kommunen für die Schließung der Radweglücke zwischen Sonneck und Industriegebiet Nilkheim entlang der Kreisstraße AB 16, so Tino Fleckenstein, radverkehrspolitischer Sprecher des ADFC-Kreisverbands Aschaffenburg-Miltenberg e.V. . Dies ist umso erfreulicher, nachdem im Jahr 2014 eine solche Radverbindung seitens der Stadt Aschaffenburg abgelehnt wurde.

Da die Kreisstraße AB 16 von der Kreuzung zur B 26 bis zur Großostheimer Straße heute nicht gering befahren ist und zudem teils 70 km/h erlaubt sind, wäre es erforderlich diese Lücke zu schließen. Die Verkehrszählung aus dem Jahr 2015 weist für diese Teilstrecke annähernd 7000 Kraftfahrzeuge am Tag aus. Der Schwerverkehrsanteil liegt mit etwa 12% relativ hoch. Aufgrund des hohen Schwerverkehrsanteils und der zulässigen Geschwindigkeiten scheidet eine Führung des Radverkehrs im Mischverkehr aus. Hierzu hat sich die Forschungsgesellschaft für Straßenverkehr (FGSV) in ihren Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 2010) eindeutig positioniert, dass bei Straßen mit diesen Verkehrsbelastungen eine sichere Radverkehrsanlage erforderlich ist (vgl. ERA 2010, Seite 18 Tabelle 8 und Seite 20 Punkt 2.3.5).

Bei dieser Radverbindung geht es nicht nur um die Anbindung zwischen Stockstadt und  Großostheim, sondern auch um die Verbindung zum Industriegebiet Nilkheim. Übergreifend wäre das Netz zu vervollständigen, um die Grundlage für eine Akzeptanz durch Radfahrer zu schaffen. Über das Industriegebiet Nilkheim sind sowohl die Stadt Aschaffenburg als auch  der Mainradweg einfach zu erreichen. Im Verlauf des Mainradweges besteht im Weiteren eine Anbindung an die Gemeinden Niedernberg oder Großwallstadt im Landkreis Miltenberg. Neben dem Freizeitverkehr ist die Anbindung des Industriegebietes Nilkheim mit seinen vielen Einpendlern wichtig für eine alltagstaugliche und sichere Radverbindung. In der vom Landkreis Aschaffenburg veröffentlichten Grundstruktur Radwegenetz ist diese Verbindung ebenso dargestellt.

Die seitens der Marktgemeinde Großostheim in Umsetzung befindliche Radverbindung vom Sonneck ausgehend zum Siedlerweg erfüllt diese Anforderungen nicht. Sie stellt eine Ergänzung zur direkten Anbindung von Großostheim dar.

Die bestehende Route von Stockstadt-Industriestraße nach Nilkheim-Industriegebiet weist deutliche Belagschäden und im Bereich der Industriestraße Stockstadt ebenso starke Verkehrsbelastungen bei fehlenden Radverkehrsanlagen auf und ist demnach keine Alternative.

Der ADFC freut sich auf die Diskussion im Fahrradforum der Stadt Aschaffenburg. Dort wird dieser nachdrücklich einen Radwegbau an dieser Stelle entlang der AB 16 fordern.

Anträge des ADFC an die Stadtverwaltung: Südbahnhofstraße

Die Südbahnhofstraße ist eine Hauptverbindung 1. Ordnung gemäß Radverkehrskonzept und stellt aufgrund der vorhandenen Schulen, Geschäften und anderen Einrichtungen eine wichtige Verbindung dar. In einem Antragsschreiben an die Verwaltung zu verschiedenen Themen, hat dies der Vorstand des ADFC aufgegriffen.

In der Südbahnhofstraße (HV 1) soll beidseitig ein Schutzstreifen markiert werden. Ggf. sind Parkstände, die an dieser Stelle eine Führung über Schutzstreifen verhindern, zu entfernen (z.B. im Bereich des ehem. Fahrradladens Heeg).

Die Fahrbahnbreite ermöglicht es in der Südbahnhofstraße problemlos Schutzstreifen zu markieren und damit auf günstigem Wege die Bedingungen für den Radverkehr zu verbessern. Bei einer gegebenen Belastung durch den Kraftverkehr von 8.200 Fahrzeugen pro Tag (2018) und einer zulässigen Geschwindigkeit von 50 km/h dürfte diese im Belastungsbereich II gemäß ERA 2010 Tabelle 8, Seite 18, liegen. Damit wären Schutzstreifen vorzusehen bzw. Führungen in Kombination mit Gehweg/Radfahrer frei. Letzteres scheidet aber aufgrund der Gestaltung und mangelnder Breiten der Gehwege faktisch aus, unter anderem im Bereich der drei Bushaltestellen .

Im Vortrag der Maria-Ward-Schule im letzten Fahrradforum vom 16.10.2010 wurde ebenso auf die Südbahnhofstraße eingegangen. Nachdem diese Straße eine direkte Verbindung zur Maria-Ward-Schule darstellt, hat diese eine entsprechende Bedeutung im Schulverkehr. Darüber hinaus befinden sich dort ein Nahversorgungszentrum (verschiedene Supermärkte), der Südbahnhof, die Stadtwerke und verschiedene andere Einrichtungen, die mit dem Fahrrad ebenso zu erreichen sind (siehe Anlage 4.1 Radverkehrskonzept).

Die Südbahnhofstraße ist im RVK auf ganzer Länge als Hauptverbindung erster Ordnung ausgewiesen (RVK, Anlage 4, Karte 2). Dort sollte dann folglich eine Führung des Radverkehrs im Sinne der ERA 2010 existieren (vgl. 3.2. Radverkehrskonzept Seite 12).

Die Parkstände, welche abschnittsweise heute z.T. einen erheblichen Anteil des Straßenraumes in Anspruch nehmen, wären dort zu entfernen. Diese wirken nicht nur für den Radverkehr, sondern auch für den ÖPNV behindernd.

Kurzbericht vom Fahrradforum 16.10.2020

Nach längerer Corona-bedingter Pause traf sich am 16.10.20 das Fahrradforum der Stadt Aschaffenburg zu einer Sitzung. Die wesentlichen Punkte haben wir wie folgt zusammengefasst:

Neue Personalien

Herr Altemeyer-Bartscher wurde als neuer Leiter des Stadtplanungsamtes eingeführt. Zusätzlich wurde im Tiefbauamt ein neuer Mitarbeiter mit Schwerpunkt Radverkehr eingestellt.

Unfallentwicklung

Die Anzahl der Radunfälle mit zuletzt 88 im Jahr 2019 ist rückläufig. Bei neun Radunfällen spielte Alkohol eine Rolle. Eine dominante Grüße haben auch sogenannte Alleinunfälle bei denen kein weiterer Verkehrsteilnehmer beteiligt ist. Im Bereich der Kreuzung Mörswiesenstraße/Hanauerstraße gab es einen tödlichen Radunfall. In 2020 sind es schon zwei Radunfälle mit Todesfolge (Sturz am Mainradweg, Vorfahrt missachtet an der Erlenmeyerstraße.

Schulwegsituation

Zunächst stellten Schülerinnen der Maria-Ward-Schule eine Präsentation vor, in der verschiedene Radschulwegsituationen beleuchtet und Änderungsvorschläge gemacht wurden. Hierzu zählten.

  • Südbahnhofstraße: Einrichtung eines Radverkehrsanlage in Form eines Schutzstreifens oder eines Radfahrstreifens.

  • Kleine Schönbuschallee: Belagoptimierung und Beleuchtung. Dunkelheit als wesentlicher Punkt bei Radwegsicherheit

www.mwsab.de/Default.aspx

Nachfolgend folgten die Vorschläge des ADFC, die der AK Kommunal ausgearbeitet hatte. Hier konnte darauf verwiesen werden, dass erst im September eine Kinderfahrraddemo mit 170 Beteiligten in Aschaffenburg stattgefunden hat.

Neuerungen im Radwegenetz

Die 800.000 € im Haushalt 2019 konnten voll ausgeschöpft werden. Die Verwaltung stellte die wesentlichen Neuerung im Radwegenetz vor. Das eine Projekt war die Asphaltierung des Radweges entlang der Aschaff zwischen Dorfstraße und Dyroffstraße. Weitere Punkte in der Präsentation des Stadtplanungsamtes unter

https://www.aschaffenburg.de/Buerger-in-Aschaffenburg/Strasse-und-Verkehr/Radverkehr/Neuigkeiten/DE_index_4742_74730.html

Diskussion Luitpoldstraße Abschnitt Treibgasse - Friedrichstraße

Der Radfahrstreifen von der Treibgasse bis Friedrichstraße unter Wegfall des Rechtsabbiegestreifens wurde sehr kritisch gesehen. Unter anderem durch die Verkehrsbetriebe, die situativ einen Rückstau befürchten, in dem dann die Busse stehen bleiben. Hierzu wurden verschiedene Ansätze diskutiert, von der Fortführung der Umweltstraße bis zur Rücknahme des geplanten Radfahrstreifens war alles dabei. Folglich will man es erst einmal beobachten. Die Diskussion dazu wird nach der Umwandlung der Luitpoldstraße im Bereich Stadthalle/VHS mit Sicherheit geführt werden.

Radweg Ringstraße asphaltiert – Einwendung des ADFC wegen Bewuchs und fehlender Sichtachsen.

Asphaltiert wurde auch der Radweg entlang der Ringstraße zwischen Bahnweg und Hefner-Alteneck-Straße. Hierzu führte der ADFC-Vertreter an, dass dieser Radweg nun „schneller“ sei. Als Hinderlich zeigen sich der in Fahrbahn hineinragende Bewuchs (Stand 21.10.: bis zu 1 m(!)) und die zum Teil fehlenden Sichtachsen. Dem wurde entgegengehalten das ein Rückschnitt der Hecke der Naturschutz entgegensteht und es mit der Asphaltierung dieses Radweges Diskussionen gegebenen hat.

Demnach soll die Freihaltung der Sichtfelder es ermöglichen, Gefahren an Streckenabschnitten (z.B. Begegnungsverkehr) (…) rechtzeitig zu erkennen und kontrolliert darauf reagieren zu können.

Es ist nicht ergründlich von welchen Motiven einige Gegenredner zu dem Anliegen geleitet waren. Die Sicherheit des Radverkehrs, die Antrieb des Fahrradforums in seiner Arbeit sein sollte, gehört nicht dazu.

Planung Kreisverkehr Würzburger Straße und Hofgartenstraße

Grundsätzlich ist die Planung zu begrüßen, nach der auf der Hofgartenseite ein 2 m breiter Radfahrstreifen installiert wird. Nach dem Kreisverkehr soll es einen 1,5 m breiten Schutzstreifen geben, der dann in die freigegebene Busspur überführt wird. Positiv ist zudem, dass die Radwegquerung nun in einen regelkonformen Abstand zum Kreisverkehr gelegt werden soll.

Die Radwege im Umlauf des Kreisverkehrs zur Würzburger und Hofgartenstraße begleitend zu den Fußgängerübergängen erhalten eine rote Einfärbung im Zweirichtungsbetrieb. Problematisch ist aus Sicht des ADFC die generell höhere Unfallwahrscheinlichkeit durch eine Bevorrechtigung an dieser Stelle (vgl. Bondzio, Seminar Knotenpunkte und Kreisverkehr, 30.03.2017, Folie 5). Situativ ist die vorhergehende Gefällstrecke in der Grünewaldstraße kritisch zu sehen. Zusätzlichen Maßnahmen zur besseren Darstellung wie Aufpflasterung oder Haifischzähne wurden nicht zugestimmt.

Die Einfahrten in den Kreisel wären gemäß ERA 2010 Kap.4.5.2 und KV Kap.2.2 mit den Regelbreiten 3,25 m bis 3,50 m statt 3,75 m / 4,00 m und die Ausfahrten 3,50 m bis 3,75 m statt 4,00 m / 3,90 m vorzusehen gewesen, damit Radler und KFZ hintereinander und fahren und nicht auf engem Raum gefährlich nebeneinander fahren können. Zugunsten des Busses wurde dies übergangen. Auch der Vorschlag des ADFC die Busspur umzuwandeln in einen Radfahrstreifen mit Busfreigabe wurde abgelehnt. Dies ist z.B. in Münster oder Mannheim Praxis.

Folglich der Punkte, insbesondere der Querungssituation Hofgartenstraße, hat sich der ADFC enthalten und hier die Zustimmung letztenendes verweigert. Die Verkehrsbetriebe hatten eigene Bedenken und haben gegen die Planung gestimmt.

Planung Doppel-Kreuzung Adenauerbrücke/Obernauer Str./Fischerhohle/ Bahnweg

Auf der Obernauer Straße erhält der Radverkehr eine Führung auf der Fahrbahn. Die bisherige Rechtsabbiegerspur zum Bahnweg entfällt. Die vorgesehene Aufstellfläche stadteinwärts wird auf Wunsch des ADFC von 3 auf 5 m Tiefe vergrößert. Stadtauswärts werden die Radwegfurten an den Rampen zur Adenauerbrücke näher an die Fahrbahn herangebracht. Der aus Ringstraße von Norden kommende Verkehr erhält bei der Ausfahrt über die Obernauer Straße ein Stoppschild. Die Planung, die deutliche Verbesserungen für den Radverkehr bringt, wurde einstimmig befürwortet.

Diskussionspunkt war hierbei die Einrichtung von Kreisverkehren. Für die Auffahrt Adenauerbrücke wurde statt der Ampelkreuzung ein Oval als Kreisverkehr diskutiert. Dies wurde als teure Lösung gesehen, die auch nicht Vorteile für den Radverkehr bringt. Anders sieht es mit der Kreuzung Bahnweg/Südbahnhofstraße aus. Hierzu wünschte eine Mehrheit eine Prüfauftrag über die Möglichkeiten diese in einen Kreisverkehr umzuwandeln.

 

ADFC beantragt mehrere Punkte für das Fahrradforum

Für die nächste Sitzung des Fahrradforums hat der ADFC folgende Tagesordnungspunkte beantragt:

Sachstand Verkehrsberuhigung Innenstadt/Umsetzung Radverkehrskonzept

Hierzu wurde nun die „V1Plus“ beschlossen. Erste punktuelle Maßnahmen befinden sich aktuell in der Umsetzung. In einem Sachstandsbericht sollten die Planungen für die nächsten Jahre kurz dargestellt werden und inwieweit das Radverkehrskonzept hiervon berührt ist. Insbesondere der Stand zu

Weissenburger Str.

Deschstr./Platanenallee

ist hierbei von Interesse.

Sicherheit auf Radwegebeziehungen zu Schulen – insbesondere mit Blick auf die aktuelle Situation (Corona)

Am 19.9.2020 hatte eine Kinderfahrraddemo in Aschaffenburg mit 170 Teilnehmern stattgefunden. Seit der generellen Schulöffnung zeigen sich aktuell deutliche Entwicklungen gerade in der morgendlichen Verkehrssituation im Zulauf zu den Schulen. Für den Bereich der Mainbrücken Ebertbrücke und Adenauerbrücke, sowie der Verbindungen ins Schulzentrum schlägt der ADFC verschiedene Maßnahmen vor.

Fahrradklimatest – Werbemaßnahmen seitens der Stadt

Situation Falschparken auf Rad- und Fußverkehrsanlagen

Bodenpiktogramme "Nicht benutzungspflichter Radweg"

Mittlerweile ist in Aschaffenburg an verschiedenen Stellen ein Bodenpiktogramm mit Radfahrer und Fußgänger, getrennt durch einen waagrechten Strich, vorzufinden. Was bedeutet dies?

Nach Anweisung des StMI vom 30.01.2018 - Vollzug der StVO; Kennzeichnung gemeinsamer Geh- und Radwege ohne Benutzungspflicht - ist das dargestellte Piktogramm auf dem Geh- und Radweg zu markieren. Es handelt sich um eine Abwandlung des Verkehrszeichens 240, jedoch ohne umschließenden Kreis und ohne farbige Hinterlegung. Radfahrer dürfen diesen Weg benutzen, müssen es aber nicht. Eine Benutzungspflicht ist damit nicht angeordnet.

Beteiligungsprozess zur Verkehrsberuhigung läuft noch - Bitte beteiligen!

Nach der Veranstaltung der Stadt Aschaffenburg vom 25.11.19 wurde eine Online-Plattform gestaltet. Mit der V2 liegt eine Variante vor, welche auf einen Vorschlag des ADFC zurückgeht.

 

Insgesamt gibt es folgende Konzepte:


Konzept 1 – Tempo 30

Konzept 2 – Einbahnstraßenring

Konzept 3 – Umweltzone / Unterbrechung

Konzept 1+ – Kombinationsvariante

In diesem Beteiligungsprozess wäre es wichtig, dass viele Mitmachen, die nicht das Auto als Maß aller Dinge sehen. Wichtig wären viele Äußerungen von Menschen, die sich mit Rad, zu Fuß oder mit dem ÖPNV in der Stadt bewegen und ihre Sicht darstellen sollten. Eine starke Beteiligung wäre auch ein Zeichen für die Teilnahme der Bürger/innen an demokratischen Prozessen und gegen die rückwärtsgewandten Stimmungen. Wie sich bei der Diskussion um die Miteinanderzone gezeigt hat, haben sich dort die Gegner des Radverkehrs deutlich positioniert. Die Online-Plattform ist aufzurufen unter

 

https://www.verkehrsentwicklung-ab.de/.

 

Diese gilt es nun zu nutzen. Es geht um nichts geringeres als die Zukunft der Stadt. Nur wenn diese für die Menschen attraktiv ist und bleibt, wird diese als EInkaufsziel oder Lebensort angenommen.

Veranstaltung der KI zur Innenstadt - Tino Fleckenstein vertritt ADFC auf Podium

Eine gelungene und sehr gut besuchte Veranstaltung am letzten Donnerstag. Zumindest aus der Veranstaltung heraus ein klares Stimmungsbild: der Status Quo, der mit einer V1Plus fortgeschrieben würde, kann nicht die Lösung sein. Unabhängig welche Variante gewählt wird: die BürgerInnen, insbesondere aus der Innenstadt, wollen eine klare Veränderung der Situtation und wollen mehr Platz zum Leben und saubere Luft.

 

Die Varianten wurden ja auf der KI-Veranstaltung vorgestellt. Dabei wurden zusätzliche Aspekte seitens VCD und ADFC angeführt. Manchmal ist es ja auch so, dass die Referenten auch etwas "mitnehmen". Klarer Signal von allen, auch jenseits der KI: es muss deutlicher hin zu einer Verkehrswende gearbeitet werden, als mit einer V1/V1Plus, auch betreffend V2 sind ja noch keine "kompensatorischen Maßnahmen" definiert worden. Wir haben auch zur Kenntnis genommen, dass größere Teile der Gesellschaft einen Wechsel wollen, siehe auch FFF in Aschaffenburg 20.09. - wenn es schon die große Politik nicht hinkriegt, dann sollten wir unsere Möglichkeiten auf lokaler Ebene ausschöpfen. Hier müssen wir mehr machen als nur ein Paar Autos hin- oder herzuschieben.

 

Hier die Präsentation des ADFC vom 14.11.2019.

 

 

 

Fahrradforum 11.10.2019 zu RS Aschafftal und Innenstadtberuhigung

Bericht Fahrradforum 11.10.2019

Im Fahrradforum am 11.10.2019 wurden zwei wesentliche Themen behandelt. Zum einen war dies der Anschluss an den geplanten Radschnellweg Hösbach – Aschaffenburg und die weitere Vorgehensweise mit der Verkehrsberuhigung Innenstadt Aschaffenburg. Daneben wurde noch das Projekt Bike Citizens vorgestellt.

Fahrradstraße Deutsche Straße als Anschlussroute für Radschnellweg

Neben den Alternativen Elsässer Straße und Schönbornstraße–Auhofstraße wurde klar von allen Beteiligten die Deutsche Straße präferiert. Dies deckt sich nur mit der fachlichen Einschätzung, in der diese die meisten Punkte erzielte, sondern deckt sich auch mit einer auf Facebook lancierten Umfrage des ADFC.

Das Ergebnis der Umfrage zeigt bei rund 30 Teilnehmern eine klare Richtung an: Elsässer Straße wird heute eher nicht genutzt. Die Hauptrolle für die Anbindung nach Goldbach spielen die Deutsche Straße und der Weg entlang der Fasanerie. Bei einer Optimierung der Deutschen Straße für den Radverkehr dürften Radfahrer aus der Fasanerie-Route auf die Deutsche Straße wechseln.

Abschnitt Deutsche Straße – Unterführung zur Lache

Eine geradlinige Unterführung an dieser Stelle zur Lache wurde unabhängig von der Fragestellung Radschnellweg begrüßt. Nachdem dies noch im Landkreis liegt, müssten dazu dort die Entscheidungen getroffen werden.

Einen baulichen Ausbau des Radweges hielten wir angesichts der geringen Verkehrsstärken auf dem Lufthofweg für verzichtbar. Stattdessen wollten wir eine Prüfung, ob diese Strecke aufgrund hoher Radverkehrsfrequenz zusätzlich als Fahrradstraße ausgewiesen werden könnte. Dies wäre die logische Fortsetzung der Fahrradstraße Deutsche Straße. Gleichermaßen würde Tempo 30 gelten. Hier kam der Vorschlag von der Verwaltung auf der Nordseite dieses Abschnittes einen baulich getrennten Zweirichtungsrad (Kleingärten) zu errichten. Dies wurde allgemein als Prüfvariante mitgenommen.

Abschnitt Deutsche Straße

Die Bevorrechtigung der Fahrradstraße an den Knoten wurde allgemein begrüßt. Die Umschilderungs- und Markierungsmaßnahmen dürften sich in einem überschaubaren Kostenrahmen bewegen.

Eine gesonderte Radverkehrsanlage neben der Deutschen Straße an der Bayernstraße bis Hohenzollernring stieß unsererseits und seitens der Naturschutzbehörden aufgrund der damit verbundenen erheblichen Eingriffe in die Natur auf deutliche Ablehnung. Heute arrangieren sich dort Radfahrer und Autofahrer.

Unsererseits erfolgte die Eingabe ob bei einer durchgängigen Gewährung von Vorfahrt über die gesamte Strecke zu prüfen ist, ob nicht ein Abschnitt der Deutschen Straße nur für Anlieger freigegeben wird. Dies wurde andernorts für Fahrradstraßen so geregelt. Der Sachverhalt soll beobachtet werden, bevor es so geregelt wird.

Wichtig sind auch die Belagschäden, die behoben werden müssen. Bei Fortführung des Radschnellweges an dieser Stelle müssen ebenso die "Berliner Kissen" in der Deutschen Straße entfernt werden.

Abschnitt Querung Ringstraßenradweg

Der Bereich mit Querung Ringstraßenradweg stellt aus unserer Sicht einen Verteilknoten dar. In diesem als Grünanlage definierten Bereich zusätzliche Radverkehrsanlagen baulich anzulegen wirkt dem Charakter des Gründeckels entgegen. Eingebracht wurde verschiedene Konfliktpunkte zu entschärfen, insbesondere bei schlechten Sichtbeziehungen u.a. Bewuchs entlang des Weges entlang der Großmutterweise zur Querung Lindenallee.

Abschnitt Deschstraße

Hier wurden verschiedene Varianten diskutiert mit Schutzstreifen, Radfahrstreifen, Einrichtung Fahrradstraße, teils mit Wegfall von Parkständen und Eingriffen in den Bereich Großmutterwiese.

Vom ADFC wurde die Führung als Fahrradstraße eindeutig präferiert. Dies würde auch negative Eingriffe in die Natur und Fußverkehrsanlagen vermeiden. Seitens der Straßenverkehrsbehörde wurde die Fahrradstraße auf Basis der rechtlichen Bedingungen als schwierig eingeschätzt. Dies soll bis zu nächsten Sitzung geprüft werden.

Erforderlich ist im Rahmen der Maßnahmen die Belagsqualität in der Deschstr. zu verbessern.

Abschnitt Platanenallee

Die Vorfahrtregelungen zum Kreisverkehr soll geändert werden, so dass Busse und Radfahrer priorisiert sind. Eine Verbreiterung der Schutzstreifen auf 1,70 m wird auch unsererseits befürwortet. Angesprochen wurden unsererseits auch die Senkrechtparkstände in der Platanenallee die sowohl für Fahrradfahrer als auch für den ÖPNV ein Unfallrisiko darstellen. Hier wäre zu prüfen, ob die Flächen nicht anderweitig genutzt werden könnten. Mögliche Alternative wäre es hierbei die Senkrechtparker in Längsparker umzuwandeln und anschließend dahinter auf den frei werdenden Flächen Fahrradabstellanlagen zu errichten oder die Flächen zu begrünen. Bei steigenden Radverkehrsanteilen wie aktuell im Stadtbild ersichtlich wird auch hierzu der Bedarf an Abstellanlagen steigen. Alternativ wäre ein Wegfall der Stellplätze zu überlegen.

Nicht mehr diskutiert wurde aufgrund der fortgeschrittenen Zeit der Vorschlag für Weiterführung Richtung Bahnhof auf einer neuen Route:

Ab der Deschstraße gäbe es auch die Möglichkeit einen Schwenk Richtung HBF durch die Ernsthofstraße zu machen. Nachdem alle Querungen Viadukt – Glattbacher Überfahrt – Müllerstraßenviadukt so ihre Schwächen haben (Siehe Schreiben des ADFC vom 20.11.2017), wäre eine gesonderte Querung der Bahn über eine neue Brücke oder Unterführung in Verlängerung der Kolbornstraße möglich.

Verkehrsberuhigung Innenstadt

Hierzu wurden die verschiedenen Varianten V1, V1Plus, V2 (ADFC-Innenstadtring) und V3 (Umweltzonen) kurz vorgestellt. Beabsichtigt die Bürgerbeteiligung in Form einer Online-Plattform im November stattfinden zu lassen. Hierzu ist es Absicht mehr Leute zu erreichen, als "die üblichen Verdächtigen", die zu Sitzungen etc. Erscheinen.

Bike Citizens

Die App Bikecitizens wird vorgestellt. Die Absicht ist darüber Informationen über die Radnutzung in Aschaffenburg zu finden. Wichtig wäre dann eine Mindestzahl von Nutzern zu finden. Dies wird von Teilen kritisch eingeschätzt, aufgrund datenschutzrechtlicher Themen. Thema wird noch mal geprüft.

 

Radtour zu den popup-Gärten in Damm

"Nur die Harten kommen in den Garten!"

Bei Regen trauten sich fünf Radfahrer/-innen bei Regenwetter ab dem Dämmer Tor zu den popup-Gärten, einem auf den Juni zeitlich beschränkten Aufbau in Aschaffenburg - Damm/Mittelstraße. Die Stadt möchte hierbei ein Zeichen setzen, wie diese Bereiche im Rahmen einer Neugestaltung aussehen könnten. Dieses Projekt gehört zur Reihe "Sommer in Aschaffenburg". Wir radelten im Rahmen des Stadtradelns Aschaffenburg dorthin.

Die Stadt baut im Zentrum von Damm „Minigrünflächen auf Zeit“, sogenannte POP-UP-PARKS auf. Diese Minigrünflächen sollen einen ersten Eindruck auf die Umgestaltungsmöglichkeiten des Michaelplatzes in Damm vermitteln und zeigen, welchen Wert Grünflächen und Platzgestaltung innerhalb der versiegelten Bebauung entwickeln können. Die Minigrünflächen stehen an beiden Standorten den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung.

Aufgrund des recht nassen Wetters kommentierten wir dies mit "Nur die Harten kommen in den Garten!".

 

ADFC und VCD verteilen 200 Gelbe Karten an Falschparker in der Innenstadt - in 100 Minuten!

Jeweils ein Zweier-Team des Verkehrsclub Deutschland (VCD) und des Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) verteilten am (vergangenen) Samstag den 27.04.2019 in der Zeit von 11:30 – 13:00 Uhr „Gelbe Karten“ an Falschparker in der Innenstadt. Es genügten weniger als zwei Stunden, um über 200 Gelbe Karten hinter Scheibenwischer zu klemmen. Dies entspricht bildlich der Menge an Kraftfahrzeugen, die in halbes Parkhaus passen.

Nur bei zwei Fahrzeugen waren dort auch Strafzettel zu finden und die wurden bereits in den frühen Morgenstunden ausgestellt, teilte der VCD-Vorsitzende Klaus Mark mit. Autos aller Klassen standen stundenlang in Feuerwehrzufahrten, auf Busspuren, Gehwegen in verkehrsberuhigten Bereichen, auf Gehwegen und Radwegen. Manchmal sind Fahrzeuge im Verlauf der Aktion später an anderen Stellen aufgefallen oder waren zu Anfang und zum Ende der Aktion immer noch behindernd abgestellt. So z.B. im Einfahrtsbereich der Frohsinnstraße von der Elisenstraße kommend, welcher als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen ist. Ohne Interesse sind auch zeitliche Einschränkungen wie im Roßmarkt. Dort konnten eine Reihe von Fahrzeugen den Rad- und Fußverkehr außerhalb der zugelassenen Zeiten behindern, ohne dass dies Konsequenzen gehabt hätte.

Viele Anwohner, Fußgänger, Cafebesucher brachten ihren Unmut über die Falschparker zum Ausdruck. Und darüber, dass trotz der Personalverstärkung in der Verkehrsüberwachung keine Verbesserungen eingetreten sind. Während der Aktion waren den Mitwirkenden übrigens auch keine Mitarbeiter der Verkehrsüberwachung begegnet.

Bereits im Fahrradklimatest des ADFC wurde Aschaffenburg in der Kategorie Falschparken auf Radverkehrsanlagen mit Note 4,8 sehr schlecht bewertet. Dies konterkariert viele gute Ansätze der Radverkehrsförderung in Aschaffenburg, so Tino Fleckenstein vom ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V..

So entsteht oder verstärkt sich bei vielen der Eindruck, dass die Stadt nicht willens ist, ihre Aufgaben bei der Verkehrsüberwachung zu erfüllen, was übrigens gemäß Artikel 57 der Gemeindeordnung zur Herstellung von Sicherheit und Ordnung ihre Pflicht wäre.

Vielleicht sind die Verantwortlichen in Politik und Einzelhandel immer noch der Meinung, Autofahrer sind die besseren Kunden und nur wenn Sie bis vor die Ladentheke fahren können klingeln die Kassen. Anders ist es nicht zu erklären, dass seit über hundert Tagen sechs weitere Verkehrsüberwacher ihren Dienst tun, ohne sichtbare Ergebnisse.

Wurde Personal etwa nur eingestellt, um den Anschein konsequenten Handelns zu erwecken und ansonsten so weiter zu machen wie bisher?

Ach ja… das Angebot, samstags kostenlos mit dem Bus in die Stadt zu fahren. Solange Autohalter ohne Bedenken die Innenstadt mit ihren Karossen blockieren können, ist der begleitende verkehrspolitische Rahmen dafür nicht optimal gesetzt. Falschparken auf der Busspur bedeutet nichts anderes als die Behinderung der Vielen durch das Fehlverhalten von Wenigen.

ADFC und VCD werden weiter auf die Verkehrswende hinarbeiten, die ohne konsequenten Politikwechsel nicht möglich ist.

ADFC für Probephase V2 (Einbahnstraßenregelung Innenstadtring) und deutliche Verkehrsverlagerung

Für die Zeit nach dem Ringschluss wurde eine größere Umgestaltung der Innenstadt zu mehr Aufenthaltsqualität und Menschenfreundlichkeit zugesagt. Dies fordern wir heute als ADFC ein. Eine Geschwindigkeitsreduktion ist nicht ausreichend.

Im Verkehrsentwicklungsplan wurde eine Plafondierung des motorisierten Individualverkehrs festgelegt. Dieses Ziel wurde definitiv nicht erreicht. Hier sehen wir einen größeren Handlungsbedarf als die Festlegung von Tempo 30. Dies begrüßen wir jedoch als ersten Schritt. Wir fordern eine deutliche Verlagerung des Verkehrs auf den Umweltverbund (ÖPNV, Fahrrad, Fußgänger). Demzufolge müssen Verkehrsflächen zugunsten des Umweltverbundes und der Aufenthaltsqualität neu verteilt werden.

Für die Dauer von z.B. einem Jahr könnte dies ohne größeren Aufwand, nur durch das Aufstellen von Verkehrszeichen und ohne Markierungsarbeiten erreicht werden. Vor vielen Jahren gab es bei der Einführung der Kreisverkehre einen Probezeitraum – und diese wurden dann zur erfolgreichen Dauereinrichtung. Die Verkehrsmengen könnten dabei im laufenden Betrieb getestet werden, um Auswirkungen auf Ring oder Nebenstraßen zu ermitteln.

Tempo 30 begrüßenswert

Innerhalb des Rings Tempo 30 einführen zu wollen – soweit rechtlich möglich - wird durch den ADFC begrüßt. Eine kooperative Verkehrskultur kann sich bei Tempo 30 deutlich besser herausbilden als bei höheren Geschwindigkeiten. Respekt und gegenseitige Rücksichtnahme der verschiedenen und ganz unterschiedlich schnellen Verkehrsteilnehmer wird gefördert.

Die Geschwindigkeitsdifferenz zwischen Rad- und Kfz-Verkehr ist bei Tempo 30 deutlich geringer. Das beeinflusst das subjektive Sicherheitsempfinden der Radfahrenden positiv und nimmt vielen Menschen die Angst, das Fahrrad im Alltag zu benutzen.

Dass die Durchschnittsgeschwindigkeit jedoch die genannten Verlagerungseffekte erreicht, erscheint zweifelhaft. Die Verlagerung von zwei Dritteln des Durchgangsverkehrs erscheint uns sehr optimistisch.

Fehlt: Umverteilung Verkehrsflächen – ist noch nachzuholen

Wir sehen jedoch mit dem Ergebnis des Planungs- und Verkehrssenates vom 19.03.19 nicht als gegeben an, dass Verkehrsflächen in der Innenstadt grundlegend umverteilt werden sollen. Hierzu hätten wir uns deutlich mehr gewünscht und sehen hierzu noch Nachholbedarf.

Maßnahmen gegen Falschparken greifen nicht

Trotz der erfolgten Aufstockung ist Falschparken in der Innenstadt ein ständig auftretendes Phänomen. Wo sind die Aktivitäten in der Dalbergstraße, dort beobachten wir ein Chaos mit ständig direkt vor dem Rathaus parkenden Fahrzeugen oder in der Frohsinnstraße. Ebenso erscheint die Nichteinhaltung der Zeitenregelung der Fußgängerzone als ständiges Thema. Hierzu erwarten wir deutlich wahrnehmbarere Aktivitäten.

Knoten Ringstraße

Maßnahmen in der Innenstadt unter dem Vorbehalt der möglichen Belastung der Ringstraße und derer Knoten zu diskutieren erachten wir als nicht zielführend.

Die Ringstraße und die Bahnparallele wurden mit einem Gesamtaufwand von ca. 160 Mio. € errichtet – um die Innenstadt und die sich dort aufhaltenden Menschen vom Verkehr und dessen Auswirkungen zu entlasten.

Die andiskutierte Ertüchtigung von den Ringstraßenknoten für den motorisierten Individualverkehr geht zu Lasten des an diesen auch stattfindenden Rad- und Fußverkehr. Betroffen sind dann der entlang der Ringstraße führende Radweg, welcher durch die bereits bestehende Priorisierung des motorisierten Individualverkehrs an diesen Knoten und die damit langen Wartezeiten heute schon deutlich unattraktiv ist. Gleiches gilt für die Radwege, welche entlang von Radialstraßen über den Ring in die Innenstadt führen.

Verkehrswende auf den Weg bringen

Bei einem Modal Split (Anteil der Verkehrsmittelnutzung für die einzelnen Wege), welcher sich bis 2013 deutlich in Richtung motorisierter Individualverkehr entwickelt hat, wäre es nun angebracht die Verkehrswende einzuleiten, die Aschaffenburg dringend nötig hat. Aktuell werden bei Entfernungen von 1-2 km schon 47 % der Wege mit dem Auto abgewickelt. 42.500 sind 0,61 Autos pro Einwohner, dies übertrifft den deutschen Mittelwert von 0,55 Autos pro Einwohner deutlich, der damit einhergehende Flächenverbrauch ist damit ebenso überdurchschnittlich.

Weitergehende Maßnahmen auf Basis nun bereitgestellter Haushaltsmittel

Gerade die nun in höherem Maße bereitgestellten Mittel für den Radverkehr ließen weitergehende Maßnahmen im Rahmen der Umsetzung zusätzlicher Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept oder Neubau/Ausbau/Asphaltierung von Radwegen zu.

Eröffnung Mainufer

Die neue Mainuferpromenade wurde am 05.04.2019 in Betrieb genommen. Der ADFC radelte mit ca. 30 Teilnehmern von der Willigsbrücke zum Treffpunkt mit der Gruppe der Fussgänger.

Fahrrad-Forum vom 05.04.2019 mit Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit

Am 05.04.2019 tagte wieder das Fahrrad-Forum der Stadt Aschaffenburg. Tino Fleckenstein nahm als Vertreter des ADFC teil. Dies war der neunte Termin, diesmal mit den Schwerpunkten Sicherheit im Radverkehr und Öffentlichkeitsarbeit.

Umsetzung Maßnahmen

Nach einem umfangreichen Bericht der Verwaltung zu erfolgten Maßnahmen wurde ein Überblick über die für 2019/2020 geplanten Arbeitsschwerpunkte gegeben. Hierzu gehören:

  • die laufende Diskussion zur Verkehrsberuhigung Innenstadt. Der zeitliche Ablauf erst im Herbst ein Fahrrad-Forum zu diesem Punkt anzusetzen wurde von KI, ADFC und VCD kritisch gesehen. Dies gilt insbesondere dafür, dass Entscheidungen im Juli auf den Weg gebracht werden, die dann hinterher mit Bürgerbeteiligung und Fahrrad-Forum diskutiert werden. Zugesagt wurde, alle drei Planungsvarianten auch dort zur Diskussion zu stellen.

  • Radweg Obernau-Sulzbach links der Bahnlinie wird asphaltiert – hierfür auch ein Teil der zusätzlichen Haushaltsmittel. Damit wird eine Gefahrenstelle beseitigt, die im letzten Jahr zu mehreren Stürzen geführt hatte.

  • Optimierung Bike und Ride – Anlagen am Hauptbahnhof in Form von Doppelstockparkern und darüber hinaus neue Anlagen an den drei anderen Bahnhöfen im Stadtgebiet. Die Stadt hat sich beim Förderprogramm der Bike+Ride-Offensive der DB angemeldet.

  • Walderfahren werden fünf Standorte in AB mit Stelen ausgestattet.

  • Bei der Wegweisung gab es Verzögerungen, da kein wirtschaftlich sinnvolles Angebot vorlag. Die neue Ausschreibung soll bis Herbst durch sein.

  • Darmstädter Straße gegenüber Realschule wird der Radfahrstreifen baulich gesichert, ähnlich „protected bike lanes“.

Diskutiert wurde die neue Ampelschaltung an der Kreuzung Ring/Schweinheimer Straße. Für den Radverkehr wurde deutlich mehr Sicherheit erreicht. Die Schaltphasen für den Autoverkehr sind ggf. optimierbar. Dies will die Verwaltung noch mal prüfen.

Einrichtung neuer Fahrradzählanlagen

Nach der Diskussion mehrerer Standort einigte man sich auf Willigisbrücke und der Ausgang Deutsche Straße als zwei neue Standorte. Beides ist sinnvoll. In der Deutschen Straße wurde eine Fahrradstraße eingerichtet, hier sind steigende Radverkehrsbewegungen zu erwarten. Beim gewählten Standort Willigisbrücke handelt es sich erstens um den Mainradweg, zweitens um eine wichtige Schulroute und drittens stellt dieser die Anbindung der beiden Stadtteile Nilkheim und Leider und des Bachgaus dar.

Kreisverkehr Würzburger Straße Hofgartenstraße

Die Planung, welche einige Verbesserungen für den Radverkehr vorsieht wurde genehmigt. Für die Ausfahrtsituation aus der Grünewaldstraße wurde einhellig festgestellt, dass es einen Querungsbedarf in Richtung Untere Würzburger Straße gibt. Ob dies mittels einer Bevorrechtigung für den Radverkehr erfolgt wird geprüft. Auch wir als ADFC hatten dies sehr kritisch gesehen (Unfallrisiken). In eine Prüfung geht auch die Breite der Kreisverkehrszufahrten, welche mit bis zu 4 m deutlich über den in der ERA 2010 definierten Sollwerten von 3,25-3,5 m liegen.

Sicherheit im Radverkehr

Die Anzahl der Radunfälle ist von über 100 auf 91 gesunken. Schwerpunkte sind u.a. der Bereich Willigisbrücke/Löherstraße, für den Änderungen schon in der Planung sind, der Verlauf der Schweinheimer Straße und die Ausfahrt Supermärkte Müllerstraße. Mit 17 Unfällen sind Pedelecs stark beteiligt am Gesamtgeschehen.

Öffentlichkeitsarbeit

Hierzu wurden von Frau Anja Elsässer Arbeitsschwerpunkte der letzten Zeit genannt:

  • Miteinanderzone – es wird dazu auch ein Trailer für Kinowerbung erstellt.

  • Stadtradeln vom 20.05. - 09.06.2019.

  • Die Verkehrssicherheitskampagne von 2018 wird wieder aufgenommen.

  • Mobilität an Schulen

  • ERASMUS-Projekt der Maria-Ward-Schule

An Schulprojekten wurden drei angegangen, nachdem 50 Schulen im Stadtgebiet angefragt wurden.

Pestalozzi-Schule: Einrichtung eines Laufbusses, auf mehrere definierten Routen gehen die Schüler/innen gemeinsam zur Schule. Eine erste Strecke ist bereits umgesetzt.

Maria-Ward-Schule: Es wurde eine Hol- und Bringzone vor der Schule eingerichtet. Damit sollen Autofahrten direkt vor den Schuleingang am Brentanoplatz reduziert werden. Dies würde die Option ggf. öffnen, dort die Fahrradstraße zu komplettieren.

Dalberg-Gymnasium: direkt vor der Schule wurde ein absolutes Halteverbot erlassen. Es wurden in einem Schulwettbewerb Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit (Plakate) erstellt. Dabei wurde der Slogan „Be cool – walk so school“ gefunden.

Im ERASMUS-Projekt der Maria-Ward-Schule wurden verschiedene Städte im Hinblick auf ihre Fahrradfreundlichkeit vorgestellt. Beteiligt waren neben MWS-Schülerinnen Gastschülerinnen aus Litauen, Italien und den Niederlanden.

Mehr dazu unter www.mwsab.de/Default.aspx

 

Anwesende Parteienvertreter:

CSU: 2 / 2

SPD: 1 / 2

Grüne: 1 / 1

ÖDP: 1/1

FDP: 1/1

UBV: 0/1

Mittel für Radverkehr im städtischen Haushalt verdoppelt.

Nach den Anträgen von SPD und Grünen, die Mittel für den Radverkehr auf 1,3 Mio. € im Jahr anzuheben, hat sich das städtische Gremium auf 800.000 € festgelegt. Dies ist eine Verdopplung und sorgt sicherlich dafür, dass die Themen aus dem Radverkehrskonzept nun schneller als ursprünglich geplant angegangen werden können. Mit mehr als 10 € pro Einwohner und Jahr nähert sich die Stadt nun dem im Nationalen Radverkehrsplan vorgesehenen Wert an.

Alexandrastraße + 100.000 Radfahrer

In der Alexandrastraße sind seit Installation der Fahrradzählanlage über 100.000 Radfahrer durchgefahren. Es zeigt sich eine stärkere Auslastung vor allem an Wochentagen. Ebenso interessant: im Winter sind die Radverkehrszahlen geringer als bei schönem Wetter, trotzdem werden in den letzten Wochen oft mehr als 500 Radfahrer am Tag gezählt. Dies belegt, dass Radverkehrsanlagen ganzjährig genutzt werden. Aufgrund der stärkeren Frequentierung an Wochen- und insbesondere Schultagen zeigt sich die der Bedarf im Alltag. Die Leute fahren nicht nur in der Freizeit, sondern auch zur Arbeit, zur Schule, zum Einkaufen, zum Bäcker oder der Apotheke an der Ecke.

 

ADFC und zahlreiche andere Gruppen beantragen Sondersitzung Fahrradforum

Der ADFC beantragt eine zusätzliche Sitzung des Fahrradforums noch in 2018 auf dem folgende TOPS beraten werden sollen:

  1. Planungen zur Innenstadt

  2. Schulisches Mobilitätsmanagement

Unterstützer des Antrages: 9

Begründung allgemein:

Die Fülle an Themen auf der Tagesordnung am 28.09.2018 zeigt deutlich, dass es erforderlich wird, zu einzelne Punkte ggf. herauszugreifen und auf gesonderten Terminen des Fahrradforums zu behandeln. Fahrradforum hat gemäß § 2 der Satzung die Aufgabe, den Stadtrat in allen den Radverkehr betreffenden Angelegenheiten und Fragen zu beraten. Dies bedeutet nicht, lediglich Vorträge der Verwaltung zur Kenntnis zu nehmen.

Begründung zu 1.:

Bereits im Zeitraum 2015/2016 wurden seitens des ADFC und anderer Gruppen Ideen zur Innenstadtentwicklung eingereicht. Seit Mitte 2017 wird an einem diesbezüglichen Gutachten gearbeitet. Die Ergebnisse desselben und die möglichen Planungen sind hochrelevant für den Radverkehr. Diese wären im Fahrradforum zu diskutieren und eine entsprechende Empfehlung auszusprechen.

Begründung zu 2.:

In der Tat ist die Tagesordnung für den 28.09.2018 relativ umfangreich. Wir halten jedoch die Entscheidung, ob Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht oder eigenständig zu Fuß/per Rad/per ÖPNV zur Schule kommen, wesentlich für die weitere Entwicklung der Verkehrsmittelwahl. Wird das Kfz von Anfang an für den Schulweg genutzt, werden damit bestehende Verhältnisse zementiert. Losgelöst von den Gesprächen mit den Schulen hatten in den letzten eineinhalb Jahren Maßnahmen ergriffen werden können. Wo ist die Kampagne gegen die „Elterntaxis“, die der ADFC angeregt hatte? Wie wir aus einer schriftlichen Mitteilung und auf telefonische Anfrage erfahren haben, wurde zwischenzeitlich thematisch weitergearbeitet. Insofern wären nun die Ergebnisse oder zumindest der Zwischenstand zu gegebener Zeit vorzustellen.

Auszug aus Satzung des Fahrradforums:

§ 2 Aufgaben

Das Fahrradforum hat die Aufgabe, den Stadtrat in allen den Radverkehr betreffenden Angelegenheiten und Fragen zu beraten. Der Stadtrat kann in allen Fragen des Radverkehrs eine Bewertung des Fahrradforums einholen. Die Tätigkeit des Fahrradforums erstreckt sich insbesondere auf die Umsetzung der Maßnahmen aus dem Radverkehrskonzept der Stadt Aschaffenburg.

§ 5 Sitzungen

(1)        Das Fahrradforum tritt nach Bedarf zusammen. In der Regel ist es mindestens halbjährlich durch die Geschäftsstelle einzuberufen. Außerdem ist es einzuberufen, wenn 1/5 der Mitglieder dies schriftlich unter Angabe der Gründe und des Beratungsgegenstandes bei dem/der Vorsitzenden oder bei der Geschäftsstelle beantragt. Die Sitzung soll innerhalb von vier Wochen nach Eingang des Antrages stattfinden.

Parking Day 2018 in Aschaffenburg

Der international bekannte Parking Day wurde nun zum zweiten Mal in Aschaffenburg am 22.09.2017 unter Beteiligung von VCD und ADFC durchgeführt. Diesmal wurden am Freihofsplatz drei Parkplätze in einen Bereich zum Aufhalten und Spielen umfunktioniert. Zu Beginn der Aktion hat sich dies als nicht ganz einfach herausgestellt, da trotz Beschilderung sämtliche Parkplätze am Samstag morgen zugeparkt waren. Nachdem die Stadt uns erst am Donnerstag die Genehmigung zugesandt hatte, obwohl wir diese schon Anfang September beantragten, hatten wir erst mal keine Handhabe. Die Polizei hat dann trotzdem einzelne Fahrzeugbesitzer informiert, so dass der Platz genutzt werden konnte.

Erstmals kam auch der kleine Brunnen auf dem Freihofsplatz zur Geltung, welcher wegen der ständigen Beparkung sonst kaum zu sehen ist.

Hier ist es erneut gelungen, was wir erreichen können, wenn wir den Parkraum für die Menschen zurückerobern. Viele Passanten reagierten positiv.

Neben einer Tischrunde mit Sitzgelegenheiten zum Verweilen und Ausruhen wurde eine Fläche mit grünem Teppich und Blumenkübeln "begrünt".  Unter dem Zelt des ADFC gab es eine Verweilmöglichkeit mit frischem Kaffee und Kuchen und nette Gespräche.

Sichtbar wurde im Laufe der Aktion der Verlust an Aufenthaltsqualität z.B. für Fußgänger. An die Parkregelungen hält sich eigentlich niemand. Feuerwehrzufahrt, Gehweg, Busspur, Bushaltestelle spielt dabei keine Rolle, ebenso die Gefährdung durch die Rangiererei. Der Stadt ist es offensichtlich egal, wie es im Herzen der Stadt aussieht und zugeht. Da daneben eine der wichtigsten Ausstiegsbushaltestellen ist, erhalten die Busnutzer aus Bachgau/Maintalebene erst mal keinen positiven Eindruck, so wie der Platz heute ausgestaltet ist. Hier wäre wesentlich mehr zu machen - warum nicht mehr grün und z.B. den Brunnen zu einer "Stadtoase" machen? Statt jahrelanger Diskussion in diversen Gremien, wäre es langsam an der Zeit die heutige Situation zu ändern. Beibehalten werden kann sie eigentlich nicht.

ADFC benennt Öffentlichkeitsarbeit und Schulwege als Themen im nächsten Fahrradforum

Wir benennen die Themen „Öffentlichkeitsarbeit“ und „Schulisches Mobilitätsmanagement“ als Tagesordnungspunkte für das nächste Fahrradforum.

 

Für die weitere Öffentlichkeitsarbeit sollte, wie im RVK vorgesehen, nun die Gruppe der Autofahrenden als Zielgruppe gewählt werden. Hierbei wären folgende Punkte denkbar:

  • Parken auf Radverkehrsanlagen, Fußwegen, verkehrsberuhigten Bereichen (z.B. Frohsinnstraße) oder Fußgängerzonen (z.B. Geschwister-Schollplatz). Dies hat in Aschaffenburg ein nicht zielführendes Niveau erreicht, wie Auswertungen des ADFC gezeigt haben. Die zugesagte Intensivierung der Kontrollen steht zudem noch aus (über Öffentlichkeitsarbeit allein wird man einige Verkehrsteilnehmer nicht erreichen). Beides (Öffentlichkeitsarbeit + Ahndung von Fehlverhalten) sind als Maßnahmenpaket zusammen umzusetzen.

  • Rotlichtverstöße (z.B. „Leiderer Lichterspiele“)

  • Überfahren Zebrastreifen (oft am Freihofsplatz)

  • Abbiegeverhalten an Knotenpunkten (Schulterblick/Rechtsabbiegen).

  • Abstand 1,50 m zu Radfahrenden – auch bei Vorhandensein von Schutzstreifen!

  • Der Punkt „Radfahren auf der Fahrbahn erlaubt“ aus der aktuellen Kampagne könnte hierbei neu aufgelegt und mehr Stellen positioniert werden.

Im Weiteren vermissen wir bis heute wirksame Maßnahmen im Feld „Schulisches Mobilitätsmanagement. Hierzu hat der ADFC bereits am 31.10.2016 schriftlich hingewiesen. Am 01.02.2017 wurde ein Termin mit Stadt und Polizei durchgeführt. Es ist aber seither keine wesentliche Veränderung der Situation der morgendlichen Bringverkehre eingetreten. Dies wäre eine weiteres Feld für die Öffentlichkeitsarbeit. Gerade der bevorstehende Schulbeginn wäre hierbei interessant.

Erste Fahrradzählstelle in Alexandrastraße in Betrieb

Nachdem die Alexandrastraße umgestaltet wurde, war es nun ein naheliegender Schritt dort die erste Zählstelle für den Radverkehr zu installieren. Am 10.08. erfolgt durch Bürgermeisterin Jessica Euler und Bürgermeister Jürgen Herzing die Freigabe. Wenige Sekunden später wurden dann auch schon die ersten Radfahrer gezählt.

Hintergrund ist die Gewinnung von Daten über einen längeren Zeitraum, um daraus Erkenntnisse für weitere Planungen zu gewinnen. Wie sich in der ersten Woche zeigt, gehen die Zählwerte bis an die 1000 Radfahrer pro Tag heran.

Link zur FAHRRADZÄHLANLAGE ALEXANDRASTRASSE

Verkehrssicherheitskampagne der Stadt Aschaffenburg

Richtiges Verhalten führt zu mehr Verkehrssicherheit. Die Stadt Aschaffenburg möchte deshalb ab Sommer 2018 eine Kampagne durchführen, die durch die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern (AGFK) als nicht-investive Maßnahme gefördert wird. Die Plakate sollen direkt vor Ort über die jeweils richtige Verhaltensweise bzw. Fahrweise informieren. Sie sollen an den bekannten Problemstellen und an Abschnitten mit aktuellen Änderungen angebracht werden.

Der Beginn ist für Ende Juli geplant und die Plakate sollen bis zum Ende der Radsaison im Oktober montiert bleiben. Danach werden Sie abgehängt. Eine Wiederholung der Aktion ist sinnvoll und wird zu Beginn der Radsaison 2019 angestrebt.
Für folgende fünf Themen gibt es fünf verschiedene Plakate:
1. Gehweg, nicht für Radverkehr freigegeben
2. Gehweg, für Radverkehr freigegeben
3. In die richtige Richtung radeln (Geisterradler)
4. Auf der Fahrbahn fahren erlaubt (Aufhebung der Benutzungspflicht)
5. Radfahren über Fußgängerüberwege

Wir als ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V. unterstützen die Kampagne, da diese ggf. dazu beiträgt Unfallzahlen zu senken und die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Wenn wir die Straße für den Radverkehr wollen und eine Umverteilung von Autoverkehr zu Radverkehr erreichen wollen, dürfen wir uns auch nicht auf den Gehweg drängen lassen (auf dem dann ganz eigene Unfallrisiken lauern).

Tour zu den Problemstellen in der Stadt Aschaffenburg

Im Rahmen des Stadtradelns 2018 hatte die Stadt Aschaffenburg am 29.06.2018 zu einer Radtour zu den Problemstellen im Stadtgebiet eingeladen. Der Radverkehrsbeauftragte Jörn Büttner diskutierte die verschiedenen Punkte auf der Radtour mit interessierten Bürger/innen und dem ADFC (Manfred Röllinghoff, Renate Gernhardt, Tino Fleckenstein).

Folgende Punkte wurden dabei besucht:

- Dalbergstraße/Willigisbrücke - Situation bei Fahrt in die Stadt, insbesondere Schüler.

- Radwegsituation rund ums Schulzentrum.

- "Leiderer Lichterspiele" und Engstelle Radweg Ebertbrücke zur Kreuzung.

- Adenauer Brücke und Anbindung an Radweg Spessartstraße.

- Falschparker auf Radfahrstreifen Spessartstrße nahe Haltestelle Bavariastraße (Dauerzustand).

- Brentanoachse - Sichtachsen Kreuzung Ringstraßenradweg und Befahrung durch PKW im Bereich Mattstraße

Die Themen zu denen Vorschläge der Verwaltung vorgelegt wurden, sollen im nächsten Fahrradforum diskutiert werden.

Stadt Aschaffenburg testet Lastenrad

Ehrgeizige Klimaschutzziele und wachsendes Verkehrsaufkommen im städtischen Güterverkehr machen die Entwicklung und den Test neuer Belieferungskonzepte auf der „letzten Meile“ notwendig. Hier ist jetzt die Stadt Aschhaffenburg dabei und hat sich letzten Herbst nach erfolgreicher Bewerbung als Stadtplanungsamt und Umweltamt ein Lastenrad von 23. Mai bis 23. September gesichert.

Das Projekt „Lastenradtest“, welches vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert wird, dient dazu Testerfahrungen im Einsatz von Lastenrädern zu sammeln und wissenschaftlich auszuwerten.

Nach Abschluss der Probefahrten und Plakatierungen fürs STADTRADELN wird es ab nun für alle Mitarbeiter in der Stadtverwaltung freigeschaltet. Das bedeutet, alle Mitarbeiter können sich das Lastenrad im Outlook zu Ihren Terminen dazu einladen (wenn es noch frei ist) und es dann abholen und nutzen. Das Lastenrad steht einsatzbereit im Fahrradkeller vom Rathaus.

Ladegerät, Schlüssel, Handy, Display dafür werden in der Poststelle ausgegeben, ebenso wie die Autoschlüssel auch.

Auf dem Handy ist die Projekt-App installiert. Jede Dienstfahrt wird aufgezeichnet und nach der Fahrt müssen ein paar kurze und einfache Fragen über vorgegebene Optionen beantwortet werden:

- Zweck der Fahrt?

- Wie voll war das Lastenrad?

- Welches Verkehrsmittel hätten Sie ohne Lastenrad benutzt?

- Würden Sie bei Wahlfreiheit wieder das Lastenrad benutzen?

Für die Plakatierungen war das wirklich sehr hilfreich. Es wurden über 80 Plakate vom STADTRADELN aufgehängt im Stadtgebiet, primär natürlich an den Radrouten. Sehr viele Stellen wären ohne Lastenrad nicht so einfach oder flexibel anzufahren gewesen.

Schönbusch - Piktogramm RADFAHRER ABSTEIGEN wurde entfernt.

Das Piktogramm in der kleinen Schönbuschallee, nach welchem Radfahrer schieben sollten, wurde entfernt. Damit ist nun zumindest klargestellt, dass diese Radroute genutzt werden kann. Im Klein-Klein der Anlagenvorschriften, welche an dieser Stelle hängen, ist dies zwar anders dargestellt, hat aber keine praktische Bedeutung.

Auch wurde klargestellt, dass Radfahrer auf dem äußeren Fahrweg toleriert wird, solange der Radweg südlich des Schönbusch nicht gebaut ist.

Pressemitteilung zum Dooring-Unfall durch Falschparker Würzburger Straße

Der ADFC weist Forderungen nach einer Helmpflicht als untauglich zurück. Es ist seit Langem übereinstimmende Meinung aller Experten, dass eine Helmpflicht weder durchzusetzen. noch zu kontrollieren sei. Sie würde aber die Fahrradnutzung drastisch senken und damit den Autoverkehr zunehmen lassen. Dies ist weder umwelt-, noch gesundheitspolitisch zu verantworten.

Selbstverständlich spricht nichts dagegen, wenn sich Radfahrende individuell mit einem Helm schützen. Der ADFC vertritt allerdings die Auffassung, dass eine generelle Senkung des Unfallrisikos für Radfahrer vorrangig durch eine radfahrerfreundliche Verkehrsplanung und die Umsetzung der Verkehrsregeln erfolgen sollte. In den Niederlanden beispielsweise trägt kaum jemand einen Helm oder gar eine Schutzweste, da dort die Planung von Radverkehrsanlagen so erfolgt, dass sie auch Fehler der Verkehrsbeteiligten eher "verzeiht" und schlicht durch die hohe Zahl von Radfahrern diese ständig erwartet werden.

Die Polizei sollte sich nicht im Opfer-Bashing üben, in dem sie feststellt, dass der Jugendliche keinen Helm getragen hat. Statt dessen sollte diese eher ein Augenmerk darauf richten, wie sich einzelne Verkehrsteilnehmer besonders egoistisch und gefährdend verhalten. "Dooring" ist eine sehr gefährliche Unfallvariante, welche aus Unachtsamkeit oder gar Rücksichtslosigkeit resultiert. Dies führt dann oft zu schweren Verletzungen für den Radfahrer. Auch die Überschrift "Radfahrer touchiert offene Autotür" ist so nicht zutreffend, wurde doch der Jugendliche durch das mehrfache Fehlverhalten des VW-Fahrers letzendlich zum Sturz gebracht. Bereits 2014 hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, dass einem Radfahrer ohne Helm nicht automatisch eine Mitschuld an den Folgen eines Unfalls angelastet werden kann.

Selbst in einem öffentlichen Gremium der Stadt Aschaffenburg wurde seitens der Polizei dargestellt, dass sie keine Kapazitäten hat, um bei einem Zuparken von Radverkehrsanlagen zu reagieren. Vielleicht ist hier auch die Politik gefragt, da die Polizei stark unter Kostengesichtspunkten betrachtet und folglich sehr knapp gehalten wird. Über die Auswirkungen vor Ort braucht sich dann niemand wundern. Bei 337 Abschnittsbefahrungen im Stadtgebiet Aschaffenburg wurde im Sommer 2017 durch den ADFC eine Quote von 43 % ermittelt, in denen die Radverkehrsanlage durch Falschparker nicht zu befahren war und z.B. auf die Straße ausgewichen werden musste. Eine Quote, die nicht akzeptabel ist und an deren Senkung gearbeitet werden muss.

Klarstellung für Kleine Schönbuschallee - Anbindung Aschaffenburg-Stockstadt eingefordert

Betreffend kleine Schönbuschallee hat sich der ADFC an den Radverkehrsbeauftragten und an die Landtagsabgeordneten aus Aschaffenburg gewendet. Eine Klarstellung ist nach Ansicht des ADFC unerlässlich. Dieser Tage wurde die Wegesanierung der Kleinen Schönbuschallee zwischen Hafenbahn und Parkplatz Schönbusch fertig gestellt. An der Hafenbahn wurde ein Schild mit der Anlagenordnung und den braunen Sinnbildern für “Radfahrer schieben” angebracht.

Dieser Abschnitt ist jedoch Bestandteil des Radverkehrsnetzes der Stadt Aschaffenburg und in die Kategorie Hauptverbindung 1 (HV1) eingeordnet.

Diese Strecke ist leider alternativlos, da im parallel verlaufenden Abschnitt der Darmstädter Straße keine Radverkehrsanlage besteht und eine Nutzung im Mischverkehr aufgrund des vorhandenen Verkehrs mit hohem Schwerverkehrsanteil ausscheidet. Zudem wurde die Radverkehrsverbindung über den Hafen nach Stockstadt durch entsprechende Verbote außer Kraft gesetzt.

Eine Beschilderung mit Sinnbildern – auch wenn diese in dieser Form nicht in der StVO vorgegeben sind – , führt zu Konflikten zwischen Radfahrern und Fußgängern. Letztere kennen die Regelung nicht, welche hier getroffen wurde und sehen sich dann „im Recht“, Radfahrer zurechtzuweisen. Ursprünglich wurde zumindest eine Tolerierung des Radverkehrs in diesem Abschnitt zugesagt.

Tino Fleckenstein, radpolitischer Sprecher des ADFC bittet um eine Klarstellung durch eine entsprechende Beschilderung. Der Bereich von der Hafenbahn bis zum Parkplatz/Fahrradabstellplatz ist zumindest nach Bekunden der Schlösserverwaltung im Fahrradforum 2016 freigegeben. Dies sollte auch entsprechend über einen Hinweis vor Ort deutlich kommuniziert werden.

ADFC legt Vorschläge zur Verbesserung Anbindung Damms an die Innenstadt vor

Bereits in seiner Stellungnahme vom 11.03.2016 zur Situation Knoten „Umbau Kreuzung Glattbacher Überfahrt/Auhofstr./ Bahnparallele“ hat der ADFC eingeschätzt, dass „ungeachtet der Entscheidung aufgrund der auftretenden Verkehrsdichten die Attraktivität für viele Radfahrer (u.a. Familien mit Kindern/ Schulkindern) nicht gegeben ist. Dies wiegt um so schwerer, da es sich bei der Verbindung Langestraße-Glattbacher Überfahrt um eine Hauptverbindung 1. Ordnung handelt, die zum Erreichen der Innenstadt für den Radverkehr aus den nördlichen Stadtteilen und aus Glattbach unumgehbar ist.“. Betreffend dieses Knotens und verschiedener Fragestellungen zur weiteren Führung des Radverkehrs wurden mehrere Punkte kritisch betrachtet, nachdem der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V. wiederholt von Bürger/-innen angesprochen wurde.

Anschreiben Glattbacher Überfahrt an die Stadt Aschaffenburg

Präsentation Glattbacher Überfahrt

Optimierung Brücke Glattbacher Überfahrt - Verbreiterung Schutzstreifen

Der Schutzstreifen ist über die Brücke auf mindestens 1,50 m zu verbreitern. Aufgrund der besonderen Situation (Kurve auf der Brücke) ist zu prüfen, inwieweit dieser noch breiter ausgebildet werden könnte. Die Leitlinie in der Fahrbahnmitte sollte entfernt werden. Zur Verdeutlichung wären an dieser Stelle ebenso – wie im Verlauf der Ottostraße – Langestraße Fahrradpiktogramm aufzubringen.

Knoten Auhofstraße/Glattbacher Überfahrt Signalisierung und Markierungen verbessern

Die Signalisierung sollte überprüft werden, ob es sinnvoll ist, dass die Geradeausfahrer an dieser Stelle vor den Linksabbiegern grün erhalten. Für den links abbiegenden Radfahrer von der Auhofstraße kommend sollte ersichtlich sein, an welchen Stellen er über die Kreuzung fahren soll. Der Einsatz von weiteren Piktogrammen hinter dem vorhandenen Piktogramm mit Richtungspfeil sollte geprüft werden.

Ggf. wäre eine Aufstellfläche von 3 m Tiefe an der Ampel für links abbiegende Radfahrer vorzusehen um eine Entschleunigung des Verkehrsgeschehens zu erreichen und dem Radfahrer die Enge der Situation zu nehmen.

Gleiches gilt für den Radverkehr von der Brücke kommend. Zur Verdeutlichung wäre ein Piktogramm aufzubringen, welches die Fahrtrichtung des Radverkehrs Richtung Langestraße aufzeigt (Geradeauspfeil).

Wegfall Radfahrverbot Glattbacher Überfahrt

Ein Wegfall des Radfahrverbotes auf der Bahnparallele zwischen Abstellanlagen Bahnhof und dem Knoten Glattbacher Überfahrt wäre zu prüfen. Daher würde dies die einzig mögliche Variante darstellen, ohne in bauliche Maßnahmen gehen zu müssen. Aufgrund der für Radfahrer günstigen Topographie dürfte dies auch möglich sein. Langfristig jedoch sollte eine bauliche Optimierung angedacht werden.

Radachse Damm - Innenstadt im Gutachten zur Innenstadt berücksichtigen!

Die Achse Lange Straße – Glattbacher Überfahrt – Elisenstraße - Ludwigstraße hat eine hohe Bedeutung für den Umweltverbund (ÖPNV=Buslinien zum ROB, Radverkehr zu den Abstellanlagen und zur Innenstadt – Hauptverbindung 1. Ordnung). Demzufolge sollte der Umweltverbund priorisiert und Maßnahmen ergriffen werden, welche das Ziel haben den motorisierten Individualverkehr auf dieser Achse zu reduzieren. Wir bitten dies im aktuell angedachten Gutachten zur Verkehrsentwicklung der Innenstadt mit einzubringen.

Prüfen als langfristiige Option: gesonderte Brücke für den Radverkehr

Langfristig sollte eine gesonderte Brücke für den Radverkehr und Fußverkehr erwogen werden. Z.B. in Freiburg wird eine Fahrradstraße über eine gesonderte Brücke über die Bahnanlagen unweit des Freiburger Hauptbahnhofes geführt. Hier wäre eine Fortsetzung direkt zur City-Galerie und darüber hinaus über die Ernsthofstraße in das östliche Stadtgebiet konsequent, um eine durchgängige Radroute durch die Stadt zu erhalten.

 

ADFC Aschaffenburg im Bericht der Frankenschau am 09.11.2017

Die Frankenschau berichtete am Donnerstag, 09.11.2017 über die neue Fahrradfreundlichkeit der Stadt Aschaffenburg. Dirk Kleinrüschkamp vom Stadtplanungsamt und dem Radverkehrsbeauftragten Jörn Büttner durften einige Errungenschaften wie Fahrradpiktogramme, Neugestaltung Alexandrastraße und die weitgehende Freigabe der Einbahnstraßen erläutern. Zusätzlich kamen die Vertreter der ADFC im Beitrag zu Wort. Dieter Hennecken, Manfred Röllinghoff und Tino Fleckenstein stellten mit der Situation Glattbacher Überfahrt einen Kritikpunkt heraus und gaben einen Ausblick auf die Zukunft ("Es gibt noch viel zu tun!").

Zum Video (Youtube)

Neue Radroute Alzenau – Aschaffenburg – ADFC bewertet Situation innerhalb des Gebietes der Stadt Aschaffenburg

Radroute Alzenau – Aschaffenburg – Situation innerhalb des Gebietes der Stadt Aschaffenburg

Wiederholt wurden wir als Fachverband zum Radverkehr zu den Gegebenheiten auf der nun eingerichteten Radroute Aschaffenburg-Alzenau, welche am Dämmer Tor beginnt, angesprochen. Gelungen ist aus unserer Sicht die durchgängige Beschilderung. Jedoch zeigt sich bei Betrachtung der Route innerhalb des Gebietes der Stadt Aschaffenburg folgendes Verbesserungspotenzial.

Belagschäden Ottostraße

Der Belag in der Ottostraße auf Höhe zwischen Fachoberschule und Kreuzung Burchardtstraße weist starke Belagschäden auf. Der Fahrkomfort ist dabei deutlich reduziert. Für eine alltagstaugliche Route sind hier Verbesserungen anzustreben.

Querung Schönbergweg/Linkstraße stadtauswärts

Die Mängel an dieser Stelle hatten wir bereits im Schreiben vom 11.01.2017 hinreichend dargestellt. Hierzu gab es bereits Ortstermine.


Linkstraße – Benutzungspflicht stadtauswärts

Die Linkstraße zwischen Englertstraße und Kreisverkehr zum Industriegebiet Strietwald ist stadtauswärts mit einem benutzungspflichtigen Bordsteinradweg gekennzeichnet, welcher für den Radverkehr eine Breite von ca. 0,95 m bis 1,10 m aufweist. Im Verlauf der teils abschüssigen Strecke werden auf diesem für die Verhältnisse zu schmalen Radweg relativ hohe Geschwindigkeiten erreicht. Konflikte mit dem dort stattfindenden Fußverkehr sind vorprogrammiert.

Wiederholt wird auf diesem Teilstück der Radweg von Radfahrern nach unserer Beobachtung entgegen der vorgesehenen Fahrtrichtung benutzt. Dies mündet dann aufgrund der knappen Platzverhältnisse erst recht in Gefährungsituationen.

Hinzu kommt die Kreuzungssituation zum Schwalbenrainweg. Im bergab laufenden getrennten Radweg ist die Kreuzung zu überqueren. Aufgrund der unübersichtlichen Gegebenheiten entstehen die für diese Kreuzungssituationen typischen Gefährdungsmomente (abbiegende Kfz in und aus dem Schwalbenrainweg).

Vorschlag: Entfernen der aufgebrachten Mittellinie auf dem stadtauswärts führenden Seitenraum entlang der Linkstraße. Insbesondere im Verlauf der Gefällstrecke ab der Englertstraße bis zum Kreisverkehr Daimlerstraße wäre im Rahmen der Überprüfung der Benutzungspflicht im Stadtgebiet festzustellen, ob diese zumindest in diesem Abschnitt aufgehoben werden kann. Je nach Entscheidung wäre der Seitenraum mit Gehweg – Radfahrer frei oder gemeinsamer Geh- und Radweg zu beschildern.

Kreuzung Benzstraße - Daimlerstraße

Diese Kreuzung weist eine sehr großräumige Ausgestaltung auf. Bedingt durch den dort stattfindenden Schwerverkehr mag dies zunächst angemessen erscheinen. Jedoch findet dort der MIV in dieser Kreuzungssituation mit unangemessenen erhöhten Geschwindigkeiten statt.

Insbesondere der linksabbiegende Radverkehr von der Stadt kommend in die Benzstraße sehen sich mit einem sehr schnell fahrenden Gegenverkehr konfroniert. Erschwerend kommt an dieser Stelle die Ausfahrt aus einem anliegenden Gewerbebetrieb hinzu, welche nur über die Kreuzung zu erreichen ist. Diese Situation wird von Radfahrenden in ihrer Gesamtheit als nicht sicher befunden und verlangt nach einer Veränderung, die dem Radfahrer das Linksabbiegen erleichtert und die Sicherheit des Verkehrsablaufs für alle verbessert.

Es wären nach unserer Ansicht Maßnahmen erforderlich um eine Entschleunigung des Verkehrs an dieser Stelle zu erreichen. Dies könnte z.B. durch eine überfahrbare Mittelinsel oder eine Reduzierung der Dimensionierung des Straßenraumes erreicht werden. Denkbar wäre auch die Anlegung eines Minikreisels mit 25 m Durchmesser, wobei die Bordsteine wie gehabt bleiben. LKW können dann weiterhin auf dem Knotenpunkt zur Andienung rangieren.

Kostengünstige und schnelle Maßnahmen wären in Form von Straßenmarkierung auch zunächst als Provisorium und später bauliche Gestaltung der für große Fahrzeuge befahrbaren Kreisinsel möglich.

Weiterer Verbesserungsvorschlag hierzu:

Überquerung der Daimlerstraße in Höhe des G+R-Weges an der Aschaff besser sichern durch Markierung der aufgestellten Gefahrenzeichen "Radfahrer kreuzen" mit Richtungspfeilen als Wiederholung und Hingugger auf der Fahrbahn. Nachdem hier die geplante Querungshilfe nicht realisiert wurde, könnte eventuell statt dessen ein schmaler Fahrbahnteiler aufmarkiert werden.

Überleitung Abfahrt Schillerstraße/Westring

Für Radfahrer auf der Linkstraße, welche nach Links zur Abfahrt Schillerstraße/Westring einfahren wollen, fehlt eine Absenkung des Bordsteines, so dass dies auch befahren werden kann. Während der Radweg rechts zum Westring hinunterführt, wird auf die links befindliche Treppe nicht hingewiesen. Es wäre am Treppenabgang eine Beschilderung mit Zeichen Z 355-10 (Fußgängerunterführung) anzubringen.

Präsentation zu den einzelen Themen (PDF).

ADFC sieht Ausbau B26 kritisch - Alternativen sind nicht ausgeschöpft

Verschlechterung Bedingungen für Radverkehr durch Optimierung Autoverkehr erwartet.

Der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V. sieht folgende Bausteine mit Bezug zur Nahmobilität, Radverkehr und die Schnittstelle Radverkehr/ÖPNV als anzugehende Themen für den sogenannten „Südwestkorridor“:
- Verkehrsvermeidung – Förderung der Nahmobilität
- Radverkehr – Schaffen von Radverbindungen, welche für Pendler interessant werden.
- Bike+Ride: Stärken und Bewerben, um eine andere Mobilitätskette abzubilden.
- Begleitende Maßnahmen

Der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg sieht in diesem Korridor und den vorgelagerten Kommunen die Handlungsmöglichkeiten zur Reduktion des motorisierten Individualverkehrs als nicht ausgeschöpft an. Vielmehr zeichnet sich mit dem Projekt B 26 eine weitere Optimierung und damit Attraktivitätssteigerung für den motorisierten Individualverkehr ab. Dies betrachten wir als eine Situationsverschlechterung für den Umweltverbund (Rad, ÖPNV, Fußverkehr).

Aufgabenspektrum Straßenbauamt erweitern
Nicht nur auf Autoverkehr fixieren. An der Beauftragung des Gutachters hat sich gezeigt, dass die zuständige Behörde nur den motorisierten Individualverkehr und den Güterverkehr im Besonderen im Fokus hatte. Dies muss sich ändern. Vielmehr sollten Mobilitätskonzepte überlegt werden, welche von anderen Fragestellungen ausgehen. Nicht wie man mit dem Auto, sondern wie generell Mobilität von A nach B und zurück abgebildet werden soll ist die richtige Fragestellung. Dabei müssen zur Lösung auch Radverkehr und ÖPNV als integrale Bestandteile einer Planung angesehen werden. Diesem Anspruch ist man noch nicht gerecht geworden.

Für den Radverkehr möchten wir dies mit den nachfolgend dargestellten Bausteinen in einem  Positionspapier darstellen, welches der AK Kommunal des ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V. erarbeitet hat und welches dann auf der Mitgliederversammlung am 16.08.2017 beschlossen wurde.

 

Parking Day erstmals in Aschaffenburg

Der international bekannte Parking Day wurde erstmals in Aschaffenburg am 16.09.2017 unter Beteiligung von VCD, ADFC und Grünen durchgeführt. In der Frohsinnstraße wurden drei Parkplätze umfunktioniert in einen Bereich zum Aufhalten und Spielen. Hier ist es gelungen, was wir erreichen können, wenn wir den Parkraum für die Menschen zurückerobern. Viele Passanten reagierten positiv.

Neben einer Tischrunde mit Sitzgelegenheiten zum Verweilen und Ausruhen wurde die Fläche "begrünt". Neben der "Grünfläche" mit diversen Spielen wurde ein Bobby-Car-Parcour eingerichtet, welcher sich Anziehungspunkt für kleinere Passanten entwickelte. Und zum Abschluss wurde an der Fläche ein selbstmontierter Fahrradständer aufgestellt. Daran mangelt es ja bekanntlich in der Frohsinnstraße im Allgemeinen.

Die Teilnehmer konnten aber auch konkret beobachten, dass der verkehrsberuhigte Bereich in der Frohsinnstraße eher Makulatur ist. Die Situation dort schreit geradezu nach Veränderung. Hier wollten wollten wir einen anderen Akzent setzen. Dies ist uns auf ganzer Linie gelungen.

Schienen am Ringstraßenradweg zuasphaltiert

Nachdem von unserer Seite thematisiert wurde, dass diese nicht mehr in Benutzung befindlichen Schienen einen Gefahrenpunkt für den Radverkehr darstellen, wurden diese zuasphaltiert. Bisher waren dort wie wir erfahren hatten mehrere Radfahrer gestürzt und trugen zum schwere Verletzungen davon. Wir sind freuen uns, dass dies relativ zeitnah nach unserer Eingabe umgesetzt wurde. Ein weiterer Vorteil ist das nun erschütterungsfreie Fahren an dieser Stelle.

 

ADFC fordert Maßnahmen gegen Parken auf Radverkehrsanlagen

Hohe Falschparkerzahlen auf Radwegen – ADFC analysierte Situation und beschreibt Maßnahmenvorschläge

Der ADFC hat für das nächste Fahrradforum Tagesordnungspunkt „Falschparken auf Radverkehrsanlagen im Stadtgebiet Aschaffenburg“ beantragt. Wiederholt wurde der ADFC von Bürgern auf die Nichtnutzbarkeit von Radwegen in der Stadt Aschaffenburg und den Umgang der Verwaltung/der Polizei mit dieser Thematik angesprochen.

Bereits der Fahrradklimatest 2014 hatte ein desaströses Bild der Situation aufgezeigt, welches sich im aktuell vorgelegten Fahrradklimatest nochmals verschlechtert hat. In der Kategorie „Falschparken auf Radwegen“ erreichte Aschaffenburg beim nun mittlerweile vorliegenden Fahrradklimatest 2016 mit Note 5,2 eine der schlechtesten Bewertungen in Deutschland bei den Städten mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern.

Bei 337 Befahrungen von Straßenabschnitten vorwiegend in der Innenstad durch Mitglieder unseres Verbandes waren diese Abschnitte in 147 Fällen zugeparkt. Dies entspricht einer Quote von 43,6 %. Auf einer Befahrung mit einer Dauer von ca. 45-60 Minuten konnte auf bis zu 14 von 24 Straßenabschnitten ein Zuparken der Radverkehrsanlage (Schutzstreifen, Radfahrstreifen, Radweg, Busspur mit Radfreigabe) festgestellt werden. Dies ist eindeutig zu viel!


B. Maßnahmenvorschläge

1. Sofortmaßnahme: Volksfest
Rund um das Volksfest wurden in den vergangenen Jahren insbesondere in der Darmstädter Straße Radwege in starkem Maße zugeparkt. Um eine Erreichbarkeit des Volksfestes für die radfahrenden Bürger sicherzustellen, ist ein zeitnahes Handeln unumgänglich.

2. Kontrollbewusstsein stärken
Klarstellen: „Die Stadt Aschaffenburg ist für die Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten im sogenannten ruhenden Verkehr, d. h. das Halten und Parken, in gleicher Weise zuständig wie die Dienststellen der Landespolizei.“

3. Kontrolldichte per Fahrradstreife des Ordnungsamtes erhöhen
Fußstreifen, auch mit Kfz ausgestattet, benötigen relativ viel Zeit, um den Bereich der Innenstadt abzudecken. Daher wäre eine Ausstattung mit einem Dienstfahrrad geeignet, um hier die Kontrolldichte zu erhöhen.

4. Bauliche Maßnahmen
Andernorts werden Radverkehrsanlagen vor einer Beparkung durch geeignete infrastrukturelle Maßnahmen geschützt, u.a. Aufstellen von Fahrradabstellanlagen, „Bischofsmützen“, „Frankfurter Hut“ und dergleichen.

5. Abschreckung: Abschleppen
Bei besonders gefährlichen Behinderungen wäre ein Abschleppen des Fahrzeuges erforderlich.

Nachfolgend Karten mit den Schwerpunkten auf Basis der Karten aus dem städtischen Radverkehrskonzept.

Hierzu wurde auch eine Präsentation für das Fahrradforum am 15.09.2017 erstellt.

Radverkehrsbeauftragter in Aschaffenburg eingeführt

Seit 01.04.2017 gibt es in Aschaffenburg mit Jörn Büttner einen Radverkehrsbeauftragten. Damit wurde eine jahrelang gestellte Forderung des ADFC und ein Punkt aus dem Katalog des Radverkehrskonzeptes umgesetzt. Dieses hatte ausdrücklich die Einrichtung eines Radverkehrsbeauftragten beinhaltet. Wir wünschen Jörn Büttner für seine neue Aufgabe in Aschaffenburg alles Gute und viel Erfolg.

Für weitere Infos der Link zum Radverkehrsauftragten

Nachfolgend eine Hardcopy der Internetseite der Stadt Aschaffenburg vom 11.05.2017:

Stv. ADFC-Landesvorsitzender Adalbert Leuner bei der IHK Aschaffenburg

Die Veranstaltung der IHK Aschaffenburg (Industrie- und Handelskammer) war eine angenehme Überraschung. Vor fast voll besetztem Saal glänzte Herr Schultheis vom House of Logistics and Mobility (HOLM) mit informativer und sehr kompetenter Einführung und Moderation. Verschiedene Aspekte wurden beleuchtet und waren in diesem Zusammenhang sicher recht neu für manche Teilnehmer, u.a. dass die Hälfte aller Wege mit Pkw kürzer sind als 5 km; dass die globale Emission des Transportwesens 23% der Gesamtmenge ausmacht; dass Ressourceneffizienz und Rohstoffbedarf eines Kraftwagen am Beispiel eines Golf mit 22t Material für Produktion und weiteren 13t für den Betrieb abgelesen werden kann. Die Problematik des Klimawandels hat viele Facetten, u.a. Ungerechtigkeit am Beispiel der Philippinen: Sie haben 0,3% Anteil an globaler Emission aber sind am meisten betroffen (bei einem Taifun 2013 kamen 6000 Menschen um Leben). Die Deutsche Umwelthilfe hat geklagt, gewonnen, aber bei der Vollstreckung macht keiner mit.


Aktuelle Meldung: Im Verkehrssektor hat man seit 1990 nichts erreicht! (In Aschaffenburg hat die geplante Plafondierung der Kfz-Menge von 1995 auch nicht geklappt!)
Als Beispiel von Lösungsmöglichkeiten wurde über einen Fahrradschnellweg von 100km Gesamtlänge zwischen Duisburg und Hamm referiert, der 54000 PKW Kilometer einspart. Weitere Vorschläge zu einer veränderten Mobilität kamen auch vom Publikum, das sehr ernsthaft mitdiskutierte. Es war von selbstfahrenden Kleinbussen die Rede, von Gondelbahnen und viel von Elektrotechnik. Der Referent mahnte hier systemisches Denken an: sauberer Strom kann bereits in großen so Mengen erzeugt werden, dass jährlich für 1 Million € ungenutzte Energie verpufft – ein Skandal. Jeder will sauberen Strom aber keine Leitungen.


Ein bemerkenswerter Beitrag kam von dem Eigentümer eines Autohauses, der die Zukunft in Sharing-Systemen sieht: nützen aber nicht besitzen. Er meinte, dass er sich mit dieser Aussage eigentlich ins eigene Fleisch schneiden würde. Aber mir ist bei so viel Fähigkeit zum Quer- und Umdenken nicht um seine Existenz bange.
Das Thema Fahrrad war sowohl vom Moderator, als auch vor allem von Adalbert Leuner, Vizevorsitzender des ADFC Bayern, gut vertreten. Vor allem in Verbindung mit Elektroantrieb wird ihm eine wichtige Funktion beigemessen. Es muss allerdings viel für die Infrastruktur getan werden (Verkehrswege, Abstellanlagen, Verknüpfung mit ÖPNV und Bahn usw.), damit es die Rolle in Zukunft übernehmen kann.

Der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V. war mit Manfred Röllinghoff, Renate Gernhardt, Tino Fleckenstein zund Thomas Goldhammer vertreten.

ADFC hatte Termin bei OB Klaus Herzog wegen Schulwegsicherheit

Vertreten durch Renate Gernhardt und Tino Fleckenstein hatte der ADFC ein Gespräch zum Thema Elterntaxi/Schulwegsicherheit beim Oberbürgermeister Klaus Herzog mit verschiedenen Amtsleitern und der Polizei. Dies ist ein Resultat, dass der ADFC im Herbst 2016 an die Stadt und an die weiterführenden Schulen herangetreten war. Nachdem dies in der morgendlichen Spitze einige tsd. Fahrtbeziehungen ausmacht die keiner im Stadtzentrum braucht und zudem diejenigen gefährdet und behindert werden, die zu Fuß, per Rad oder ÖPNV kommen, ist es eigentlich nicht tolerierbar. Wir haben vor Schulen beobachtet, dass Verkehrsregeln nur noch dekorativen Effekt haben. Halteverbot etc. spielt keine Rolle. Zudem nutzt es langfristig auch den Kindern nichts, wenn sie immer nur möglichst vorm Schultor abgeladen werden. Untiges Bild (aus einer Präsentation, die auf der Verkehrskonferenz der Aschaffenburger Grünen vom 13.01.2016 gezeigt wurde) zeigt den Unterschied wie Kinder ihren Schulweg als Fußgänger oder PKW-Mitfahrer erleben. OB Klaus Herzog hat heute zugesagt, das Thema "Schulwegsicherheit/Elterntaxis" mit den Schulen anzugehen und in der Stadtpolitik auf die Tagesordnung zu setzen. Mit den verschiedenen Schulen sollen Gespräche dazu stattfinden, um die jeweilige Situation zu bewerten und Maßnahmen vorzuschlagen. Im Fokus sollen die weiterführenden Schulen liegen.

 

Schillerstraße - Westring - ADFC spricht Gestaltung der Kreuzung an.

Nachfolgend das Schreiben des ADFC zur Planung 1. Bauabschnitt Schillerstraße. Die Weiterführung des Radstreifens in den Kreuzungsbereich Westring, um die z.T. gefährlichen Querungen zu umgehen, wurde vom ADFC vorgeschlagen. In der Diskussion im Fahrradforum wurde dies "von der Verwaltung" mitgenommen, da in diesem Bereich auch andere Zuständigkeiten bestehen (Straßenbauamt).

Grundsätzlich begrüßt der ADFC die Aufteilung des Verkehrsraumes in der Schillerstraße an bekannte Erfordernisse anzupassen. Zu den Planskizzen zur Neuordnung der Schillerstraße bis zum Westring haben wir folgende Anmerkungen:

1. Westring/Kreuzung und Rechtsabbieger zur Hanauer Straße

Kurz vor der Kreuzung am Westring wird in der Planung von der Führung auf der Fahrbahn der Radverkehr auf den bestehenden Fuß-Radweg übergeführt. Der Rechtsabbiegerstreifen Richtung Hanauer Straße ist durch Ampelanlage gesichert, von welcher keine Sichtbeziehung zu den von Norden kommenden Kfz besteht. Rotlichtverstöße (sowohl Kraft- als auch Radverkehr) an dieser Stelle schaffen Gefährdungssituationen. Zudem erreichen Radfahrer auf dieser abschüssigen Strecke größere Geschwindigkeiten bei einem Überführen auf den (engen) Geh- und Radweg entstehen Konfliktsituationen.

Sicherer, übersichtlicher und auch schneller wäre es den Radverkehr zunächst weiter auf der Fahrbahn zu führen. Insofern schlagen wir dies vor (Siehe Seite 3 der beigelegten Präsentation).

Zu Prüfen wäre inwieweit von Norden kommend die Überleitung auf den straßenbegleitenden Geh- und Radweg erst nach der dritten Ampel erfolgen kann, auch um die vorteilhafte Signalisierung des Kraftverkehrs mit nutzen zu können.

Spiegelbildlich gilt gleiches für die Gegenrichtung von der Ebertbrücke kommend.

Darüber hinaus – und dies wurde im Rahmen der Vorbereisung durch die AGFK ebenso angesprochen - ist die Aufstellfläche am Westring zwischen den jeweils zwei Fahrtrichtungen sehr knapp dimensioniert (Siehe Foto Seite 4 der beigelegten Präsentation). Zu Prüfen wäre ob im Rahmen einer Neuordnung des Verkehrsraumes eine erforderliche Verbreiterung dieser Aufstellflächen möglich wäre.


2. Bereich Burchardtstraße/Schulstraße
Dieser Bereich hat für Damm eine relativ zentrale Bedeutung, stellt er doch in vieler Hinsicht ein „Zentrum“ für den Stadtteil Damm dar.

Aus den uns zur Verfügung stehenden Unterlagen ist für diesen Bereich keine Radverkehrsanlage (Schutzstreifen/Radfahrstreifen) vorgesehen. Zudem gibt es keine erkennbare Planung diesen Abschnitt städtebaulich anspruchsvoll zu gestalten. Es bleibt in der Planung bei zwei Fahrspuren in jede Richtung.

Wir schlagen vor, den Bereich des Bauabschnittes 2 (Burchardtstraße – Schulstraße) so zu überplanen, dass dieser seiner Bedeutung für die Menschen im Stadtteil gerecht wird. Im Umfeld der Kirche, der Bank und der ansässigen Geschäfte soll es möglich sein sich aufzuhalten.

3. Erläuterung Potential dieser Radverbindung
Ein neu geordneter Verkehrsraum der Schillerstraße/ des Westrings ist aus nachfolgend angeführten Erwägungen wichtig für den Radverkehr in Aschaffenburg. Insofern wäre die Planung wie oben beschrieben anzupassen. Wesentliche Punkte wie folgt:

Anbindung nördliche Stadtteile ans Schulzentrum (Schulverkehr!),
Erreichbarkeit Schwimmbad, Sportplätze in Leider,
Schnelle Verbindung von Damm/Leider/Nilkheim zu den Stadtteilen untereinander und Gewerbegebieten beiderseits des Mains,
Schaffung eines positiven Beispieles, mit welchem auch ein positives Image für die Fahrradfreundlichkeit der Stadt geschaffen werden werden kann. Die Umgestaltung der Schillerstraße ist für jeden auf Anhieb erkennbar.
Durch die Verlagerung des Radverkehrs auf die Straße sind die Gehwege tatsächlich für den Fußverkehr voll zur Verfügung. In Anbetracht der rel. schmalen Wege ein deutlicher Qualitätsgewinn.

Präsentation zum Thema

ADFC fordert Verbesserungen Radweg Linkstraße - Schönbergweg

Zwischen Schönbergweg (Höhe früherer Standort Schuhhandlung Zierof) und Linkstraße wurde ein kombinierter Geh- und Radweg baulich erstellt und ausgewiesen. Hierbei gibt es aus Sicht des ADFC deutlichen Verbesserungsbedarf. Solange die nachfolgend beschriebenen Mängel nicht behoben sind können wir die Nutzung dieses Weges nicht empfehlen.

Die Stadt Aschaffenburg hat bereits einen Ortstermin zugesagt.

Im Radverkehrskonzept wurde lediglich eine Verbindung 2. Ordnung durch den Schönbergweg ausgewiesen, ohne einen baulich getrennten Geh-/Radweg zu vorzusehen.

An dieser Stelle wäre es besser gewesen, diese Lösung mit den offensichtlichen Mängeln nicht zu schaffen. Trotz der gegebenen Beleuchtung ist die soziale Kontrolle auf diesem Weg zudem nicht gegeben.

Wir können für den Radverkehr nur empfehlen, statt auf diesem Weg wie bisher über den Schönbergweg zu fahren. Diese Route ist relativ verkehrsarm und sicher.

Wir schlagen vor, diesen neuen Weg von beiden Seiten als Gehweg mit Hinweis „Radfahrer frei“ zu kennzeichen (Zeichen 239, Zusatzzeichen 1022-10).

Westliche Zu-/Abfahrt in die Linkstraße
Dieser Weg wird parallel zur Bahnparallele geführt. Bei der Einmündung des Weges zur Linkstraße besteht durch die errichtete Schallschutzwand keine ausreichende Sichtbeziehung zwischen rechtsabbiegenden Kraftfahrzeugen, welche die Bahnparallele Richtung Linkstraße/Schillerstraße verlassen und dem querenden Fuß- und Radverkehr Richtung Westen.

Vorschlag hierzu: Radfahrer an dieser Stelle sofort unmittelbar an die Fahrbahn der Bahnparallele heranführen und im Bereich der Einmündung Radfahrstreifen markieren und rot einfärben. Damit können die Sichtbeziehungen zwischen rechtsabbiegenden Kfz und Radfahrern verbessert werden. Die nicht stoßfreie Überfahrt an den 4 cm hohen Bordsteinkannten des Fahrbahnteilers kann somit umgangen werden. Um den unzureichenden Radweg im Zuge der Linkstraße zu beseitigen, sollte die Fahrbahn beiderseits mit Schutzstreifen ausgestattet und der einseitige Radfahrstreifen entfallen.

Östliche Zu-/Abfahrt in den Schönbergweg
Der Übergang vom Radweg auf den Schönbergweg ist baulich zu sichern. Die Abschüssigkeit in Fahrtrichtung Schönbergweg führt zu höheren Geschwindigkeiten, welches situativ zu Gefahren führt, da es keinen erkennbaren und baulich geschützten Übergang in den Straßenraum des Schönbergweges gibt. Musterlösungen dazu gibt es z.B. auf Seite 17/18 des seitens des baden-württembergischen Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur erstellten und diesem Schreiben auszugsweise beigelegten Präsentation. Zugunsten einer gesicherten Einfahrt der Radfahrer in den Schönbergweg wäre hier eine entsprechende Fahrbahnaufweitung mit partieller Verlegung des Gehweges notwendig.

Zudem ist die Überquerung des Gehweges nicht niveaugleich. Bei einem ungünstigen Anfahrtwinkel kann dies zum Sturz führen. Die Kanten wären zu nivellieren, so dass ein sicheres und stoßfreies Überfahren möglich wird.

In der beiliegenden Präsentation haben wir einige Bilder und Vorschläge zusammengestellt.

Präsentation Schönbergweg/Linkstraße

 

 

ADFC thematisiert Schulverkehr in Aschaffenburg

Die Bring- und Holverkehre von Schülern (weiterführender) Schulen per Auto führen zu Risiken für alle anderen. Hierzu wurden einige Maßnahmen vorgeschlagen und der Stadt Aschaffenburg umfangreiche Informationen aus anderen Städten überlassen. Im Mittelpunkt stehen dabei Bringzonen abseits der Schulen und Radschulwegpläne. Es wurde vorgeschlagen, dass dazu eine öffentliche Veranstaltung der Stadt stattfinden soll.

Nach einer Auswertung des ACE verunglücken heute mehr Kinder auf dem Schulweg, wenn sie mit dem Auto zur Schule gebracht werden. Mittlerweile erreicht der Anteil der Schüler, die im Auto als Mitfahrer auf dem Schulweg verunglücken 38 % der gesamten Schulwegunfälle.

Täglich werden ca. 7.000 Wege in Aschaffenburg (HHB Seite 55) für das Bringen und Holen (von Kindern) per Kraftfahrzeug erledigt. Hier sind die Anzahlen aus den Landkreisen nicht enthalten.

Die morgendliche Verkehrsspitze wird dadurch noch einmal verstärkt. Dies führt auch zu Engpässen und Behinderungen des gesamten Verkehrs besonders Busse und Fahrradfahrer. Gleichzeitig werden die Schüler im näheren Umfeld der Schulen einem erhöhten Risiko an Verkehrssicherheit ausgesetzt.

Verschärft wird diese Gefahrenlage noch durch eine auffällig hohe Anzahl von Regelverstößen und undistziplinierten Verhaltensweisen einiger Autofahrer beim Bringen und Abholen. (siehe Auswertung ADFC zur MW-Schule Brentanoachse vom April 2016).

Hierzu folgende Punkte:

1. Ausweisung Hol- und Bringzonen.
Der unmittelbare Bereich vor den Schulen ist von Bring- und Holverkehr freizuhalten. Hol- und Bringzonen werden auch vom ADAC ca. 200 bis 300 m vor den Schulen angestrebt. Ziel ist es die Gefährdung für andere Schüler zu senken.

2. Radschulwegpläne
Im Radverkehrskonzept heißt es hierzu:

„Empfohlen wird die Erarbeitung von Radschulwegplänen in Kooperation mit Schule, Polizei, Verkehrsplanung und Schulträger. Dies könnte zunächst als Pilotvorhaben an einer weiterführenden Schule durchgeführt werden, Synergien sind mit der Einrichtung einer 1. Fahrradstraße zu erwarten.“.

Nachdem nun eineinhalb Jahre vergangen sind, würden wir gerne einen solchen „Piloten“ in der Umsetzung begleiten. Im weiteren könnten sich daraus Projekte für alle weiter-führenden Schulen in Aschaffenburg und Handlungs-prioritäten für die Umsetzung des Radverkehrskonzeptes ableiten. Damit einhergehende Schülerbefragungen sensibilisieren für das Thema Schulweg und bringen den Erfahrungsschatz derjenigen ein, welche die Wege täglich zurücklegen.

3. Überprüfung und ggf. Verbesserung von Fahrradabstellanlagen an Schulen
Die Kapazität und Gestaltung der bestehenden Abstellanlagen an den Schulen sind zu überprüfen. Da Fahrräder dort relativ lange abgestellt werden, müssen diese sicher sein. Abschließbare Räume (siehe FDG) sind dabei eigentlich erforderlich.

Sollten aufgrund (der zu erwartenden und gewünschten) Veränderung im Modal Split zu Gunsten des Radverkehrs Ausweitungen erforderlich werden, müssen diese zeitnah angegangen werden.

4. Sonstige Maßnahmen/Öffentlichkeitsarbeit
Für diverse Maßnahmen ist in der Öffentlichkeit zu werben.

Präsentation ADFC zur Schulwegsicherheit in Aschaffenburg

Schönbusch-Resolution ADFC

Resolution ADFC Aschaffenburg-Miltenberg
Freigabe äußerer Fahrweg und Überprüfung der Freigabe weiterer geeigneter Wege für den Radverkehr im Schönbusch

Die Fraktion der Grünen hat zum 24.10.2016 einen eigenen TOP zur Schönbusch-Thematik eingefordert. Sie tut dies nach unserer Sicht zu Recht, da die Vorgehensweise der Schlösserverwaltung sich in einem erkennbar hohen Maße nicht mit der gelebten Praxis und dem Wunsch der Bürger deckt, auch in Teilen vom Schönbusch mit dem Fahrrad fahren zu können.

Der ADFC unterstützt eine Resolution des Stadtrates an die bayerische Garten- und Schlösserverwaltung. Das Interesse der Bürger der Stadt Aschaffenburg und der Nachbargemeinden zu diesem Thema ist sehr hoch, wie sich z.B. bei der Radtour vom 29.07.2016, bei anderen Terminen oder den Reaktionen in Print- und Onlinemedien gezeigt hat und immer noch zeigt.

Der Ordnungsdienst sollte sich nach unserer Einschätzung auf diejenigen konzentrieren, welche ein offenkundiges Fehlverhalten an den Tag legen, das dem Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme widerspricht. Es werden ja auch keine Straßen gesperrt, weil einige wenige darauf Rennen fahren.

Das generelle Radfahrverbot ist für viele Parknutzer nicht nachvollziehbar. Wir sprechen uns dafür aus, in erster Linie den äußeren Fahrweg für Radfahrer freizugeben und entsprechend zu beschildern. Es sollte überprüft werden, ob nicht einzelne weitere Strecken weitab von Gastronomie oder See freigegeben werden können. Die Wegeverbindungen sind unverzichtbar für das umweltfreundliche Verhalten im Verkehr, die Menschen zur Erholung in der Natur sowie für Alltagsfahrbeziehungen zwischen dem Bachgau und verschiedenen Zielen in Aschaffenburg (u.a. Waldfriedhof - Nilkheim – Schulzentrum) dienen.

Erst wenn diese Möglichkeiten ausscheiden, sollte der Neubau eines Radweges am Rande des Parks in Betracht gezogen werden.

Manfred Röllinghoff - Vorsitzender ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V.

Dieter Hennecken - Stellvertretender Vorsitzender

Tino Fleckenstein - Kommunalpolitischer Sprecher

Jörn Büttner - Vertreter des ADFC im Fahrradforum der Stadt Aschaffenburg

ADFC schreibt Schlösserverwaltung an: Freigabe des äußeren Fahrweges

Der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg hat im Juli zur Nichtfreigabe des Parks Schönbusch und den nun intensiven Kontrollen Stellung bezogen und der Schlösserverwaltung ein Anschreiben zugesendet.

Diese Verbindung zwischen dem Bachgau und Aschaffenburg ist allerdings sowohl für den Alltagsradler als auch den Touristen unverzichtbar. So nutzen zum Beispiel viele Schülerinnen und Schüler den Schönbusch und die Kleine Schönbuschallee, um auf direktem Weg aus dem Raum Großostheim ins Schulzentrum zu gelangen.

Solange es alternativ zum Schönbusch keine gesicherten und gefahrlosen Radverbindungen gibt, muss deshalb das Radfahren durch den Park auch künftig möglich sein. Wir beantragen dazu, den äußeren Fahrweg zu beschildern und für Radfahrer freizugeben.

Mittlerweile haben sich auch Kommunalpolitiker eingeschaltet. Am 29.07.2016 fuhren ca. 80 Radfahrer mit SPD und KI entlang des Schönbuschs, um die Möglichkeiten für den Radverkehr im Korrdior Aschaffenburg-Großostheim auszuloten und bestehende Mängel anzustellen, welche bereits im letztjährig verabschiedeten Radverkehrskonzept dargestellt wurden (Rundweg um Kapelle mit Belagwechsel, Engstelle Bahnübergang Großostheimer Straße

Anschreiben des ADFC - verabschiedet in der Mitgliederversammlung vom 20.07.2016

 

Änderung der Stellplatzsatzung im Stadtrat beschlossen

Die vom ADFC angeregte Änderung der Stellplatzsatzung wurde im Stadtrat Aschaffenburg am 11.04.2016 beschlossen. Die Beharrlichkeit unsererseits hat dazu geführt, dass die Verwaltung dieses Anliegen aufnimmt und eine entsprechende Anpassung der Satzung formuliert hat. Diese wurde im Stadtrat EINSTIMMIG beschlossen.

Wesentliche Eckpunkte der Änderung:
- Reduzierung Fläche von 100 auf 50 qm pro Fahrradstellplatz
- mindestens überdachte Stellplätze, umschlossen oder absperrbar im Freien oder in Gebäuden
- einfache Anschließbarkeit

Änderung der Satzung im städtischen Anzeiger (PDF)

Nachtrag Stellungnahme ADFC zu Würzburger Straße - Rhönstraße vom 06.02.2016

Anbei ein Beispiel aus Karlsruhe - RheinStraße. Dort wurden zwei Fahrspuren mit 6,50 m Querschnitt in eine überbreite Fahrspur mit 4,50 m, begleitendem Schutzstreifen mit 1,50 und Sicherheitstrennstreifen mit 0,50 m umgewandelt. Es folgte eine deutliche Zunahme des Radverkehrs. Die RheinStraße ist hinsichtlich Unfallzahlen unauffällig.

Karlsruhe RheinStraße (PDF)

Umbau der Kreuzung Glattbacher Überfahrt/AuhofStraße/Bahnparallele - Position des ADFC: Kreisverkehr!

 

 

Der geplante Ausbau der Ampelkreuzung zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit im Zuge der Bahnparallele mit verbreiterten Zufahrten und Wegfall oder Erschwernis von Abbiegebeziehungen ist kontraproduktiv für die gewünschte und erstrebenswerte Zielsetzung: Verkehrsentlastung der Innenstadt. Vor allem für den aufstrebenden Radverkehr mit seinen vielfachen Verflechtungen der Verkehrslinien wird es an dem so konzipierten Knotenpunkt nicht einfacher und sicherer. Auch die hervorgehobene Barrierefreiheit für die Fußgänger ist infolge des Ausbaus verschlechtert. Ein wesentlicher Mangel für die Verkehrssicherheit des Knotens ist aufgrund der Linienführung im Zuge der AuhofStraße-Bahnparallele auszumachen. Durch die ungünstige Folge von Linkskurve-Kuppe-Rechtskurve kann es zu erheblichen Sicherheitsproblemen kommen, weil selbst bei Tempo 50 die Sicht auf die S-fürmige Führung der Hauptverbindung im Knotenpunkt besonders von der AuhofStraße her momentan wegbricht.

Adäquat bietet sich für diesen Knotenpunkt der Umbau zum Kreisverkehrsplatz an. Innerhalb der bestehenden Bordsteinkanten lässt sich hier ein Kreisel mit etwa 30 m Durchmesser integrieren, der wie im weiteren Verlauf der Bahnparallele ausreichend leistungsfähig ist. Die Verkehrsbelastung auf der Glattbacher Überfahrt wird künftig reduziert sein, da das Bahnfofsviertel mit einer städtebaulichen aufgewerteten Gestaltung und entsprechender Verkehrslenkung zur attraktiven Innenstadtzone werden muss und unnötiger Autoverkehr unterbunden wird. Im Hinblick auf das Radverkehrskonzept stellt der Kreisel den idealen Verknüpfungspunkt der Hauptverbindung 1. Ordnung Glattbacher Überfahrt-Glattbacher Straße mit der Hauptverbindung 2. Ordnung AuhofStraße dar. Selbstverständlich ist der Radverkehr im Mischverkehr auf der Kreisfahrbahn zu führen. Alle anderen Führungsvarianten müssen aus Sicherheitsgründen erfahrungsgemäß entfallen.

Der Kreisel ist hier auf Grund seiner weitestgehend kreuzungsfrei gestalteten Verkehrslösung die sichere komfortable Knotenpunktform für alle Verkehrsteilnehmer und verursacht kaum Wartezeiten. Außerdem benötigt er weniger Platz, erspart Fahrbahnverbreiterungen und Baumfällungen. Er ist ein städtebaulicher Gewinn und kostet weniger Geld. Vor allem macht er schlagartig die mangelhafte Linienführung im bestehenden Knoten

Stellungnahme ADFC zu Würzburger Straße - Rhönstraße

Der ADFC Aschaffenburg nimmt Stellung zu den Planungen Würzburger Straße/Rhönstraße. Radfahrer wollen schnell und direkt - weil umwegempfindlich - an ihr Ziel kommen. Demzufolge muss eine Radnutzung in der Würzburger Straße möglich sein.

Um Konflikte zwischen Fußgängern und Radfahrern in den meist unzureichend breiten Seitenräumen zu vermeiden, sollte der Radverkehr in der Würzburger Straße generell auf der Fahrbahn geführt werden. Dazu bieten sich vorwiegend Radfahrstreifen von 1,85 bis 2,00 m Breite gemäß ERA (Empfehlungen für Radverkehrsanlagen) an. Bei der vorhandenen Breite der Fahrbahnhälfte von 7 m verbleiben nach Abzug von 2 m für den Radstreifen noch 5 m Restfahrbahnbreite, die als überbreite Fahrspur von den Autofahrern zweispurig genutzt werden kann.

Weitere Forderungen in Kürze:
- Eine Grüne Welle für den Radverkehr ist anzustreben.
- Radfahrstreifen auf der Fahrbahn. Die Gehwege können dann wieder in voller Breite als komfortable Verkehrsfläche für Fußgänger und radelnde Kinder dienen.
- Die aufwändige Kreuzung Berliner Allee/Rhönstraße sollte zum Kreisel umgebaut werden.
- Minikreisel für Einmündung Sälzerweg/Rhönstraße mit geschwindigkeitsdämpfender Wirkung.
- Verkehrswiderstand durch Einengungen in der Rhönstraße erhöhen.

Stellungnahme Würzburger (PDF)

Diskussionsveranstaltung Innenstadtentwicklung 25.01.2016 und Konzept Cityring Umweltverbund/Einkaufstaschen

Am 25.01.2016 diskutieren verschiedene Organisationen die Zukunft der Aschaffenburger Innenstadt nach Ringschluss und Bau Bahnparallele auf einer Podiumsdiskussion. Neben den Altstadtfreunden, dem VCD, der IHK, dem Handelsverband und den Stadtwerken sind auch wir auf dem Podium vertreten.

Anbei folgende Dokumente von unserer Seite, welche wir Euch hier zugänglich machen wollen:

Präsentation ADFC 25.01.2016

Positionspapier ADFC 25.01.2016

Von seiten des ADFC wurden im letzten Jahr zwei Ansätze diskutiert (Cityring Umweltverbund/Einkaufstaschen), welche in einem Konzept zusammengefasst mittlerweile an die verschiedenen Fraktionen und an die Verwaltung gesendet wurden:

Verkehrskonzept AB 2017 Stärkung Umweltverbund

Präsentation ADFC zum Radverkehr in der Stadt Aschaffenburg

Präsentation ADFC zum Radverkehr in der Stadt Aschaffenburg

In dieser Präsentation, welche vom Arbeitskreis Kommunal des ADFC Aschaffenburg-Miltenberg zusammensgestellt wurde, sind die wichtigsten Trends in der Aschaffenburger Verkehrspolitik mit Schwerpunkt Radverkehr dargestellt und welche Ziele der ADFC dabei hat. Wir wollen eine andere Verkehrspolitik in Aschaffenburg. Das Radverkehrskonzept wäre eine Grundlage um in Teilen eine echte Verkehrswende zu erreichen. In den nächsten Wochen und Monaten werden wir versuchen das Thema weiter in der Diskussion zu halten.

Präsentation ADFC Radverkehr in Aschaffenburg

AGFK-Vorbereisung Oktober 2015

Die Vorbereisung Aschaffenburgs durch die AGFK (Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Bayern) zur Situation des Radverkehrs hat stattgefunden. Entgegen der offiziellen Darstellung der Stadt auf der Stadtradeln-Veranstaltung am 13.10. wurde aber auch ein deutlicher Verbesserungsbedarf festgestellt.

Bis zur Hauptbereisung (in zwei Jahren?) sollen die offenen Punkte bearbeitet werden.
- Fehlen eines Radverkehrsbeauftragten
- Modal-Split Erhöhung sollte 5% bis 2020 sein und nicht die 3 %, wie sie im Beschluss des Planungs- und Verkehrssenates stehen!
- Durchgängige Radverkehrsführungen und radfahrerfreundlichere Lichtsignalsteuerungen
- Wegweisende Beschilderung und Piktogramme (zur Sichtbarkeit des Fahrradfahrens). Die Beschilderung Mainradweg mit sehr verwaschenen Logos. Selbst an der verkehrsrechtlichen Beschilderung (z.B. entlang Rad/Fußweg entlang Ringstraße) bestehen deutliche Defizite.
- Winterdienstplan und Baustellenmanagement
- Informationen für Radfahrer (Internet)

Positiv wurde vermerkt:
- Öffnung der Fußgängerzone und der Einbahnstraßen für das Fahrradfahren
- Fahrradmitnahme im ÖPNV und Fahrradstation am HBF (leider zeitlich begrenzte Nutzung möglich)
- Radverkehrskonzept und der AK-Radverkehr
- Fahrradabstellsatzung (allerdings ein Fahrradabstellplatz bei bis zu 100m2 Wohnungsgröße zu gering)

AGFK macht Befahrung/Bewertung der Stadt Aschaffenburg im Oktober 2015


Der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg hat von der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) in Bayern einen Bewertungsbogen erhalten. Diesen sollen wir bis zum 30.09.2015 abgeben. Anhand der Fragestellungen zum Radverkehr oder zur Nahmobilität kann ja jeder einmal überlegen, inwieweit die Stadt Aschaffenburg die Kriterien erfüllt, eine Fahrradfreundliche Kommune zu sein.

Seitens der AGFK heißt es:
"Nach einer Vorbereisung, bei der die Kommunen ein Feedback zum Stand der Radverkehrsförderung sowie Handlungsvorschläge erhalten, erfolgt die Aufnahme in den Verein. Der endgültige Nachweis der Aufnahmekriterien muss innerhalb von vier Jahren nach Aufnahme in den Verein erfolgen. Der Nachweis ist die Voraussetzung für die Auszeichnung als "Fahrradfreundliche Kommune in Bayern"."

Zubringer zur Staatsstraße 2309 nach Obernau

Zubringer zur Staatsstraße 2309 nach Obernau - Absenken der Höchstgeschwindigkeit auf 50 statt 70 solange Radweg nicht gebaut:

(Mittlerweile umgesetzt!)

Solange der vom Stadtrat am 15.07.2014 beschlossene Radweg nicht realisiert ist – hierzu vermissen wir eine klare Aussage bis wann dieser nun gebaut wird - müssen wir auf unserer Forderung aus dem letztjährigen Schreiben beharren, als Sofortmaßnahme die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 km/h abzusenken. Die aktuelle Regelung Tempo 70 für diese kurze Strecke freizugeben erscheint sinnfrei, wird diese nach unserer Beobachtung doch von PKW-Fahrern genutzt, um hier noch einmal richtig zu beschleunigen. Mit dieser Vorgehensweise einiger Zeitgenossen wird das Gefährungspotential nicht geringer. Auch für Familien mit Kindern ist die Strecke heute so nicht nutzbar.

 

Infotafeln Mainradweg

Infotafeln für den Mainradweg und Verbesserung der Informationsbereitstellung per Internet in Aschaffenburg

(UMGESETZT: Die Tafeln stehen seit Sommer 2016 am AVG-Trinkwasserbrunnen am Wasserwerk und in der Mörswiesenstraße!)

Als „Upgrade“ für den Mainradweg hat der ADFC Infotafeln an den Punkten vorgeschlagen, an denen der Mainradweg auf Aschaffenburger Gemarkung kommt. Beispiele für diese Tafeln, welche regionale Sehenswürdigkeiten herausstellen gibt es bereits an vielen Orten entlang des Mainradweges.

Mittlerweile sind zwei Infotafeln beschafft (Mitteilung vom 28.01.2015). Die dreiteilige Tafeln sind 120 cm hoch, die Seitenteile jeweils 70 cm und das Mittelteil 140 cm breit, Also insgesamt 280 x 120 cm. Aufstellung findet im Frühjahr 2015 statt. Letzter Stand Standorte: AVG-Trinkbrunnen Richtung Niedernberg, die dieser einen Pausenplatzcharakter hat und unterhalb des Schlosses.

Bezüglich Internet bleibt der ADFC in 2015 noch mal dran.

Anschreiben des ADFC mit Beispielen aus anderen Städten

Standortsuche

Tafelentwurf 1

Tafelentwurf 2

ADFC-Studie Fahrradfreundliches Aschaffenburg 2000 und 2012

Vor einiger Zeit hatte der ADFC Aschaffenburg ein Konzept zur Entwicklung des Radverkehrs in Aschaffenburg v.a. unter touristischen Gesichtspunkten vorgelegt. Dies stellen wir Euch hiermit als PDF zur Verfügung:

ADFC-Studie Fahrradfreundliches Aschaffenburg 2000 und 2012

Familienfreundliches Radfahrkonzept gefordert

An die 300 Bürger trugen sich ein, als die Elterninitiative „FaRad“ (Familienfreundliches Radeln) am 22. Oktober in der Fußgängerzone für ihr Anliegen warb: ein umfassendes, familienfreundliches Radfahrkonzept für Aschaffenburg und Öffnung der Fußgängerzone und des Schöntals für Radfahrer. Der ADFC unterstützt die Initiative von Anfang an bei ihren Bemühungen und war auch am Infostand vertreten.

Der Infostand war fast drei Stunden lang pausenlos belagert. Die Bürger unterschrieben einen Brief an Oberbürgermeister Klaus Herzog, den wir an dieser Stelle veröffentlichen. Das Schreiben fasst die Forderungen von FaRad kurz zusammen.

Die Bürger konnten sich auch an einer Umfrage beteiligen, deren Ergebnis wir hier ebenfalls veröffentlichen. Gefragt wurde nach ihrer Nutzung des Fahrrads und danach, wie sie das vorhandene Radwegenetz in Aschaffenburg beurteilen. Oberbürgermeister Klaus Herzog war ebenfalls unter den Besuchern. Er nahm sich viel Zeit, um sich über die Ziele der Elterninitiative zu informieren.

Zur Übergabe der Unterschriften an den OB vor dem Rathaus waren die Eltern mit ihren radelnden Kindern gekommen. Herzog erinnerte an den Arbeitskreis, der Anfang Dezember zum zweiten Mal tagt. Er soll kurzfristige Lösungen für die Verbesserung der Radwegesituation in Aschaffenburg suchen, aber auch ein langfristiges Konzept erarbeiten. Die Stadt Aschaffenburg wolle in den kommenden Jahren durch geeignete Maßnahmen den Anteil der Radler am gesamten Verkehr auf 20 Prozent erhöhen.

Das Main-Echo berichtete ausführlich. Nachzulesen unter www.main-netz.de

Rot-weiße Sperrpfosten ersetzen Begrenzungssteine

Mehr Sicherheit für Radfahrer in der Kleinen Schönbuschallee

Alle Begrenzungssteine in der Kleinen Schönbuschallee hat das Tiefbauamt der Stadt Aschaffenburg gegen reflektierende rot-weiße Sperrpfosten ausgetauscht. Das teilte Oberbürgermeister Klaus Herzog jetzt dem ADFC Aschaffenburg-Miltenberg mit. Insgesamt, so Stefan Amrhein vom Tiefbauamt, seien auf die gesamte Länge der Kleinen Schönbuschallee, etwa 25 Begrenzungsssteine gegen Sperrforsten ausgewechselt worden. Der ADFC hatte bemängelt, dass die Begrenzungssteine, die Autos an der Durchfahrt hindern sollen, in der Dämmerung oder bei Dunkelheit von Radfahrern nur schlecht zu erkennen sind „ auch wenn das Fahrradlicht einwandfrei funktioniert. Deshalb habe es hier viele Stürze und Beinahe-Stürze von Radfahrern gegeben. Die rot-weißen Sperrpfosten sollen dagegen schon von weitem das Fahrradlicht reflektieren. Einem Vorschlag des ADFC folgend hat die Stadtverwaltung inzwischen auch den neuen Fuß- und Radweg über die Autobahn entlang der B 26 nach Goldbach beschildert. Radler können die Überführung benutzen, weil am Beginn des Weges beim Mercedes-Kunzmann-Pavillon der Ampelmast versetzt und der Weg dadurch breiter wurde.

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