B 469 - ADFC stellt Ausbau in Frage - erst andere Verkehrsmittel stärken!

Die Vertreter mehrerer Verbände haben sich in Großostheim zu einer spontanen Aktion gegen den Ausbau der B 469 getroffen und dabei ein Transparent enthüllt. Neben Bund Naturschutz, Greenpeace, Friday for Future, Landesbund für Vogelschutz, div. Parteien war auch der ADFC vertreten. In mehreren Wortbeiträgen gingen die verschiedenen Redner u.a. auf das Ausmaß der Naturzerstörung, den Flächenverbrauch, den immensen Finanzbedarf und die falschen Ausrichtung des Staatlichen Straßenbauamts ein, welches immer noch trotz der Klimasituation primär auf Autoverkehr ausgerichtet ist.

Nachfolgend die Position des ADFC:

Mit Interesse verfolgt der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg die Planungen für die Beschleunigung des Autoverkehrs auf der B 469 zwischen Stockstadt und Großostheim auf 5,6 km. Rund 102,8 Mio € sollen die Ausbaupläne kosten. Hier stellt sich die berechtigte Frage, inwieweit angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen und der damit einhergehenden Planungsunsicherheiten ein solches Projekt umgesetzt werden soll. Vor allem aber: Ist es wirklich notwendig, den Autoverkehr durch immer mehr Straßen und Straßenausbauten derart zu fördern, anstatt ihn auf ein verträgliches Maß auszubremsen? Dies vor allem im Zeichen der Klimakrise und der finanziellen Unsicherheiten, die in naher Zukunft auf uns warten.

Im Falle der B 469 würde sich eine Tempobegrenzung anbieten. Dies wäre ein einfaches Mittel, um den Neubau mehrerer Brücken und die Versiegelung weiterer Flächen überflüssig zu machen. Die teuren Ausbaupläne lehnen wir deshalb ab.

Stärker als bisher nutzen Arbeitnehmer Homeoffice, d.h. die für Arbeitswege notwendige Verkehrsleistung wird sich deutlich reduzieren. Dies wird sich insbesondere auf längere Strecken langfristig auswirken. Nach einer Umfrage der deutschen Akademie der Technikwissenschaften planen 14 % der Bevölkerung, dauerhaft weniger mit dem Auto zu fahren.

Auf der anderen Seite beobachten wir als ADFC einen stark steigenden Radverkehr. Vor allem entlang von Staats- oder Bundesstraßen gibt es hier in Sachen Radwegeausbau jedoch noch deutlichen Handlungsbedarf. An Knotenpunkten wie Staatsstraße 2309 / Schloßstraße bei Alzenau-Michelbach oder B 8 / Saaläckerstraße in Kleinostheim zeigen sich eklatante Mängel hinsichtlich einer sicheren Führung des Radverkehrs. Hier könnte für den Umweltverbund – Fahrrad, Fußgänger, ÖPNV – mit erheblich weniger Finanzmitteln mehr erreicht werden als mit den horrenden Summen, die für den Ausbau von Straßen veranschlagt werden.

Bis heute auch fehlen überall entlang von Staats- und Bundesstraßen alltagstaugliche und somit schnelle Radverbindungen, zum Beispiel vom Kahlgrund in Richtung Alzenau oder von verschiedenen Spessartgemeinden nach Aschaffenburg. Es wäre an der Zeit, hier endlich aktiv zu werden, bevor größere Summen in Projekten aufgehen, deren Zukunftsfähigkeit und Notwendigkeit fraglich sind.

Wer möchte kann ja noch bis 27.11.2020 eine Einwendung gegen dieses Projekt bei Regierung von Unterfranken oder den beiden Kommunen Stockstadt und Großostheim einreichen.

Unterschriftenliste des LBV zum Download: Unterschriftenliste (PDF)

Stellungnahmen der anderen Verbände/Parteien: Dokumente (PDF)

Weitere Informationen: Bund Naturschutz in Aschaffenburg

Für den Vorstand:

Manfred Röllinghoff, Vors. ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V.

Gert Schroedter, Kassier

Swen Wolter, Schriftführer

Tino Fleckenstein, Beisitzer im Vorstand und kommunalpolitischer Sprecher,

Renate Gernhardt, Beisitzer im Vorstand

Konrad Bendiek, Beisitzer im Vorstand

 

 

 

Ausschuss für Umwelt und ÖPNV behandelte am 02.03.2020 einige Radfahrthemen

Bericht aus dem Ausschuss des Landkreises Aschaffenburg vom 02.03.2020

Im Ausschuss für Umwelt und ÖPNV wurden am 02.03.2020 einige Radfahrthemen behandelt.

Förderung des Radverkehrs im Landkreis Aschaffenburg

Für das Jahr 2019 wurden 170.000 € für die Förderung von Radwegprojekten der Gemeinden ausgegeben. Dies addiert sich teilweise mit anderen Förderungen von der Landesebene, so dass für die Gemeinden eher geringe Beträge für einzelne Projekte zustande kommen. Der Bericht umfasste im weiteren die bereits im Arbeitskreis Radwege im November 2019 erfolgte Berichterstattung zu Radwegprojekten. Explizit wurden vier aktuelle Projekte genannt:

  1. Alzenau: Verbindung Tannenhof – Alzenau Süd. Entlang der Radroute AB-ALZ soll das Teilstück asphaltiert werden.

  2. Mainaschaff: Entlang der Bahn in Höhe Steinerts Ausbau eines Radweges, ebenso entlang der Radroute AB-ALZ.

  3. Westerngrund-Schneppenbach

  4. In 2020 kommt Johannesberg – Oberafferbach dazu.

Von Mitarbeitern der Kreisverwaltung wurden 2019 ca. 590 Stunden Arbeitsstunden für die Radwegförderung aufgewendet.

Mainbrücke Stockstadt – Mainaschaff

Auch nach Einschätzung von Landrat Reuter sind hier sehr dicke Bretter zu bohren. Die Studie für eine eigene Brücke ist auf den Weg gebracht. Hier gilt es nun die Ergebnisse abzuwarten.

Radschnellweg Aschafftal

Die fertige Machbarkeitsstudie für den ursprünglich vom ADFC vorgeschlagenen Radschnellweg im Aschafftal zwischen Hösbach und Aschaffenburg wurde im Dezember an die Regierung von Unterfranken gesendet. Hier waren drei Fragen vorrangig:

  1. Rechtliche Basis – Wahl des Rechtsverfahrens

  2. Bauträgerschäft

  3. Finanzierung/Förderung

Wie sich aus der Antwort der Regierung herauslesen ließe wäre eine Förderung zwar grundsätzlich möglich, jedoch fehlt in Bayern jegliche rechtliche Definition für einen Radschnellweg. Auch mit der Baulastträgerschaft ist es nicht so einfach, da die geplante Route nicht entlang einer überregionalen Straße verläuft und somit ggf. Als selbständiger Radweg klassifiziert würde.

Generell besteht Gesprächsbedarf, hierzu soll eine Absprache mittelfristig herbeigeführt werden.

Radschnellweg Aschaffenburg-Hanau

Hier ist zumindest die Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht und eine Arbeitsgruppe gegründet. Im Jahr 2020 soll die Ausschreibung der Erstellung der Studie erfolgen.

Ob jetzt all diese Projekte unter der Vorzeichen der aktuellen Corona-Krise zeitlich so umgesetzt werden, sei dahingestellt.

Kreisausschuss für Umwelt und ÖPNV des Landkreises Aschaffenburg berät Bike-and-Ride (02.03.2020)

Kreisausschuss für Umwelt und ÖPNV des Landkreises Aschaffenburg berät Bike-and-Ride – Ergebnis der Abfrage bei den Gemeinden

Vom Nahverkehrsbeauftragten wurde bei den Gemeinden im Landkreis die Situation der Park+Ride- und Bike+Ride-Plätze an Bahnhöfen abgefragt. 27 Gemeinden haben geantwortet. Es zeichnen sich deutliche Unterschiede der Zahlen der BEG (Bayerische Eisenbahngesellschaft) zu denen der Gemeinden ab. Als Beispiele für die deutlichen Abweichungen bei den Stellplatzzahlen wurden Stockstadt und Alzenau genannt.

An Bushaltestellen werden von einzelnen Gemeinden ein Bedarf gesehen. Einige Gemeinden planen die Erweiterung der Kapazitäten.

Eine Konzeption für den Landkreis oder die Umsetzung der Prüfaufträge aus dem Nahverkehrsplan waren hierbei leider kein Thema. Im Nahverkehrsplan sind ja Vorgaben die Prüfung z.B. der Aufstellung von Fahrradboxen als sichere Radabstellanlagen definiert. Einige Gemeinden, wie z.B. Karlstein oder Kahl haben bereits Fahrradboxen aufgestellt, die einen hohen Auslastungsgrad haben. Fehlanzeige sind diese zum Beispiel noch bei den RE-Halten in Kleinostheim und Heigenbrücken. Im Nahverkehrsplan wurde für den Bedarf folgendes festgehalten:

Was das ergänzende Aufstellen von Fahrradboxen anbelangt, kann als Faustformel ab einem festgestellten B+R-Potential von etwa 100 Nutzern davon ausgegangen werden, dass etwa 5% des B+R-Bedarfs als Radboxen realisiert werden sollte.

Der ADFC wird dieses Thema nochmal im AK Radverkehr des Landkreises in 2020 ansprechen.

 

 

Abfrage von Radthemen bei Landratskandidat/innen

Nach der Veranstaltung des Main-Echos zur Landratswahl hatte der ADFC an die Landratskandidat/innen noch verschiedene Fragestellungen nachgereicht. Bereits bei dieser Podiumsdiskussion war zu erkennen, dass Radverkehr ein wichtiges Thema im Landkreis ist und dies von den vier Kandidat/innen so eingeordnet wird. Neben den bereits im Main-Echo verarbeiteten Themen Radverkehrskonzept und Radverkehrsbeauftragter nun die zusätzlichen Fragestellungen. Bis dato waren die Antworten von Dr. Alexander Legler (CSU), Özcan Pancarci (SPD/Grüne) und Max Bruder (FDP) eingegangen.

 

Dr. Alexander Legler (CSU)

Kurzfristige Behebung von Gefahrenstellen an Kreuzungen und Ortsdurchfahrten von Staats- und Bundesstraßen

Wie können Problemstellen für den Radverkehr, die auch unfallauffällig sind, jedoch nicht in der Verantwortung der jeweiligen Gemeinde liegen, da Staats- oder Bundesstraße, kurzfristig optimiert werden. Beispiele im Landkreis:

·       Alzenau-Michelbach/Schloßstraße (Staatsstraße 3305, gefährliche Querung Kahltal-Spessartradweg)

·       Kleinostheim: Mainparkstraße/Saaläckerstraße (B 8, Radverkehr in Neuplanung "vergessen")

·       Ortsdurchfahrt Karlstein (Staatsstraße 3308, gefährliche Einbiegungsstellen)

Indem wir gemeinsam mit den verantwortlichen Straßenbaulastträgern, den betreffenden Kommunen und dem ADFC zusammenkommen und aktiv umsetzbare Lösungen erarbeiten. Ich würde als Landrat diesbezüglich zeitnah zu den jeweiligen Treffen einladen. (Was Alzenau anbelangt, haben wir das Thema nach meiner Kenntnis bereits beim Staat angemeldet ebenso Querungshilfen via Ampel auf der St 2305 Höhe Burgstraße und Industriestraße, aber auch mit Blick auf die Querung der St 2444 Höhe Tannenhof/Auf-/Abfahrt BAB45)

Touristische Radwege – insbesondere Mainradweg

(Abschnitt Mainaschaff – Kleinostheim – Karlstein)

Sehen Sie hierbei Optimierungsbedarf?

Im Rahmen des Möglichen gilt es, für eine adäquate Befestigung und Rahmenbedingungen zu sorgen, die das Radfahren angenehm und sicher macht.

Anbindung Kahltal Richtung Alzenau

Wie lässt sich eine Alltagstauglichkeit des Kahltal-Radweges zwischen Schöllkrippen und Alzenau herstellen?

Indem wir den Lückenschluss herbeiführen, insbesondere auch dahingehend, dass die noch nicht befestigten Teilbereiche befestigt werden.

Mainbrücke Stockstadt – Mainaschaff

Eine vom Landkreis in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie soll deshalb Aufklärung darüber geben, ob eine eigene Brücke für Fußgänger und Radler gebaut werden kann. Unterstützen Sie diese Bestrebungen? Und würden Sie als Landrat den Bau dieser Brücke forcieren?

Dieses Vorhaben ist sehr sinnvoll, vgl. Brücke Karlstein/Mainflingen. Am Ende braucht es aber auch die Unterstützung der beteiligten Kommunen.

Fahrradmitnahme im ÖPNV

Wie soll die Fahrradmitnahme im ÖPNV im Landkreis geregelt werden?

In unseren Bussen und Zügen müssen ausreichend Möglichkeiten vorhanden sein, um die Mitnahme von Rädern zu ermöglichen. Die Mitnahme von Rädern sollte zudem finanziell keinen Nachteil mit sich bringen, d. h., es ist zu überlegen, die Mitnahme grundsätzlich kostenfrei zu stellen.

Förderung Lastenräder

Wäre eine Förderung über den Landkreis möglich?

Über ein entsprechendes Förderprogramm könnte hier Unterstützung geleistet werden.

 

 

Özcan Pancarci (SPD/GRÜNE)

Kurzfristige Behebung von Gefahrenstellen an Kreuzungen und Ortsdurchfahrten von Staats- und Bundesstraßen
Wie können Problemstellen für den Radverkehr, die auch unfallauffällig sind, jedoch nicht in der Verantwortung der jeweiligen Gemeinde liegen, da Staats- oder Bundesstraße, kurzfristig optimiert werden. Beispiele im Landkreis:
•    Alzenau-Michelbach/Schloßstraße (Staatsstraße 3305, gefährliche Querung Kahltal-Spessartradweg)
•    Kleinostheim: Mainparkstraße/Saaläckerstraße (B 8, Radverkehr in Neuplanung "vergessen")
•    Ortsdurchfahrt Karlstein (Staatsstraße 3308, gefährliche Einbiegungsstellen)
Ich sehe es als Aufgabe des Landrats an, bei Gefahrenstellen, wie sie in den genannten 3 Beispielen vorliegen, tätig zu werden. Meine Einstellung ist klar, dass ein Hinweis auf Nichtzuständigkeit inakzeptabel ist. Hier gilt es die zuständigen Stellen mit Unterstützung unserer Verkehrssicherheitsbehörden aufzufordern, Abhilfe zu schaffen, bevor es zu Unfällen kommt. Schnelle Maßnahmen müssen eingefordert werden. Wie eine Optimierung in den speziellen Beispielen am besten aussehen müsste, würde ich gerne mit Vertreter*innen des ADFC vor Ort besprechen.

Touristische Radwege – insbesondere Mainradweg
(Abschnitt Mainaschaff – Kleinostheim – Karlstein)
Sehen Sie hierbei Optimierungsbedarf?
Ja. Wir brauchen für den Mainradweg, der schon gut genutzt wird, auf alle Fälle eine zukunftsgerichtete Lösung. Neben der Verbesserung interkommunaler Radwege brauchen wir die Einrichtung von Fahrradstraßen und sicheren Fahrradrouten in den Ortsgebieten. Für den Mainradweg wäre die Lösung einer „Miteinanderzone“ zielführend. Dafür müsste selbstverständlich auch ausreichend geworben werden.

Anbindung Kahltal Richtung Alzenau
Wie lässt sich eine Alltagstauglichkeit des Kahltal-Radweges zwischen Schöllkrippen und Alzenau herstellen?
Der Fahrradweg zwischen Schöllkrippen und Alzenau ist derzeit an vielen Stellen nicht alltagstauglich. Für den Weg zur Arbeit ist die Streckenführung zu umständlich und in Untergrund und Führung in einigen Teilabschnitten beileibe nicht attraktiv. Selbst für den langsamen Freizeitradverkehr gibt es Passagen, die mitunter nicht ungefährlich sind. Detaillösungen für eine bessere Führung würde ich sehr gerne mit Ihnen besprechen.

Mainbrücke Stockstadt – Mainaschaff
Eine vom Landkreis in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie soll deshalb Aufklärung darüber geben, ob eine eigene Brücke für Fußgänger und Radler gebaut werden kann. Unterstützen Sie diese Bestrebungen? Und würden Sie als Landrat den Bau dieser Brücke forcieren?
Ja, ich halte den Bau einer Brücke für notwendig. Dies wird jedoch noch wenige Jahre für Planung und Umsetzung in Anspruch nehmen. Daher muss beim derzeitigen Querungsangebot kurzfristig gehandelt werden. Beide Gemeinden sind nach meiner Information hier mit „am Ball“, um die Situation zu verbessern. Es freut mich auch, dass aus der örtlichen Bevölkerung hierzu viel Druck aufgebaut wird.

Fahrradmitnahme im ÖPNV
Wie soll die Fahrradmitnahme im ÖPNV im Landkreis geregelt werden?
Eine Vernetzung der verschiedenen Mobilitätskomponenten wie Bike und Ride macht es notwendig, die Mitnahmeangebote für Fahrräder in Bussen und Bahnen zu ermöglichen. Ich halte einheitliche Regeln für die Mitnahme beim VAB für sinnvoll. Die Möglichkeiten sollten ganztägig und natürlich auch an Wochenenden gegeben sein.

Förderung Lastenräder
Wäre eine Förderung über den Landkreis möglich?
Es gibt mittlerweile in vielen Regionen in Deutschland den Einsatz von Lastenrädern. Hier sollten wir uns die besten Beispiele anschauen. Lastenräder sind sehr sinnvoll, daher sollte von den Parkmöglichkeiten bis hin zur finanziellen Förderung alles denkbar Machbare in Angriff genommen werden.
 

 

Max Bruder (FDP)

Kurzfristige Behebung von Gefahrenstellen an Kreuzungen und Ortsdurchfahrten von Staats- und Bundesstraßen Wie können Problemstellen für den Radverkehr, die auch unfallauffällig sind, jedoch nicht in der Verantwortung der jeweiligen Gemeinde liegen, da Staats- oder Bundesstraße, kurzfristig optimiert werden. Beispiele im Landkreis:

- Alzenau-Michelbach/Schloßstraße (Staatsstraße 3305, gefährliche Querung Kahltal-Spessartradweg)

- Kleinostheim: Mainparkstraße/Saaläckerstraße (B 8, Radverkehr in Neuplanung "vergessen")

- Ortsdurchfahrt Karlstein (Staatsstraße 3308, gefährliche Einbiegungsstellen)

Die Zuständigkeiten im Landratsamt müssen augenscheinlich bezüglich des Radverkehrs gebündelt werden und eine Stelle mit der Verantwortung, Kompetenz und Mitteln beauftragt werden, dem Radverkehr eine neue hohe Priorität zukommen zu lassen. Mit der Planung muss dann unverzüglich begonnen werden und kurzfristig Mittel im nächsten Haushalt bereitgestellt werden. Generell müssen Haushaltsposten explizit für die Ertüchtigung der Fahradinfrastruktur in zukünftigen Haushalten abgebildet werden und mit den nötigen Mitteln versehen werden.

Touristische Radwege – insbesondere Mainradweg

(Abschnitt Mainaschaff – Kleinostheim – Karlstein) Sehen Sie hierbei Optimierungsbedarf?

Absolut, gerade nach Mainaschaff und vor Kleinostheim muss der Radweg verbessert werden. Der Landkreis muss anschließende Angebote für Radtouristen fördern und die Möglichkeiten des Tourismus durch Radfahrer besser nutzen. Dazu ist es wichtig, die eigenen Sehenswürdigkeiten historisch interessant aufzubereiten und kulturelle Angebote entlang des Radwegs auszubauen.

Anbindung Kahltal Richtung Alzenau

Wie lässt sich eine Alltagstauglichkeit des Kahltal-Radweges zwischen Schöllkrippen und Alzenau herstellen?

Um das serös beantworten zu können, brüchte ich mehr Informationen, das Stück zwischen Alzenau und Schöllkrippen kenne ich nicht gut genug. Klar ist, dass der Radweg in Zukunft nicht mehr auf Ortsdurchfahrten verlaufen sollte. Gerne würde ich Ihre Anregungen und Ideen aufnehmen.

Mainbrücke Stockstadt – Mainaschaff

Eine vom Landkreis in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie soll deshalb Aufklärung darüber geben, ob eine eigene Brücke für Fußgänger und Radler gebaut werden kann. Unterstützen Sie diese Bestrebungen? Und würden Sie als Landrat den Bau dieser Brücke forcieren?

Beides mal ja. Ich bin von der Sperrung des Wegs an der Eisenbahbrücke selbst betroffen und der vorhandene Steg ist zu eng für einen vernünftigen Radverkehr. Eine solch wichtige Querung muss zügig mit dem Rad befahrbar sein.

Fahrradmitnahme im ÖPNV

Wie soll die Fahrradmitnahme im ÖPNV im Landkreis geregelt werden?

In Zügen generell kostenfrei, in Bussen sollte es bei genug Platz (außerhalb der Stoßzeiten) gestattet sein.

Förderung Lastenräder

Wäre eine Förderung über den Landkreis möglich?

Möglich wäre dies. Ob nun so eine Einzelmaßnahme alleine sinnvoll ist, darüber kann man streiten, eigebettet in einen Aktionsplan für mehr Radverkehr kann es eine sinnvolle Maßnahme darstellen.

 

 

Maili Wagner (FW)

- Antworten liegen noch nicht vor -

 

 

Arbeitskreis Landkreis Aschaffenburg mit vielen neuen Projekten

Kurzbericht AK Landkreis 13.11.2019

 

Bike und Ride von Tagesordnung genommen – Sondersitzung sobald Rücklauf von den Gemeinden vorliegt

Der ADFC hatte den Punkt Bike+Ride beantragt, nachdem Rechererchen des ADFC zu Mängeln hinsichtlich Menge und Qualität aufzeigten. Aktuell läuft beim Landkreis eine Bedarfsabfrage bei den Gemeinden. Der Rücklauf hierzu und die Beratung im Fachausschuss soll abgewartet werden.

An die zuständigen Mitarbeiter des Landkreises wurde eine Präsentation des ADFC verteilt, welche die Situation der Bike+Ride-Anlagen und der vorhandenen Defizite darstellt.

 

Mainbrücke Stockstadt – Mainaschaff

Wahrscheinlich im Juni 2020 erfolgt die Fertigstellung. Aktuell wird eine Verbreiterung des Stegs auf 2,50 m auf den beiden Vorbrücken hinsichtlich der Statik geprüft. ADFC stellte nochmals dar, dass aufgrund der gegebenen Frequentierung eigentlich eine größere Breite anzustreben ist. Eine gesonderte Brücke wird eher als schwierig gesehen, da die Position des heute vorhandenen Stegs eigentlich optimal ist.

 

Mainradweg

Die präsentierten Mängel in Mainaschaff und Kleinostheim sind nun seit mehreren Jahren bekannt und wurden oft auch vom ADFC angesprochen. Seitens der Gemeinden gibt es in Mainaschaff erste Überlegungen aktiv zu werden und die Belagschäden zu verbessern. Aus Kleinostheim gibt es dazu keine Rückmeldung.

 

Projekte der Gemeinden – Kritik des ADFC

Erfreulicherweise konnten die für 2018 und 2019 jeweils vorgesehenen 200.000 € Förderung voll für Projekte ausgezahlt werden.

An maßgeblichen Projekten konnten in 2019 folgende Zuschüsse gewährt werden:

  • Radweg entlang der St 2309 bis Einmündung in die St 2305, Mömbris: 90.000 €

  • Radweg Lückenschluss im Bereich St. Jörgen OT Keilberg, Bessenbach: 40.000 €

  • Radweg Haibach –DörrmorsbachBauabschnitt 1, Haibach: 77.000 €

  • Radweg Laufach–Hain, Laufach, entlang der Bahn 22.000 €

     

Von seiten des ADFC wurde kritisch angemerkt, dass eine Vielzahl von Projekten sich eher auf besiedlungsärmere Gebiete des Landkreises, u.a. oberer Kahlgrund, konzentrieren, während Gemeinden auf wichtigen Routen des Kreisnetzes keine Projekte angemeldet haben. Dies obwohl es in deren Verantwortungsbereich bekannte Lücken und Mängel im Radwegenetz des Landkreises gibt. Konkret werden hierzu Kleinostheim und Mainaschaff angesprochen. Der ADFC hatte im August den Landkreis wegen der Situation auf der Radroute Alzenau – Aschaffenburg angeschrieben (Rennstraße Kleinostheim und Gewerbegebiet Mainaschaff). Dies läuft dem Ansatz eines Kreisradwegenetzes in Teilen zuwider.

 

Der Abschnitt des Kahltalradweges zwischen Mensengesäß und Schimborn wird planerisch bearbeitet, indem er offenbar z.Zt. bei der unteren Naturschutzbehörde vorliegt

 

Projekte des Landkreises (Kreisstraßen)

Oberhalb von Krombach und Omersbach wurde die Kreuzung in einen Kreisverkehr umgebaut, der auch einen umlaufenden Radweg beinhaltet. Hieran können zukünftige Radwegprojekte andocken.

Blankenbach-Krombach und Blankenbach-Sailauf werden neue Projekte umgesetzt.

 

 

Radschnellweg Aschafftal

Es werden nochmals die Machbarkeitsstudie und der Anschluss in Aschaffenburg vorgestellt. Die Doppelkurve bei der Bahnunterführung soll entfallen, d.h. hier wäre ein Neubau nötig, der ca. 1 Mio. € kostet. Die Bürgermeister von Goldbach und Hösbach haben nochmal die Notwendigkeit des Anschlusses an den Radschnellweg betont, falls dieser südlich der Autobahn verläuft. Im Dezember wird die Machbarkeitsstudie an die Regierung von Unterfranken übergeben. Problem ist die fehlende rechtliche Basis für das Genehmigungsverfahren – hier wird also Neuland betreten. Im wesentlichen bestehen drei Fragestellungen:

 

  1. Welches Rechtsverfahren? Zu prüfen ist ob es dafür ein Planfeststellungsverfahren gibt.

  1. Wer hat die Baulastträgerschaft?

  2. Finanzierung?

 

Die Gesamtkosten liegen auf dem Gebiet des Landkreises bei ca. 10 Mio. €.

Wie sich zeigte steht in Goldbach evt. Ein Projekt der Kalkwerke an, auf der geplanten Trasse einen Parkplatz einzurichten.

 

Radschnellweg Aschaffenburg-Hanau

Eine Machbarkeitsstudie wird bis zum ersten Quartal 2020 beauftragtt. Diese wird dann in 2021 vorliegen. ADFC schlägt hierzu vor Bestandsrouten soweit möglich zu integrieren.

 

Radwege-ab.de

Hierzu gibt es ein Portal des Landkreises auf dem Umleitungen etc. abgerufen werden können. Radverkehr erscheint dort aktuell unter Tourismus – dies wird noch abgeändert, so dass dieser in der Rubrik „Verkehr“ erscheint.

 

AGFK-Beitritt

In einem Ausschuss des Landkreises wurde beschlossen der AGFK (Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreudenlicher Kommunen in Bayern e.V.) beizutreten. Dieser Beschluss muss aber noch vom Kreisrat genehmigt werden.

Stellungnahme zu Radroute ALZ-AB an das Landratsamt gegeben

Bereich Mainaschaff - Kleinostheim - Karlstein näher bewertet

I. Grundsätzliche Bedeutung der Radverbindung
Aufgrund eigener Beobachtungen der Verkehrssituation, Anfragen die an uns als ADFC herangetragen wurden und Diskussionen zu Teilen der Radroute die z.B. in Kleinostheim stattfinden, möchten wir mit dieser Stellungnahme Verbesserungen für den Radverkehr auf dieser Radverbindung zur Diskussion stellen.

Diese zügige Verbindung für den Alltagsradverkehr verbindet 120.000 Einwohner der fünf Anliegerkommunen (Aschaffenburg – Mainaschaff - Kleinostheim – Karlstein – Alzenau). Bedingt durch die relativ direkte Streckenführung ist diese Route im Vergleich zum Mainradweg oder den Gegebenheiten entlang der B 8 alternativlos.
Die insgesamt hohen Radverkehrsanteile rechtfertigen es über die Ausweisung von Fahrradstraßen auf dieser Strecke nachzudenken.

II. Empfehlungen Mainaschaff, Kleinostheim und Karlstein
Nachdem im Herbst 2017 der ADFC die Situation dieser Radverbindung innerhalb der Stadt Aschaffenburg verschiedene Kritikpunkte thematisiert hatte, folgen nun Empfehlungen für den Bereich der Gemeinden Mainaschaff, Kleinostheim und Karlstein.

II.1. Mainaschaff – Gewerbegebiete

Im Bereich der Radroute als Sofortmaßnahme die zulässige Geschwindigkeit im Schneidweg von 60 km/h auf 50 km/h begrenzen. Auf der Fahrbahn ist durch das Aufbringen von Fahrradpiktogrammen zu verdeutlichen, dass hier Radverkehr stattfindet.

Mittelfristig sollte geklärt werden, wie eine gesicherte und nutzbare Radverkehrsverbindung zwischen Kapellenberg und Industriegebiet Strietwald geschaffen werden kann. Dies wird insbesondere bei einer Erweiterung der Gewerbegebiete mit absehbar steigenden Verkehrszahlen wichtig werden.

II.2. Kapellenberg Mainaschaff – Rennweg Kleinostheim

Rennweg für den Kraftverkehr sperren und auf landwirtschaftlichen Verkehr beschränken. Da für Mopeds etc. ein Befahren der B 8 nicht möglich ist, wäre eine gesonderte Freigabe für diese Fahrzeuge ebenso sinnvoll. Ebenso wäre eine Anliegerregelung bis zum Haus Wasserfall erforderlich. Die Strecke könnte auch als Fahrradstraße mit entsprechenden Freigaben angeordnet werden.

Nach einer Einführung sollte die Regelakzeptanz geprüft und im Bedarfsfall die Einrichtung modaler Filter überlegt werden.

II.3. Alte Poststraße – Scheblerstraße im Ortsbereich Kleinostheim bis Schützenhaus

Die Radverkehrsverbindung Rennweg-Alte Poststraße-Scheblerstraße bis Schützenhaus wird als Fahrradstraße mit entsprechenden Freigaben in Wohngebieten auch für Kfz ausgewiesen. Neben der Beschilderung in Abständen Piktogramm „Fahrradstraße“ aufbringen.

Als zusätzliche Maßnahme wäre die Anbindung des Ortsbereiches Kleinostheim in Höhe des Schützenhauses zu optimieren. Der vorhandene Bahndurchstich könnte so ausgebaut werden, dass eine Durchfahrt per Fahrrad möglich ist.

II.4. Kleinostheim: von Schützenhaus bis Parkplatz Anglersee

Diesen Abschnitt als Fahrradstraße ausweisen. Freigabe für Kfz aufgrund der innerörtlichen Verbindungen erforderlich. Neben der Beschilderung in Abständen Piktogramm „Fahrradstraße“ aufbringen. Aufgrund der sehr hohen Radfahrer- und Fußgängerfrequenz in diesem Bereich wäre eine Sperrung für den Kraftverkehr an Sonn- und Feiertagen zu prüfen.

II.5. Abschnitt Schluchthof – Heißerackerhof – Abzweigung vor Hörstein

Der Weg ehem. Schluchthof-Heißerackerhof-Hörstein wird als Fahrradstraße mit Freigabe für Kfz ausgewiesen. Belagschäden u.a. Schlaglöcher beheben.

Gesamte Stellungnahme

 

 

ADFC schreibt Landrat wegen Mainbrücke Stockstadt-Mainaschaff an

Der ADFC hat nun die Kreispolitik in Form eines Anschreibens an den Landrat aufgefordert, in Sachen Mainbrücke Stockstadt-Mainaschaff schnell aktiv zu werden. Ziel muss es sein eine Radverbindung an dieser Stelle zu realisieren, die den Anforderungen an eine umweltfreudliche Mobilität genügt:

Sehr geehrter Herr Landrat,

wie verschiedenen Medienberichten zu entnehmen wird aktuell die Situation des Radverkehrs über die Mainbrücke zwischen Stockstadt und Mainaschaff diskutiert.

Im Herbst 2018 hatten wir Sie im Vorfeld des AK Radverkehr des Landkreises angeschrieben und die Mainbrücke Stockstadt-Mainaschaff als Punkt für dessen Sitzung am 29.11.2018 angemeldet. Der ADFC hatte in diesem Arbeitskreis für eine Potenzialanalyse geworben, da erste Zählungen des ADFC auf eine vierstellige Nutzung durch Radfahrer pro Tag und damit auf die hohe Bedeutung der Brücke hinwiesen. Darüber hinaus wurde die Bedeutung der Brücke im regionalen Kontext dargestellt (vgl. Präsentation ADFC vom AK Radverkehr 29.11.2018, Protokoll des AK Radverkehr). Wir halten es aufgrund der aktuellen Diskussion für dringend erforderlich die Potenzialanalyse nun auf den Weg zu bringen.

Die Nutzung dieser Brücke für den Radverkehr ist alternativlos, da zwischen der Ebertbrücke in Aschaffenburg und der Brücke Mainhausen über 11 km Distanz liegen. Eine Durchgängigkeit der Radverbindung ist nicht nur zwischen Mainaschaff und Stockstadt zu schaffen, sondern eine Lücke im Radwegenetz des Landkreises Aschaffenburg ist zu schließen.

Betreffend der Mainquerung in Form eines Brückenumbaus oder des Baus eines gesonderten Stegs/einer gesonderten Brücke sehen wir daher folgende qualitativen Anforderungen:

  • durchgängige befahrbare und begehbare Breite von mindestens 3,50 m. Siehe ERA 2010, 3.6. Bild 15: bei 120 Fußgängern/Radfahrern pro Spitzenstunde sind ca. 3,50 m erforderlich.

  • Rampen auf beiden Seiten, bei denen die Steigungen gemäß 2.2.3 ERA2010 / Tabelle 7 nicht überschritten werden, d.h. nicht mehr als 6 % bei Rampen länger als 65 m.

  • Barrierefreiheit

  • Abbau von Umlaufsperren

Selbst die ursprünglich diskutierte Breite des Radweges von 2,50 m würde jedoch gerade ein Mindestmaß darstellen. Aufgrund der bereits hohen Frequentierung durch Radfahrer und Fußgänger sollte eine größere Breite angestrebt werden. Bei Beobachtungen des ADFC vor Ort wurden Werte von über 120 Radfahren/Fußgängern erreicht, die eine Breite von 3,50 m erfordern. Bei einer gegebenen Befahrbarkeit ist von einem weiteren Zuwachs des Radverkehrs auf der Brücke auszugehen. Die Mainbrücke bei Mainflingen hat eine befahrbare Breite von ca. 4 m. Die aktuell anvisierte Beschränkung der Maßnahmen auf ein höheres Geländer ist keinesfalls zielführend.

Neben den Anliegergemeinden wäre aufgrund der hohen Bedeutung für den regionalen Radverkehr auch der Kreis Aschaffenburg gefordert. Neben der gemäß der kreisweiten Radverkehrsförderung vorgesehenen Förderquote von 35 % wären zusätzliche Mittel aufgrund der hohen Projektbedeutung bereitzustellen.

Schnell zu klären wäre darüber hinaus, inwieweit Zuschüsse aus Landesmitteln bereitstehen könnten, bevor mit baulichen Maßnahmen begonnen wird.

Da nach unserer Einschätzung der Landkreis für alle öffentlichen Aufgaben zuständig ist, die das Leistungsvermögen der kreisangehörigen Gemeinden übersteigt, wollen wir an die Verpflichtung zur Schaffung und Koordinierung der notwendigen Infrastruktur zwischen den Gemeinden im Kreisgebiet erinnern.

Zu diesen Aufgaben gehört zweifelsfrei auch ein regionales Radnetz, für das sich der Landkreis einsetzen und aktiv werden muss. So gesehen ist er im Zuge eines Neubaus der Stockstädter Eisenbahnbrücke mit Berücksichtigung angemessener Fuß- und Radverkehrsanlagen auch Verhandlungspartner mit der Deutschen Bahn und den betroffenen Gemeinden.

ADFC: Chance Mainbrücke Stockstadt - Mainaschaff nutzen.

Der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V. fordert eine durchgängige Radverbindung an der Mainbrücke zwischen Stockstadt und Mainaschaff, so der Beschluss der ADFC-Mitgliederversammlung vom 20. Februar 2019.

Die Nutzung dieser Brücke für den Radverkehr ist alternativlos, da zwischen der Ebertbrücke in Aschaffenburg und der Brücke Mainhausen über 11 km Distanz liegen. Im Herbst hatte der ADFC im Arbeitskreis Radverkehr des Landkreises Aschaffenburg für eine Potentialanalyse geworben, da erste Zählungen des ADFC auf eine vierstellige Nutzung der Brücke durch Radfahrer pro Tag hinwiesen, so Tino Fleckenstein (ADFC).

Der teilweise Neubau der Brücke bietet die Chance eine Durchgängigkeit der Radverbindung nicht nur zwischen Mainaschaff und Stockstadt zu schaffen, sondern eine Lücke im Radwegenetz des Landkreises Aschaffenburg zu schließen. Die vorgesehene Breite des Radweges von 2,50 m stellt jedoch gerade ein Mindestmaß dar. Aufgrund der hohen Frequentierung durch Radfahrer und Fußgänger sollte eine größere Breite geprüft werden.

Neben dem Bau des Radweges auf der Brücke ist eine Radtauglichkeit der beiden Rampen auf Stockstädter und Mainaschaffer Seite herzustellen. Neben den Anliegergemeinden wäre aufgrund der hohen Bedeutung für den regionalen Radverkehr auch der Kreis Aschaffenburg gefordert. Neben der gemäß der kreisweiten Radverkehrsförderung vorgesehenen Förderquote von 35 % wären zusätzliche Mittel bereitzustellen.

Schnell zu klären wäre darüber hinaus, inwieweit Zuschüsse aus Landesmitteln möglich wären, bevor mit dem Bau begonnen wird.

Kurzbericht AK Radverkehr 2018

Kurzbericht AK Radverkehr 2018

 

Haushaltsmittel und Projekte des Landkreises

Frau Junker stellte den grundsätzlichen Rahmen mit rund 520 beschilderten Radwegen im Landkreis Aschaffenburg dar.

Die Kreisverwaltung listete die geleisteten Förderungen seitens des Landkreises der letzten Jahre auf:

2015: 175.000 €

2016: 55.000 €

2017: 49.000 €

 

Vom ADFC wurde hinterfragt, was mit den 200.000 € ist, die jedes Jahr in den Kreishaushalt eingestellt werden, um überörtliche Radwege mit 35 % zu fördern. Herr Friess stellte die Problematiken bei Planung, Grunderwerb, Einhaltung, Naturschutz und Bauträgerlast Gemeinden dar.

 

Anmerkung: Dies ist mit einer der Gründe, weshalb sich der ADFC Bayern für ein Radgesetz auf bayerischer Ebene um die Zuständigkeiten neu zu regeln.

 

Förderprojekte des Landkreises in den Gemeinden

Stockstadt hatte verschiedene Projekte angemeldet, wobei nun betreffend der Route nach Babenhausen sich Fortschritte abzeichnen.

Projekte des Landkreises/Überarbeitung von Bestandsradwegen

Oberhalb von Omersbach und Krombach wurden am Kreisverkehr AB12/19 eine umlaufende Radwege um den Kreisverkehr installiert. Dies wird wichtig, wenn dort interkommunale Radwege entstehen.

Ebenso ist zwischen Weyberhöfen und dem KVP Hösbach-Bhf. mit Anbindung Steiger ein Radweg vorgesehen.

In einigen Stellen wurden bestehende Radverbindungen optimiert, z.B. durch Umlegen der Strecke. Hier wurden folgende Beispiele genannt:

  • 2. Bauabschnitt Hofstädten – Geiselbach
  • Geiselbach – Niedersteinbach – komplette neue Route ausgeschildert
  • Heinrichsthal
  • Feldkahl- Schimborn – hier wurde auch vom ADFC angeregt, die Schöllkrippener Straße an den Radweg anzubinden.
  • Laufach – Hain – Heigenbrücken: größere Streckenumlegung im Nachgang der DB-Baumaßnahmen
  • Führung innerhalb Stockstadt Richtung Babenhausen innerorts neu beschildert und klarer dargelegt
  • Hösbach-Bhf – Hösbach: aufgrund der Engstelle keine wirklichen Handlungsoptionen.

Machbarkeitsstudie Radschnellweg

Vorgestellt wurde vom Büro Obermeier der Stand der Machbarkeitsstudie für den Radschnellweg Aschafftal. Die Führung der Route südlich der Autobahn wurde mittlerweile näher betrachtet. An verschiedenen Stellen würde der Einbau von Signaltechnik erforderlich, da diese Strecke zusätzlich als Fluchtroute von der Autobahneinhausung vorgesehen ist. Für den Bereich Lache wird eine Stützmauer vorgesehen; die Breite des RS läge dann bei 3,25 m.

Im weiteren ist über einen Durchstich unter die Staatsstraße 2307 die Anbindung von Hösbach Bahnhof darzustellen.

Mainbrücke

Tino Fleckenstein stellte in einer Präsentation die aktuelle Situation dar und welche Bedeutung die Mainbrücke für den Radverkehr hat, die diese im Schnittpunkt verschiedener Radverkehrsbeziehungen wie der Route Aschaffenburg-Babenhausen-Dieburg oder Alzenau – Mainebene – Bachgau steht. An vielen Tagen im Jahr wird die Mainbrücke Stockstadt von einer vierstelligen Zahl von Radlern passiert. Die Strecke von Mainbrücke Mainhausen bis zur Ebertbrücke Aschaffenburg beträgt ca. 11,5 km, d.h. die Mainbrücke stellt im Nahbereich zwischen Mainaschaff, Stockstadt und auch Kleinostheim die einzige Möglichkeit zur Mainquerung für den Radverkehr dar. Rund 85 % der Radfahrer überqueren die Brücke radelnd, obwohl diese als Gehweg ausgewiesen ist. Positiv aufgenommen wurden die Vorschläge zunächst eine Potentialanalyse auf den Weg zu bringen und auf Basis dieser die weiteren Schritte zu überlegen, ob mit DB noch mal wegen dem Steg verhandelt wird, oder der Bau einer gesonderten Brücke für den Radverkehr erforderlich wird.

Mainradweg im Gebiet des Landkreises Aschaffenburg

Das vom ADFC angebrachte Thema soll auf einem gesonderten Termin mit den Anliegergemeinden Karlstein, Kleinostheim und Mainaschaff beraten werden.

Staatsforsten

Die Bayerischen Staatsforsten stellten ihre Position bezüglich der Thematik „Schotterung von Waldwegen“ dar. Bei rund 1000 km Waldwegen im Zuständigkeitsbereich sind 210 km als Radweg ausgewiesen. Der ADFC hatte dieses Thema angebracht, nachden wiederholt Schotterungen bis mehrere cm tief aufgebracht wurden. Dies kommt zustande, wenn der Kipper nicht optimal bedient wird. Die Auffüllung auf einen Zentrimeter Material stellt hierbei gewisse Anforderungen.

Normalerweise sind diese Aufschüttungen nach wenigen Wochen „normalisiert“ allerdings gab es wohl eine Sondersituation durch den Sommer 2018 mit seiner langen Trockenphase.

Es wurde vereinbart, dass in der Hinsicht bei notwendigen Arbeiten die Informationen auch an den ADFC und das Landratsamt fließen, damit auf diese Bauarbeiten hingewiesen werden kann, so wie heute gegenüber Spessartbund der Fall ist. Bedeutsam ist beispielsweise für Radtourengruppen wie die z.B. des ADFC.

AK Radverkehr 2019

Hier soll die Situation von Abstellanlagen an Bahnhöfen ein Thema werden. Hintergrund ist auch die Bikeoffensive der DB. Der Nahverkehrsbeauftragte soll dazu eingeladen werden.

Präsentation Mainbrücke Stockstadt - Mainaschaff

Ein weiteres Thema im Landkreis Aschaffenburg ist die Radverbindung über die Brücke Mainaschaff-Stockstadt. In 2016 wurden bereits Gespräche mit den Gemeinden Mainaschaff und Stockstadt geführt. Beide würden ein solches Projekt positiv sehen. allerdings ist die Finanzierung noch offen. Dies wollen wir nun angehen. Erstens wäre eine Potentialanalyse sinnvoll, um den vorhandenen Bedarf zu ermitteln. Eine Stichprobenzählung des ADFC deutet darauf hin, dass an manchen Tagen die Anzahl der Radfahrer auf der Brücke in den vierstelligen Bereich geht. Zweitens wäre im Nachgang zu ermitteln, welche Finanzierung und Projektrealisierung möglich wäre.

Präsentation Mainbrücke

AK Radverkehr Landkreis: ADFC benennt mehrere Themen wie Mainradweg, Finanzierung Radverkehr

Im November findet der nächste Arbeitskreis Radverkehr des Landkreises Aschaffenburg statt. Der ADFC hat hierzu folgende Punkte benannt:

1. Mainradweg im Gebiet des Landkreises Aschaffenburg

Nachdem dieser ein wichtiger überregionaler und touristischer Radweg ist, möchten wir diesen im nächsten AK Radverkehr behandelt wissen. Hierzu hat der ADFC eine eigene Präsentation vorgelegt.

Präsentation

2. Mainbrücke Mainaschaff-Stockstadt als Bestandteil Radnetz des Landkreises Aschaffenburg

Ein weiteres Thema wäre die bedeutsame Radverbindung über die Brücke Mainaschaff-Stockstadt. Hierzu wäre die Fragestellung, inwieweit erstens eine Potentialanalyse möglich ist zu klären. Zweitens wäre im Nachgang zu ermitteln, welche Finanzierung und Projektrealisierung hierbei möglich wäre. Dazu legen wir bis Ende Oktober eine entsprechende Präsentation vor.

Präsentation Mainbrücke

3. Finanzierung und Projekte interkommunaler Radverkehr

Im Jahr 2017 wurden nicht einmal 50.000 € von 200.000 € des Fördertopfes für Interkommunale Radwege verwendet. Seit 2015 werden jährlich Projektlisten vorgelegt, die der Umsetzung harren. Der ADFC schätzt dies als kritischen Punkt ein, welcher einer Lösung zugeführt werden muss.

4. Radwegnetz des Landkreises: geschotterte Routen in Waldgebieten

Hierzu haben wir ein gesondertes Schreiben verfasst. Mit den Zuständigen möchten wir diesen Sachverhalt beraten.

5. Sachstand Radschnellweg

Nachdem der Bauausschuss das Thema Radschnellweg beraten hat, sollte der Sachstand berichtet werden.

Der ADFC bittet zudem um Zusendung der Sitzungsunterlagen mindestens zwei Wochen vor dem Termin des Arbeitskreises, um eine entsprechende thematische Vorbereitung zu gewährleisten.

 

Schotterwege - Anschreiben an das Landratsamt

Nachdem nun einige ausgeschilderte Radrouten im Spessart durch Aufbringen von Grobschotter faktisch nicht mehr ohne weiteres nutzbar sind, haben wir den Landrat des Landkreises Aschaffenburg angeschrieben. Das Thema soll im nächsten Arbeitskreis Radverkehr des Landkreises Aschaffenburg beraten werden. Es ist mittlerweile zugesagt, dass Vertreter der Bayerischen Staatsforsten an diesem Termin teilnehmen.

Nach unseren Erkenntnissen sind folgende Routen betroffen

- Engländerhaus - Eichenberg - offiziell ausgeschilderte Radroute

- Engländer - Eichenberg - nicht beschilderte Route auf Höhenkamm

- Hain-Heigenbrücken im Anstieg - offiziell ausgeschilderte Radroute

- Waldaschaff - Weibersbrunn (vor Suchtklinik) - offiziell ausgeschilderte Radroute

Anschreiben an den Landrat vom 25.10.2018

ADFC legt Schwachstellen Mainradweg im Landkreis Aschaffenburg vor

Der Mainradweg verläuft ca. 10 km durch das Gebiet des Landkreises Aschaffenburg. Der ADFC hatte in den letzen beiden Jahren an Mainaschaff und Kleinostheim Anregungen bezüglich Mainradweg weitergegeben. Auch für den (kleinen) Abschnitt in Karlstein wurde nun eine erste Bewertung vorgenommen (wird nochmal aktualisiert).

Zur Präsentation (PDF)

Kurzbericht AK Radverkehr des Landkreises von 2017

Unser Mitglied Konrad Bendiek hat an der Sitzung des Arbeitskreises Radverkehr des Landkreises Aschaffenburg teilgenommen und erstattet hierzu kurz Bericht.

"Am Anfang der Sitzung nahm sich Landrat Ullrich Reuter die Zeit, um die Begrüßung vorzunehmen und dankte den Teilnehmern für die Mitarbeit. Er forderte die Gemeinden auf, die vorhandenen Fördertöpfe zu nutzen. Anschließend führte Dr. Schupp den Arbeitskreis weiter und betonte, dass die Zusammenarbeit zwischen LRA  und den kreisangehörigen Gemeinden hervorragend sei. Er wies daraufhin, dass landwirtschaftlichen Weg für den Radverkehr genutzt werden sollen und gewisse staatlichen Zuschüsse mit denen des Landkreises verbunden werden können. Das können sowohl nationale als auch europäische sein.

Dr. Schupp berichtete von der Eröffnung des Radweges Aschaffenburg - Alzenau und von Bahnübergängen der Kahlgrund-Bahn, die geschlossen werden sollen, um die Bahn sicherer und schneller zu machen. Er teilte weiter mit, dass seit Mitte des Jahres bei der Regierung von Unterfranken an einem Regionalplan für die Radverkehrsplanung gearbeitet wird. Herr Hock  vom Bauhof des Landkreises in Keilberg ist für die Kontrolle und  Überprüfung der Radwege und die Radwegebeschilderung im Ldks. zuständig.

Anschließend äußerte sich Herr Sawatzky vom Staatlichen Bauamt zu dem Stand der Radwegeplanung Feldkahl - Hösbach:

1. Bauabschnitt: Feldkahl -Rottenberg: Hier werden z. Zt. die beiden Untertunnelungen vorbereitet, die dann in zwei Nächten unter die Staatsstraße 2307 geschoben werden sollen.

2. Bauabschnitt: Schimborn - Kahltalradweg (Hauhoferfeld): Hier ist die Finanzierung noch nicht gesichert.

3. Bauabschnitt: Rottenberg - Hösbach (Stachus): Bei diesem Projekt konnte er noch keine zeitliche Einordnung vornehmen. Er sprach hier auch von einer Untertunnelung des Stachus, um Fußgänger und Radfahrer aus dem Autoverkehr herauszuhalten. Der Hösbacher Bgm., Herr Baumann, begrüßte diese Maßnahme und will sie auch unterstützen.

Beim TOP: "Stand Alltagsradwegenetz im Landkreis; Anregung für Weiterentwicklung" führte Dr. Schupp aus, dass der Landkreis asphaltierte Radwege bevorzugt, die eine Mindestbreite von zwei Metern haben müssen.

Von den 159 Km, die abgefahren wurden, waren 110 Km alltagstauglich."

 

 

Bauarbeiten Radweg Feldkahl - Hösbach Stacchus haben begonnen.

Wie im Arbeitskreis Radverkehr des Landkreises angekündigt, beginnt das staatliche Bauamt mit der Umsetzung des 1. Bauabschnittes der Radverbindung Feldkahl - Hösbach-Stacchus. Dieser Abschnitt umfasst die Teilstrecke von Feldkahl bis zur Abzweigung Wenighösbach/Rottenberg. Im Bild ist die Baustelle der Unterführung am Goldplatz zu sehen, von der dann wechselseitig Wenighösbach oder Feldkahl und Rottenberg erreicht werden können.

 

Radroute Aschaffenburg - Alzenau eröffnet

Die auf Landkreis-Ebene diskutierte und ursprünglich vom ADFC eingebrachte Verbindung Aschaffenburg - Alzenau wurde am 26.07.2017 eröffnet.Landrat Reuter, die Kommunalipolitiker aus den Anliegergemeinden und Vertreter des ADFC trafen sich dazu im Schluchthof in Kleinostheim.

Die Beschilderung ist durchgehend angebracht und es wurden einige Stellen auf der Route verbessert. Am Bahnhof-Nord - Dämmer Tor in Aschaffenburg Damm geht es los und geht über Mainaschaff/Kreuzäcker - Kleinostheim - Heißerackerhof - westlich von Hörstein - Wasserlos/Cranachstraße bis nach Alzenau. Von dort ist nur ein kurzes Stück zum Landesgartenschaugelände und zur Stadtmitte von Alzenau. Es besteht dort auch Anschluss an den Kahltal-Spessart-Radweg.

Alternativ kann vorher Richtung Kahl abgebogen werden. Selbstverständlich gibt es noch Optimierungspotential, aber erstmals besteht nun zwischen diesen beiden wichtigen Städten am Bayerischen Untermain eine ausgeschilderte Radverbindung. Wir wünschen allen auf der Route gute Fahrt.

 

 

 

 

Arbeitskreis Radverkehr 2016 des Landkreises Aschaffenburg

Sachstand Radwegförderung
Die Maßnahmenliste aus 2015 wurde hinsichtlich Plaungsstand und Umsetzung aktualisiert. Insgesamt ist festzustellen, dass das Förderprogramm von den Gemeinden gut angenommen wird.

Beschildertes Radwegenetz
Hier sind einige Verbesserungen geplant, so sollen mehr Hauptrichtungswegweiser installiert werden (mind. alle 5 km), um Radtouristen und Ausflugsradfahrern öfter einen Überblick über die noch zurückzulegenden Entfernungen anzuzeigen. Es erfolgte Feststellung des Bestandes und an einigen Stellen Korrekturen (In Kleinostheim z.B. Wegweisung nach Geiselbach entfernt). Die Umsetzung wird sukzessive im Rahmen von routinemäßigen Umbeschilderungen erfolgen. Im Rahmen dieses Tagesordnungspunktes wurde auch das Thema Ortshinweistafeln an Radwegen angesprochen. Hierzu gibt es
bereits Beispiele entlang des Kahlgrund-Spessart-Radweges. Es wurde vereinbart, den
Gemeinden verschiedene Gestaltungsvorschläge an die Hand zu geben. Je nach
Intention kann die Gemeinde dann die für sie sinnvoll erscheinende Ausführungsvariante
aufstellen.

Digitales Kartenmaterial
Es wurde berichtete, dass der Landkreis die Firma VIANOVIS beauftragt hat, das
Bestandsnetz des Landkreises für ein Tourismusportal (Internetplattform) zu digitalisieren.
Der weitere Ausbau dieser Internetplattform und Ihrer Nutzermöglichkeiten soll dann sukzessive erfolgen. Die
Landkreise Main-Spessart, Würzburg und Schweinfurt haben diese Internetplattform bereits eingeführt, so dass der Nutzer über die Landkreisgrenzen hinaus seine Touren planen kann.
Der Link für den Landkreis Aschaffenburg lautet:

vianovis.net/lkr-aschaffenburg/

Es wurde angeregt, auch die Stadt Aschaffenburg und den Landkreis Miltenberg diesbezüglich anzusprechen. Würden diese beiden Gebietskörperschaften ebenfalls dieses System nutzen, könnte damit der gesamte bayerische Untermain abgebildet werden.


Verbindung Alzenau-Aschaffenburg
Sehr konkret wurde es am Beispiel der Radroute Alzenau-Aschaffenburg. Bestehende Mängel wurden aufgenommen und in gesondertem Kartenmaterial, welches seitens der Landkreisverwaltung in umfangreichen Vorarbeiten erarbeitet wurde dargestellt.

Die Verbindung soll vom Bahnhof-Nord Aschaffenburg bis zur Stadtmitte Alzenau geführt
werden. Die Strecke ist 18 km lang und somit deutlich kürzer als die Straßenverbindung
bzw. die Fahrt mit dem ÖPNV. Entlang der Strecke werden, zählt man die Einwohner von
Aschaffenburg, Mainaschaff, Kleinostheim, Karlstein, Kahl und Alzenau zusammen, rund
120.000 Menschen miteinander verbunden bzw. vernetzt. Die Bedeutung dieser Strecke
im Grundnetz des Landkreises ist somit von großer Bedeutung.

Betreffend der Führung im Gemarkungsgebiet Alzenau ist die Stadt Alzenau der Empfehlung Kreises Aschaffenburg und des ADFC gefolgt, die Radroute abzweigend zunächst unterhalb Hörstein westlich über die Cranachstraße nach Alzenau zu führen. Eine Führung nach der Bezirksstraße noch weiter westlich, um die Steigung zu umgehen wurde abgelehnt.

In Mainaschaff nördlich der Bahn wurde die Routenführung kritisch betrachtet. Die Ausweitung des Gewerbegebiets (Schwerverkehr) und die teilweise Freigabe von Tempo 60 in diesem Bereich verlangen nach entsprechenden Maßnahmen. Hier wurden Schutzstreifen als Lösung vorgeschlagen.

Für die gesamte Strecke soll ein Wegweisungskonzept in Abstimmung mit den Gemeinden umgesetzt werden.

Weitere Themen
Es wurden die Planungen der Radverbindung Feldkahl-Hösbach und die Machbarkeitstudie zum Radschnellweg thematisiert.

Ausblick auf 2017
Zum nächsten Arbeitskreis in 2017 wird der Kahltalradweg näher betrachtet. Hintergrund sind mögliche Synergien mit der derzeit laufenden Machbarkeitsstudie zur Optimierung der Bahnübergänge entlang der Kahlgrundbahn.

Arbeitskreis Radverkehr 2015 des Landkreises Aschaffenburg

Arbeitskreis Radwege im Landkreis Aschaffenburg ins Leben gerufen - ADFC und VCD mit dabei

Am 07.07.2015 hatte im Landratsamt ein erstes Treffen eines Arbeitskreises Radverkehr stattgefunden. Neben den Vertretern der Verwaltung und der Kreistagsfraktionen waren ebenso der ADFC und der VCD beteiligt. Der ADFC und die Verwaltung hatten bereits im Februar das Thema Hauptradwegenetz beraten. Demzufolge waren die Vorschläge des ADFC und der Verwaltung für die Hauptrouten im Landkreis sehr ähnlich. Maßgebliches Kritierium ist eine durchgängige Befahrbarkeit im Landkreis entlang der Bevölkerungshauptachsen (Kahl-AB, Kahltal-Spessart-Radweg, Verbindung Schimborn-Hösbach und Aschafftal per Radschnellweg).

Präsentation ADFC 07.07.2015 Sitzung Arbeitskreis Radverkehr

 

Übersichtskarte Radwegekonzept Landkreis Aschaffenburg

Radschnellverbindung Aschafftal gefordert

Der ADFC hat für den Bereich Aschafftal (Aschaffenburg-Goldbach-Hösbach-Laufach/Bessenbach/Waldaschaff) einen Vorschlag für einen Radschnellweg ausgearbeitet. Dieser wurde an das Landratsamt weitergereicht und wird demnächst dort auf einem Termin beraten werden. Im Wesentlichen soll der bereits bestehende Weg auf der Südseite der Autobahneinhausung mit einbezogen werden. Einzelne Problemstellungen sind noch zu lösen.

Anfangskonzept Radschnellweg Aschafftal

Tunnel Heigenbrücken wird wohl nicht Auto - oder Radwegtunnel

Am 20.10.2014 fand seitens der Bürgerinitiative Heigenbrücken eine Veranstaltung statt, auf welcher der Leiter des staatlichen Bauamts Herr Biller die Potentiale und Kosten einer weiteren Nutzung des Schwarzkopftunnels zwischen Heigenbrücken und Laufach-Hain aufzeigte. Kurzum die Kosten je nach Variante von 28 bis 43 Mio. € werden wohl einer Realisierung entgegensprechen. Im Tunnel wären ca. 32.500 Kubikmeter verseuchtes Erdreich abzubauen und erhebliche Sicherungsmaßnahmen zu treffen. Egal ob Radweg oder Autostraße in beiden Fällen wären die technischen Maßnahmen erforderlich, genauso wie Unterhaltskosten, welche eine Wirtschaftlichkeit missen lassen.

Falsch waren die Zahlen von Herrn Biller bezüglich der Zugerreichbarkeit von Frankfurt. Ab Heigenbrücken sind dies nur ca. 50 Minuten mit dem Regionalexpress. Der Ansatz von ca. 70 Minuten wäre eher für das Auto zutreffend (Werte offenbar vertauscht).

Für Radfahrer und andere gibt es die Alternative ab Laufach bis Heigenbrücken den Zug zu nutzen. Im VAB-Gebiet ist die Mitnahme von Fahrrädern nach 09:00 Uhr an Werktagen, sowie Samstags und Sonntags ganztägig kostenfrei.

Immer mehr neue Wegweiser

Wer sich im Landkreis Aschaffenburg mit dem Fahrrad durch Wald und Feld bewegt, dem werden die neuen Wegweiser schon aufgefallen sei, die in letzter Zeit vermehrt auftauchen. Diese wegweisende Beschilderung,
die in vielen anderen Regionen schon längst Standard ist, markiert die verkehrsarmen Fahrrad-Routen durch den Kreis. Sie werden nicht nur von Touristen genutzt. Auch Alltagsradler können die Strecken in vielen Fällen wählen, soweit sie sich für eine alltagstaugliche Verbindung eignen. Die neue Beschilderung soll die R-Wege 1 bis 9 langfristig ersetzen. Die R-Markierung hatte sich nicht bewährt. Sie war vielfach ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse von Radlern auf Strecken angebracht worden, die zum Radfahren wenig geeignet sind. Die neue Beschilderung orientiert sich an einem Netz, das der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg ausgearbeitet hatte. Im Kreis Miltenberg ist die wegweisende Beschilderung inzwischen komplett. Die Stadt Aschaffenburg erstellt derzeit ein Konzept, wie Oberbürgermeister Klaus Herzog auf Anfrage des ADFC mitteilte. Dieses Konzept fürdie wegweisende Beschilderung solle zum Jahresbeginn 2011 fertiggestellt sein und dann ebenfalls der Öffentlichkeit präsentiert werden.

ADFC für neuen Radweg im Kahlgrund

(UMGESETZT: Der Radweg wurde mittlerweile gebaut!)

Der ADFC Aschaffenburg setzt sich für eine neue Radwegeverbindung im Kahlgrund im Bereich der Gemeinde Blankenbach ein. Nach unserem Vorschlag in einem Brief an die Gemeinde sollen die etwa 250 Meter des Fußgängerweges, der von der Kahlbrücke in der Nähe der Fledrichsmühle zum Blankenbacher Ortsteil Erlenbach führt, als Geh- und Radweg ausgebaut werden. Dies könnte im Zusammenhang mit der geplanten Erneuerung der Kahlbrücke geschehen. Bisher ist der Weg eher ein Trampelpfad, der selbst für Fußgänger, vor allem bei nassem Wetter, eher schlecht als recht genutzt werden kann.

 

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