Kurzbericht Treffen 19.05.2021

In einem Mitgliedertreffen in Form einer Videokonferenz hatten wir verschiedene aktuelle Radthemen diskutiert. Hier die wichtigsten:

B 26 Umleitung

Ab Frühjahr 2022 wird für ca. drei Monate an der B 26 zwischen Leider und Stockstadt der Radweg gesperrt. Während der Baumaßnahme soll weiträumig umgeleitet werden. Wir werden nochmals an die Zuständigen herantreten und Verbesserungen einfordern. Ggf. wäre zu dieser Zeit eine Fahrraddemo ein möglicher Ansatz um dem Nachdruck zu verleihen.

Radtouren ADFC – Absagen im Mai – Überprüfung Situation

Für Mai hatten wir alles abgesagt. Wenn die Lage es erlaubt, werden wir im Juni fahren. Schwierig ist, dass bei Touren, die durch mehrere Landkreise oder Städte führen, bei jeder Gebietskörperschaft die aktuell geltenden Regelungen abgefragt werden müssen. Ggf. gibt es dann Änderungen an den Touren. So wird am 20.06. die Tour „Hohe Straße“ höchstwahrscheinlich durch die ursprünglich für den 25.05. geplante Tour „Radwege in der Stadt Aschaffenburg“ ersetzt. Es wird zu gegebener Zeit über Änderungen informiert.

Forderungen der Bundesebene

Ilona, Dieter und Tino hatten am Tag vorher den Livestream mitverfolgt, in dem der ADFC seine Forderungen für die Bundestagswahl vorstellte. Der ADFC hat dies sehr übersichtlich auf seiner Seite dargestellt. In der Diskussion war zu erkennen, dass betreffend Tempo 30 alle anwesenden Parteienvertreter*innen Probleme mit einer klaren Regelung hatten, wie sie ADFC oder Umweltbundesamt hier vorschlagen. Die Weltgesundheitsorganisation und Spanien sind hier mittlerweile weiter.

Remosi-Gutachten

Dieter, Renate, Manfred und Tino hatten an den Umsetzungsforen ÖPNV. In unseren Stellungnahmen haben wir die Wichtigkeit funktionierender Mainquerungen für den Fuß- und Radverkehr betont. Abstellanlagen an Bahnhöfen und Radschnellwege in der Region sind für uns ein wichtiges Thema.

Hier unsere Stellungnahmen:

zu ÖPNV 22.04.2021 (Abstellanlagen)

zu Radverkehr 23.04.2021 (Allgemein zu Brücken, Radschnellwegen etc.)

350 Teilnehmer an Fahrraddemo in Aschaffenburg - ADFC mit Ordnerteam dabei

Fridays for Future Aschaffenburg hatte für 19.03.21 zu einer Raddemo aufgerufen. Im Mittelpunkt der Begrüßungsreden stand der Nichtfortschritt im Verkehrssektor betreffend Co2-Reduzierung. Der Ausbau der B 469 mit seinen 14 Hektar Waldvernichtung wurde kritisiert. 

Die Raddemo hat für Aschaffenburg einen neuen Redkord aufgestellt. Lt. Polizei waren es bis zu 350 Teilnehmer. Wir vom ADFC waren mit unserem Ordnerteam präsent und konnten den Ablauf der Veranstaltung unterstützen. Hier an dieser Stelle noch mal vielen Dank an alle, die an diesem Erfolg mitgewirkt haben. Aufgrund des strengen Hygienekonzeptes war dies schon eine besondere Herausforderung. Vielen Dank auch an Michael Schmerbauch und Martin Fleckenstein für die Fotos.

 

Zweites Treffen im Jahr 2021

Hier konnten wir eine Reihe „neuer Gesichter“ in unserer Videorunde begrüßen. Es geht also voran mit der Digitalisierung unseres Verbandslebens. Freuen wir uns aber trotzdem auf die Zeit, in der wir uns wieder persönlich treffen können. Verschiedene Themen haben wir an diesem Abend diskutiert:

Touren

Bald geht es los – freuen wir uns darauf. Wer noch Touren anbieten möchte, kann dies tun und kann sich mit Manfred Röllinghoff in Verbindung setzen.

Neue Homepage

Die Umgestaltung auf das neue Layout verschieben wir bis die Thematik seitens Landesverband noch mal dargestellt wird. Wir machen dazu einen gesonderten Videotermin (bietet sich an, um die Arbeit in Typo 3 zu zeigen). Wer Interesse hat, dabei mitzuwirken bitte mit Tino Fleckenstein in Verbindung setzen.

Anhörung zu Radverkehr im Bayerischen Landtag vom 02.02.2021

Tino Fleckenstein gab einen kurzen Einblick in die Landtagsanhörung zum Radverkehr. Der ADFC war mit Bernadette Felsch und Ulrich Syberg vertreten. Bernadette betonte noch mal die Notwendigkeit eines Radgesetzes. Weitere Informationen dazu gibt es unter:

https://bayern.adfc.de/neuigkeit/adfc-bei-der-3-radverkehrsanhoerung-im-bayerischen-landtag

Tempo 30 – Positionen der Bundestagsparteien.

Bisher haben nur zwei Bundestagsabgeordnete (SPD, Bündnis 90 die Grünen) zu diesem wichtigen Thema eine Rückmeldung gegeben. Im März-Newsletter werden wir die Ergebnisse veröffentlichen. Ist es den anderen egal oder nicht wichtig? Wir wissen es nicht. Zumindest werden wir als ADFC hier dranbleiben.

Umfeld Schulzentrum /Willigisbrücke

Für das nächste Fahrradforum der Stadt ist das Thema Schulverkehr gesetzt. In diesem Kontext wurde der Bereich Willigisbrücke – Großostheimer Straße – Darmstädter Straße angeführt. Von der Brücke nach halblinks zur Großostheimer Str. und geradeaus zur Darmstädter Straße sollte der Radverkehr entlang der Straßen geführt werden. Insbesondere der Tunnel ist als Problem jahrelang bekannt. Bedingung wäre, dass der Radverkehr stadtauswärts nicht erst am Brückenende (überraschend) auf die Straße geführt wird, sondern nach einem Vorschlag von Dieter Hennecken bereits über die Brücke auf einem breiten Radfahrstreifen geführt wird, der den Radlerinnen und Radlern Sicherheit bietet. Dies käme der gesamten Situation mit dem teilweise recht hohen Fußverkehrsaufkommen zugute. Auf der stadteinwärts verlaufenden Seite wäre keine Änderung der Führung auf dem Bordstein der Brücke erforderlich.

Nachdem zwischen Realschule und Bushaltestellen ein nicht geringer Fußverkehr stattfindet, sollte in diesem Teilbereich Tempo 30 angeordnet werden.

Radwegprojekte

Wir haben uns per Pressemitteilung in der Sache Radweg Sonneck – Industriegebiet Nilkheim zu Wort gemeldet. Mehrere Teilnehmer unseres Treffens, unter anderem Jutta Eichholzer und Linus Leimeister schilderten ihre persönlichen Erfahrungen mit diesem Teilstück. Der Bau eines Radweges entlang der AB 16 ist aufgrund der Verhältnisse alternativlos. Gesichert werden muss die Querungssituation für den Radweg zum Industriegebiet. Auch Landrat Alexander Legler hat in einem Schreiben an die Stadt Aschaffenburg auf den Bau dieses Radweges gedrängt.

In Glattbach tut sich auch etwas. Dietmar Deckelmann und Ilona Hein hatten in Schreiben an die Bürgermeister von Glattbach und Johannesberg Möglichkeiten aufgezeigt, wie der straßenbegleitende Radweg zwischen Glattbach und Johannesberg in kürzester Zeit zu realisieren ist. Im Main-Echo stand kurz darauf ein Bericht über eine Gemeinderatssitzung in Glattbach, in der Bürgermeister Kurt Baier auf das Thema einging. Im Februar oder März soll laut Main-Echo eine Sitzung aller Beteiligten stattfinden. Diese positive Entwicklung hat Bürgermeister Baier auch in einer mail an Dietmar und Ilona mitgeteilt. Der straßenbegleitende Radweg zwischen Glattbach und Johannesberg wäre mehr als angebracht.

Dieter Hennecken hatte bei der Gemeinde Mainaschaff angefragt, wie es mit dem Radweg in Mainaschaff entlang der Bahn weitergeht. Hier gibt es aufgrund DB verschiedene Problemstellungen. Insofern wird mit Investition nun erst mal abgewartet.

Straßenbauprojekte: B 469

Aus dem Bündnis hat Tino Fleckenstein den Auftrag mitgenommen, die Unfallsituation auf dem Teilstück der B 469 zu beurteilen. Eine diesbezügliche Anfrage wurde beim staatlichen Bauamt eingereicht, nachdem die Polizei hierzu keine Auskünfte erteilt. Nach den uns bereits vorliegenden Informationen zeichnet sich ab, dass es abgesehen von den Knoten zur AB 16, B 26 und vor allem zur Großostheimer Straße kein überdurchschnittliches Unfallgeschehen gibt.

Nächstes Treffen im März

Im März werden wir das Treffen wieder als Videokonferenz durchführen. Dabei werden die Ergebnisse des ADFC-Fahrradklima-Tests Schwerpunkt sein.

Erstes Treffen im Jahr 2021

Erstes Treffen im Jahr 2021

Auf unserem ersten Treffen im Jahr 2021 hatten wir verschiedene Themen in unserer Videoschalte mit sieben Teilnehmern:

Touren

Sobald es geht, werden Touren durchgeführt. Aktuell werden von den Tourenleitern Vorschläge eingesammelt. Wir werden die Touren dann zyklisch auf dem Tourenportal und auf der Homepage veröffentlichen. Ein gedrucktes Programm für das erste Halbjahr 2021 werden wir aufgrund der aktuellen Lage nicht veröffentlichen.

Grünpfeil für Radfahrer in Aschaffenburg?

Die aktuell noch nicht rechtswirksame Regelung des Grünpfeils für Radfahrer hätte aufgrund der Beschränkungen nur geringe Umsetzungsoptionen. So könnte dieser nur an einer Ampel angebracht werden, die mit einem Radweg oder einem Radfahrstreifen erreicht wird. Schutzstreifen genügen den Anforderungen  nicht. Im Wesentlichen haben wir drei bis vier Fälle in Aschaffenburg ausgemacht. Nachdem die rechtliche Situation der StVO nicht gesichert ist, vertagen wir diese Thematik erst mal.

Tempo 30

Wir hatten die Bundestagsabgeordneten der Parteien angeschrieben und auf einen Vorschlag des Umweltbundesamtes hingewiesen, Tempo 30 innerorts als Regelgeschwindigkeit vorzusehen und wo möglich eine andere Regelung zuzulassen. Bisher haben wir Rückmeldungen von der SPD und den Grünen erhalten. Wir warten bis Anfang Februar, bevor wir die Ergebnisse der Anfrage veröffentlichen.

Lange Straße

Die Rechts-vor-Links-Regelung in der Langestraße wurde von Linus Leimeister angesprochen. Für Radfahrer und den Bus ist dies sehr kritisch zu sehen. Wir werden dies in unserem nächsten Termin mit der Stadt ansprechen.

Radwegprojekte

Vom Sonneck aus soll ein Radweg zum Industriegebiet Nilkheim gebaut und damit eine klassische Lücke geschlossen werden.

Mainschaff

Dieter Hennecken wird bei der Gemeinde Mainaschaff anfragen, wie es mit dem Radweg in Mainaschaff entlang der Bahn weitergeht. Die Radroute Aschaffenburg-Alzenau verläuft durch das Industriegebiet. Dort wird sich aufgrund von Neubauten von Speditionen und anderen Wirtschaftsunternehmen insbesondere der Schwerverkehr deutlich erhöhen.

Straßenbauprojekte: St 2305 und Radweg

Zwischen Mömbris und Alzenau soll die Staatsstraße im Bereich der „Hessenkurve“ ausgebaut werden. Dabei soll ein drei Meter breiter Radweg unweit der Straße gebaut werden. Sobald es geht, machen wir einen Ortstermin vom AK Kommunal.

Straßenbauprojekte: B 469

Alle Anwesenden bestätigten die kritische Sicht des Vorstandes zu dem Gesamtprojekt (Ausbau der Bundesstraße zwischen Großostheim und Stockstadt), welches einen Regelquerschnitt für Autobahnen haben soll (RQ 31). Hier wäre es eventuell möglich, an den Knotenpunkten lediglich Einfädelspuren anzulegen, denn dort geschehen die meisten Unfälle.

Nächstes Treffen im Februar

Im Februar werden wir das Treffen wieder als Videokonferenz durchführen. Wir streben an, einen Vertreter/eine Vertreterin des Landesvorstandes des ADFC dabei zu haben. Eines der drängenden Themen ist die Umstellung der Internetseiten der ADFC-Kreisverbände auf das neue Layout. Auf den Seiten des Bundesverbands, des bayerischen Landesverbands und auf den Seiten von zahlreichen Kreisverbänden wurde das neue Layout bereits übernommen.

Jahresrückblick 2020

Der Jahresrückblick 2020 am 16.12. war eine digitale Veranstaltung, nachdem wir aktuell leider kein Treffen oder gar eine Weihnachtsfeier machen können.

Im Vortrag von Tino Fleckenstein wurden die wichtigsten Punkte des letzten Jahres angesprochen. Trotz Corona waren wir aktiv. Die Mitgliederzahl stieg um 5%. Es wurden 16 Touren und drei Codierungen durchgeführt. Zum ersten Mal fand eine große Kidical Mass in Aschaffenburg statt und wir waren radpolitisch vielfach aktiv. Unser stv. Vorsitzender Dieter Hennecken kommentierte dies wie folgt: "Auch die anschließend vorgebrachten Wortbeiträge von insgesamt 8 Teilnehmern haben beachtenswerte Perspektiven in die Diskussion einfließen lassen. Insgesamt bin ich begeistert vom ersten Eindruck der Möglichkeiten, die eine Video-Konferenz für einen aktiven Verein, wie unseren ADFC eröffnet, weil es total einfach, zeitsparend, ohne Bewältigung von Wegstrecken und das unabhängig vom Wetter abgeht. Deshalb wünsche ich mir, dass es uns in nächster Zeit gelingen wird, auch für unsere Arbeit im Verein diese Form der Kommunikation und des Austausches nutzbar zu machen und appelliere an alle unserer Aktiven, es ebenso mal auszuprobieren".

Fürs nächste Jahr wurden ein "Technik"-Termin und eine nachfolgende digitale Versammlung vorgeschlagen. Ebenso können wir in diesem Rahmen auch das Unterfrankentreffen stattfinden lassen.

Hier die Präsentation vom 16.12.20: PRÄSENTATION

ADFC bei Empfang mit Thomas Meier (Deutscher Kinderhospizverein)

Dieser Tage radelte Thomas Meier (fast) alle der knapp 30 Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienste des Deutschen Kinderhospizvereins e. V. in Deutschland ab, um mit seiner Aktion auf die Anliegen der Kinder- und Jugendhospizarbeit aufmerksam zu machen.

Am 24. August war er in Aschaffenburg, wo wir ihn am 24. August um 17:00 Uhr an der Stadthalle mit einem Fahrradspalier in Empfang genommen haben. Hierzu der Dank des Kinder- und Hospizvereines, für den wir bisher auch gespendet hatten:

"Es war schön, dass Sie so stark vertreten waren und wir Thomas Meier mit viel Geklingel begrüßen konnten.Auch die Begegnung im Hofgarten war sehr schön. Sie haben da eine tolle Truppe zusammen.

Gestern waren wir die Topmeldung in TV Mainfranken.

Hierzu der Link:

https://www.tvmainfranken.de/mediathek/video/radeln-fuer-den-guten-zweck-in-aschaffenburg-deutscher-kinderhospizverein-wird-30/

Lastenradverleih in Aschaffenburg vorgestellt.

Auf dem Aschaffenburger Marktplatz wurde am 08.08.2020 das Lastenradprojekt vom GESTA e.V. vorgestellt. Dabei nahmen auch OB Jürgen Herzing und Vertreter der unterstützenden Organisationen ADFC und VCD, sowie in Form des Radverkehrsbeauftragten Jörn Büttner jemand von der Stadt Aschaffenburg teil.

Das Buchungssystem ist bereits seit mehreren Tagen online und zeigt auch die deutliche Nachfrage nach diesen Lastenrädern: die nächste Woche ist fast schon durchgebucht.

Nähere Info dazu unter https://www.abmitlara.de/

Dort ist eine einfache Registrierung und dann die Ausleihe möglich.

Eine Projektbeschreibung, und wie die Bedingungen für die Errichtung z.B. einer Leihstation sind gibt es unter https://www.gesta-ev.de/projekte/abmitlara-lastenfahrradverleih/

In der Projektrealisierung war der ADFC durch Dieter Hennecken eingebunden.

 

Ökomarkt 2019 mit riesiger Nachfrage zu Radverkehr

Die Teilnahme am Aschaffenburger Ökomarkt war für den ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V. ein voller Erfolg. An die 40 Fahrräder konnten codiert werden. Die Nachfrage nach Informationen zum Radverkehr war sehr groß. Erstmalig wurden an einem Infostand einige Materialien (Deutschland per Rad entdecken, Tourenprogramme, Bayernnetz für Radler und Probeexemplare der Radwelt) komplett ausgegeben. Nach unserer Beobachtung war deutlich mehr Publikumsverkehr als in den Vorjahren.

Klimastreik vom 20.09. - bisher größte Radeldemo in Aschaffenburg

Etwa 150 Radler für mehr Klimaschutz fuhren am Klimastreiktag durch die Stadt. Zu den Einführungsrednern gehörte auch unser radpolitischer Sprecher Tino Fleckenstein. Der Verkehrssektor ist der einzige in Deutschland, in dem die Treibhausgasemissionen weiter ansteigen. Hier wären andere Zeichen zu setzen, nicht nur in der großen Politik in den Entscheidungen vor Ort. Die Flächen in einer Stadt müssten neu aufgeteilt werden, Erst Fußgänger, dann Rad+ÖPNV, zuletzt der Autoverkehr.

Die Route der Radtour folgte weitgehend dem Innenstadtring, für welchen der ADFC bereits 2017 ein Umweltringkonzept vorgeschlagen hat. Die rund 150 Radfahrern zogen sich auf eine Länge von ca. 250 m. Folglich musste der Kraftverkehr an Kreuzungen und Kreisverkehren warten. Gesichert wurden diese zunächst von der Polizei, welche dann stets durch Ordner der Demo abgelöst wurden, die dann das "Korken" übernahmen. Ausgezahlt hat sich, dass es Vorerfahrungen mit der Critical Mass in Aschaffenburg und der Radsternfahrt zur IAA-Demo gegeben hat. Organisiert wurde die Radtour von der IL, unterstützt vom ADFC. Mitgefahren sind auch andere Organisationen wie Solidarity Cities.

Auch die Fußdemo ab 12:00 Uhr entwickelte sich zur wohl größten in Aschaffenburg.

Ausklang fand für uns der Klimastreik mit einem Infostand am Dämmer Tor. Hier baute auch deR VCD einen Infostand auf, mit einem Größenvergleich der Fußgängerzonen in verschiedenen deutschen Städten.

 

 

Globaler Klimastreik - Wir sind dabei!

Während in Berlin das Klimakabinett tagt und in New York einer der wichtigsten UN Gipfel des Jahres vorbereitet wird, ist es ein Anlass den 20. September zum größten globalen Klimastreik-Tag aller Zeiten machen.

Ab 8:00 Uhr Come-Together auf dem Theaterplatz. Eine Kundgebung stimmt auf die Radtour und den Klimastreik ein.

8:30 Uhr Radtour durch die Stadt, Treffpunkt Theaterplatz. Nach dem „Einkreiseln“ geht es eine gute Stunde durch die Innenstadt. Anschließend hat bereits ab 9 Uhr der Stern in der Platanenallee als Treffpunkt geöffnet. Die Raddemo ist durch die Ordnungsbehörden genehmigt und wird durch die Polizei gesichert.

Fahrtroute: Theaterplatz – Dalbergstraße (stadteinwärts) – Wermbachstraße – Alexandrastraße – Würzburger
Straße – Hofgartenstraße – Platanenallee – Goldbacher Straße (Richtung Goldbach) bis Kreisel
Ernsthofstraße dort Wende und zurück auf Goldbacher Straße bis zum Kreisel Elisenstraße –
Elisenstraße – Ludwigstraße – Kolpingstraße – Weißenburger Straße – Friedrichstraße - Goldbacher
Straße (Richtung Goldbach) bis Kreisel Platanenallee – Platanenallee - Hofgartenstraße - –
Würzburger Straße (Richtung Sandkirche) – Alexandrastraße - Wermbachstraße - links Landingstraße
– Dalbergstraße - Theaerplatz

Wir bringen Transparente mit, die am Fahrrad befestigt werden können.

12 Uhr Demonstration, Treffpunkt Theaterplatz. Nachdem die Luitpoldstraße gesperrt ist, wird die Demo auf einem etwas längeren Weg durch die Innenstadt geführt.

14 -18 Uhr ADFC-Infostand am Dämmer Tor. Am Dämmer Tor informieren wir über umweltverträgliche Mobilität. Der ADFC-Bundesverband hat beschlossen FFF zu unterstützen - wir tun dies dann vor Ort.

An vielen Stellen in Aschaffenburg gibt es weitere Infostände u.a. von Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz, Proveg und anderen Umweltorganisationen. Hierbei geht es um Themen wie Mobilität/Verkehrswende, Ernährung, Ressourceneinsparung und dabei um die Alternativen, wie wir mit dem Planet besser umgehen können.

Sternfahrt nach Frankfurt zur IAA - 18.000 Radler und wir mittendrin

Fast 200 Radfahrer/innen sind am frühen Samstag von der Großmutterwiese zur IAA aufgebochen. Dort hatte sich auch die Ordnertruppe mit roten Laibchen formiert, der u.a. Horst Brandenburg und Tino Fleckenstein angehörten. Viele der Terilnehmer/innen kannten wir bereits aus der Stadt und dem Umland, es waren aber dort auch Erlangen, Nürnberg und Tübingen vertreten.  Bereits in Mainaschaff und Kleinostheim wurden wir merklich mehr und sprengten in Kleinostheim bereits die 250er Grenze. Viele Passanten und AnwohnerInnen haben die Sternfahrt unterwegs erfreut aufgenommen und uns zugejubelt. Insbesondere in Offenbach standen hunderte Radfahrer, die jubelten und sich dann der Route anschlossen.

In Offenbach wurde kurz vor dem Treffen mit der Hauptroute aus Darmstadt die Grenze von 1.000 Radfahrer/innen überschritten, nachdem dort ungefähr 400 im Bereich des Marktplatzes Offenbach dazustießen. Am Kaiserlei fuhren dann schon 3.000 auf einem Abschnitt der gesperrten Autobahn A 611 (hierzu gibt es auf der Seite campact.org/video-sternfahrt ein Video). Insgesamt fuhren auf den verschiedenen Routen rund 18.000 Radfahrer/innen zur Kundgebung vor die IAA. Mehrere RednerInnen betonten die Notwendigkeit einer Mobilitätswende. Fahrrad, Fußgängern und ÖPNV-Nutzern müsse das Leben erleichtert werden, für das Auto sei in den vergangenen Jahrzehnten schon sehr viel getan worden. Die Verkehrsfläche muss anders verteilt werden. Kein Mensch benötigt diese riesigen Autos, die von auf der Messe angepriesen werden und für Konzepte von Gestern stehen. Elektroautos haben dort auf dieser Messe eher eine Alibifunktion.

Zusammen mit rund 60 anderen Helfern vorneweg auf die Autobahn zu fahren und dahinter RadfahrerInnen beim Blick zurück sprichwörtlich bis zum Horizont zu sehen, sind ein unvergessliches, ein magisches, Erlebnis und ein deutliches Signal für eine andere Mobilität. Es war auch eine Gelegenheit für ein ziemlich intensives Intervalltraining. Fahren - Korken - Fahren - Korken - Fahren - aber dann mit voller Geschwindigkeit. Wie zu erfahren war, wurden einige wenige Autofahrer an diesem Tag zu Fußgängern, nachdem sie sich daneben benommen und von der Polizei bearbeitet wurden. Insgesamt ein friedliches Fest mit insgesamt 25.000 Menschen für eine andere Mobiltät und für den Erhalt des Planeten.

In Frankfurt dann die Radfahrer zu zählen, gestaltete sich allerdings als Mammutaufgabe. Fast eine Stunde dauerte es, bis die Route AB/DA/HU durchgefahren war. Viele TeilnehmerInnen möchten nächstes Jahr wieder eine Sternfahrt machen, auch wenn keine IAA stattfindet. Dann auch wieder ab Aschaffenburg!

Tino Fleckenstein

IAA-Demo - Sternfahrt ab Aschaffenburg

Die Fahrradsternfahrt zur IAA in Frankfurt startet wie geplant am Samstag, 14. September, in Aschaffenburg auf der Großmutterwiese an der Lindenallee. Abfahrt ist um 9.10 Uhr. Es geht dabei darum, ein starkes Zeichen für eine Verkehrswende zu setzen.

Zeitplan: Im Anhang findet ihr den genauen Zeitplan, der Aufschluss darüber gibt, wann wir die wichtigsten Treffpunkte unterwegs erreichen. Auch dort könnt ihr euch der Sternfahrt noch anschließen.

Hier die wichtigsten Durchfahrtpunkte in Stadt und Kreis Aschaffenburg:

Uhrzeit

Ort

Straße/Platz

Strecken-km

 

09:10 Uhr

Aschaffenburg

Großmutterwiese

0.0 km

09:20 Uhr

 

Hanauer Str. Kreisel

2.0 km

09:40 Uhr

Mainaschaff

Stockstädter Str.

5.0 km

09:50 Uhr

Kleinostheim

Aschaffenburger Str.

8.0 km

10:00 Uhr

 

Hanauer Str. Kreisel

10.0 km

10:15 Uhr

Karlstein-Dettingen

Kilianusbrücke

13.0 km

In Städten und Gemeinden wird mit 12 km/h und außerorts mit 15 km/h gefahren. Die Gesamtstrecke (einfach) ab Aschaffenburg hat eine Länge von ca. 56 km.

Wer mit dem Auto kommt: Parkmöglichkeiten bestehen nahe der Großmutterwiese entweder im oberen Teil der Grünewaldstraße (im unteren Teil ist Anwohnerparken) oder in der Kochstraße im Bereich der Grünewaldschule und Musikschule oder im dort anschließenden Bessenbacher Weg. Das sind alles nur wenige Fahrradminuten von der Großmutterwiese entfernt.

Wer mit dem Zug aus Richtung Miltenberg kommt: Aussteigen in Aschaffenburg an der Bedarfshaltestelle “Hochschule”. Die Regionalbahn fährt in Miltenberg um 7.40 Uhr ab und erreicht Aschaffenburg-Hochschule um 8.25 Uhr. Dort besteht fast Blickkontakt zur Großmutterwiese.

Ordner gesucht: Wer traut sich zu, bei der Sternfahrt von Aschaffenburg nach Frankfurt als Ordner mitzufahren? Tapfere Männer oder Frauen werden noch gesucht, die aber auf ihrem Fahrrad flott unterwegs sein müssen. Bitte melden per mail bei Tino Fleckenstein: fleckensteintino(..at..)gmail.com

Die Polizei: Natürlich wird die Fahrt nicht nur von Ordnern gesichert. Auch die Polizei ist dabei. Sie begleitet die Sternfahrt am Anfang und am Ende der Gruppe.

Weitere Informationen über die Sternfahrt findet ihr im Internet unter https://www.iaa-demo.de/

Wer weitere Interessenten kennt, kann  sie natürlich ebenfalls zu Teilnahme an der Sternfahrt ermuntern. Mit anderen Worten: Nehmt eure Freunde, Verwandten und Bekannten mit auf diese Sternfahrt. Wir wollen eine richtig große Gruppe werden, die schon in Aschaffenburg und weiter unterwegs nach Seligenstadt und Frankfurt den anderen Verkehrsteilnehmern ins Auge fällt.

Rückfahrt: Die meisten von euch wissen selbst, wie sie nach der Kundgebung wieder nach Hause kommen. Aber für diejenigen, die sich da nicht so sicher sind, wird es ein Angebot des ADFC Frankfurt geben, ab 17 Uhr vom Campus Bockenheim aus in geführten Zügen aus der Stadt heraus zu radeln, in 5 verschiedenen Richtungen. Die Führung geht ungefähr bis zum Ende des Stadtgebiets von Frankfurt, bzw bis zu einem beschilderten Fernradweg, auf dem der weitere Streckenverlauf klar zu erkennen ist. Die 5 geführten Strecken werden bald auch auf der Demo-Website als PDF und GPS-ies-Datei runterzuladen sein. Bei Bedarf wird weiter Richtung Aschaffenburg eine gesammelte Rückfahrt angeboten (Koordination vor Ort).

 

Der zweite Primavera Bikeday!

Egal ob Mountainbiker, Rennradfahrer oder E-Biker: Beim Bikeday ist für jeden etwas dabei. Viele Fahrradgeschäfte aus der Region werden vor Ort sein und den Besuchern die neuesten Trends rund um die verschiedensten Bikes präsentieren. Und wer dann Interesse an einem der Räder hat, kann gleich vor Ort testen. Außerdem wird es auch die passenden Bikeday-Sonderangebote geben.

Neben den Fahrradneuheiten 2019 erwartet Sie auf dem großen Parkplatz am Honisch Beach ein großes Rahmenprogramm mit Bike Shows, Live-Musik und Unterhaltung für die ganze Familie.

Ein weiteres Highlight des Bikeday: Die Profis von unseren Radsport- und Mountainbikevereinen aus der Umgebung werden Radtouren durch die ganze Region führen. Rennradtouren, Touren für echte Mountainbike-Profis oder für Einsteiger. Die Anmeldung zu diesen ist auf primavera24.de/bikeday möglich – die Teilnahmegebühr beträgt nur 10 Euro pro Tour. In der Gebühr enthalten sind aber auch noch ein hochwertiges Funktionsshirt von Craft, eine Trinkflasche, ein Mineraldrink und einen Müsliriegel, um Power für die Tour zu haben.

Der ADFC ist vor Ort mit einem Stand vertreten und führt Sicherheitsüberprüfungen mit Codierung durch. Darüber hinaus beraten wir über radtouristische Angebote und generelle Fragen zum Radverkehr. Informationen gibt es auch zum Radgesetz Bayern, welches der ADFC auf bayerischer Ebene fordert. Von Aschaffenburg aus bietet der ADFC eine geführte Tour nach Niedernberg an.

Zur Bikeday-Seite von Primavera

Bericht Zukunftskongress „Mobilität von Morgen“

Unter diesem Motto öffnete der Zukunftskongress am 30.März in Kahl seine Pforten. Nach dem Grußwort des Kahler Bürgermeisters Jürgen Seitz (SPD) führte Moderator Gregor Thiel durch den Tag mit neun Referenten zu verschiedenen Themen rund um die Mobilität.

Den Start machte Tino Fleckenstein, radpolitischer Sprecher des ADFC. Er berichtete von Radschnellprojekten in Göttingen und Mülheim/Ruhr und erläuterte die Planungen in der Region. Aktuell wird zwischen Darmstadt und Frankfurt ein Radschnellweg gebaut, auf welchem der Radverkehr schnell, getrennt vom Fußverkehr und möglichst kreuzungsfrei auf gesonderten Routen geführt wird, deren Breiten auch ein gefahrloses Überholen zulassen. In der Region Aschaffenburg läuft aktuell eine Machbarkeitsstudie für einen Radschnellweg im Aschafftal (Hösbach-Aschaffenburg). Logisch wäre es daran anzuknüpfen und über Mainaschaff – Kleinostheim bis nach Kahl eine durchgehende Strecke für den Alltagsradverkehr anzubieten. Ein weiteres wichtiges Projekt für das Radwegenetz im Kreis wäre die Optimierung der Brücke Mainaschaff-Stockstadt, welche nicht nur eine Rolle in der Nahmobilität hat. Fahrradstraßen wären in der Region eine Option nicht nur in Ortsgebieten, sondern auch für Routen zwischen den Gemeinden. Tino Fleckenstein stellte klar, dass Radverkehr schneller, elektromobil, breiter (Anhänger/Lastenräder) und vor allem mehr wird und die Radinfrastruktur darauf abgestellt werden muss. Im Landkreis Aschaffenburg werden die Anforderungen oft nicht erfüllt. Betreffend Bike-and-Ride fehlen teils die Radabstellmöglichkeiten an Bahnhöfen, teils gibt es erhebliche qualitative Mängel.

Radverkehrskonzept Miltenberg

Andrea Fromberg vom Büro Via aus Köln stellte das Radverkehrskonzept des Landkreises Miltenberg vor. Dort wurde in Gesprächen mit jeder der Gemeinden die Mängel und Lücken im Radwegenetz beschrieben und Maßnahmen festgelegt, um diese abzustellen. Dabei erfolgte eine sehr genaue Erfassung hinsichtlich Radbreiten, Oberflächenqualitäten, Bewertung der Unfallzahlen, und mögliche Routenführungen. Der Mainradweg im Bereich des Landkreises Miltenberg soll als Radvorrangroute ausgebaut werden, da dieser eine wichtige und stark befahrene Route darstellt. Es erfolgte darüber hinaus eine Bürgerbeteiligung mit mehreren öffentlichen Veranstaltungen.

So etwas in der Form wünschen wir uns für den Landkreis Aschaffenburg, um bessere Angebote vor allem für den Alltagsradverkehr zu schaffen. Der Landkreis Miltenberg hat sich wie auch die Stadt Aschaffenburg auch an der bike-and-ride-Offensive der DB beteiligt und versucht in die Förderung zu kommen. Im Landkreis Aschaffenburg wurde diese Chance leider erst mal verpasst.

Shared Space

„Shared Space“ war das Stichwort von Katalin Saary, welche vor zwei Jahren in der Bürgerwerkstatt Verkehr in Kleinostheim aufgetreten ist. Anhand von Vorher-Nachher-Fotos wurde demonstriert, wie Verkehrsräume in Ortszentren so gestaltet werden können, dass alle Verkehrsteilnehmer diese gemeinsam nutzen können. Gerade in den Niederlanden wird dies oft so praktiziert, aber auch in der Region gäbe es einige Fälle, in denen dies geprüft werden sollte.

Nach weiteren Vorträgen zu Elektromobilität und wie diese in der Praxis funktioniert folgte Klaus Mark vom VCD Aschaffenburg mit einem Beitrag zum Carsharing.

Bedarfsverkehren (Abend/Wochenende)

Abgerundet wurde die Veranstaltung von Benjamin Schmidt von der Metropolis Service GmbH zu Bedarfsverkehren in der Region. Hier konnte er von den Erfahrungen im Anruf-Sammel-Transport der Stadtwerke Aschaffenburg berichten. Dort ist es nicht nötig auf dem Rathaus die Fahrscheine zu kaufen, die Fahrt kann per Handy-App oder Telefon mindestens 30 Minuten vor Fahrtbeginn gebucht werden. Das Routingsystem fasst mehrere Fahrtanforderungen zu einem Fahrtauftrag zusammen. Die Fahrgäste werden von ÖPNV Haltestellen im Stadtgebiet bis zu der Zieladresse in Aschaffenburg oder den Gemeinden Mainaschaff, Glattbach, Goldbach, Haibach, Sulzbach und Stockstadt gefahren.

Die Vorträge überraschten mit vielen neuen Einsichten zu den Entwicklungsmöglichkeiten der Mobilität in der Region. Die Referenten überzeugten in häufig humorvollen Vorträgen mit fundiertem Fachwissen, was zu einer aufmerksamen und gut gelaunten Zuhörerschaft führte. Im Vorraum des Festsaals präsentierten die Veranstalter, der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg, der Agenda 21-Beirat Kahl am Main, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Aschaffenburg-Land, der Solarverein Oberer Kahlgrund sowie der VCD Aschaffenburg-Miltenberg Informationen zu Ihren Organisationen und standen den Besucherinnen und Besuchern für Fragen und Anregungen rund um das Kongressthema zur Verfügung.

Die Präsentationen können unter folgendem Link heruntergeladen werden:

https://www.zukunftskongress-untermain.org/berichte-pr%C3%A4sentationen-2019/

Zukunftskongress Bayerischer Untermain

Mobilitätskonzepte für morgen

Stellen Sie sich vor, Sie sind ohne Staus in umweltschonenden, leisen Fahrzeugen unterwegs und genießen das Radfahren und Zu-Fuß-Gehen auf sicheren Wegen. Ihr Wohnort verfügt über genügend öffentliche Plätze für Begegnung

und Ihre gesamte Region über ein gut ausgebautes, aufeinander abgestimmtes öffentliches Verkehrsnetz. Wie können wir mobil bleiben und gleichzeitig unser Lebensumfeld menschenfreundlich und klimagerecht gestalten? Auf dem 2. Zukunftskongress Bayerischer Untermain wurden diesmal Expertinnen und Experten eingeladen, die ihre Ideen für eine zukunftsfähige Mobilität präsentieren werden.

Veranstalter ist der Arbeitskreis Zukunftskongress. In diesem Jahr haben mitgewirkt (in alphabet. Reihenfolge):

der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg, der Agenda 21-Beirat Kahl, einige Ortsverbände von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, der Solarverein Oberer Kahlgrund e. V. Sowie der VCD Aschaffenburg-Miltenberg. Die gemeinsame Veranstaltung verfolgt ausschließlich gemeinnützige Ziele.

Für die Teilnahme am Kongress ist keine Anmeldung erforderlich und sie ist auch in diesem Jahr wieder kostenfrei. Getränke und Mittagsverpflegung können im Kongressgebäude erworben werden. Die Festhalle Kahl ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar (ab Bahnhof Kahl mit Buslinie 50 oder Citybus 32 zum Rathaus, nachfolgend ca. 450 m zu Fuß).

Der ADFC ist mit einem Beitrag zum Radverkehr in der Region und einem Informationsstand vertreten.

Festhalle Kahl, 09:30 Uhr bis 17:00 Uhr am 30.03.2019

Programm:

Ab 9.30 Uhr Einlass

 

9.45 – 9.55 Uhr Begrüßungsansprache, Arbeitskreis Zukunftskongress

9.55 – 10.00 Uhr Grußwort

Schirmherr Jürgen Seitz, Bürgermeister Gemeinde Kahl a. M.

10.00 – 10.30 Uhr Entwicklungspotentiale für Mobilität in der Region

Tino Fleckenstein (Radpolitischer Sprecher des ADFC Aschaffenburg-Miltenberg e.V.)

Auf Radreisen besuchte Tino Fleckenstein elf Länder Europas und durchquerte mehrfach die Bundesrepublik. Dabei steuerte er gezielt fahrradfreundliche Kommunen an. Im Vortrag wird er über die Radwegsituation im Landkreis Aschaffenburg und von Radschnellwegprojekten in Essen und Göttingen berichten. Er stellt einige Ansätze des ADFC zur Förderung des Radverkehrs in der Region vor.

10.30 – 11.00 Uhr

Best-Practice-Modelle für den ÖPNV

Theo Grünewald (Kreisrat, Gemeinderat Schöllkrippen)

wird anhand vorbildlicher Beispiele aus anderen Ländern (Südtirol, Schweiz) über Perspektiven des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) berichten.

11.00 – 12.00 Uhr

Radwegeverkehrskonzept im Landkreis Miltenberg

Andrea Fromberg, Diplom-Geografin

(Planungsbüro VIA eG, Köln)

entwickelt schwerpunktmäßig Nahmobilitätsprojekte (Rad- und Fußverkehrskonzepte), in denen Moderations- und Kommunikationsprozesse einen großen Stellenwert besitzen. Seit 2016 bearbeitet sie das Radverkehrskonzept für den Landkreis Miltenberg, das im Frühjahr 2019 in die politische Beschlussfassung gehen soll.

12.00 – 13.00 Uhr

Shared Space – Straßen für Alle

Dipl.-Ing. Katalin Saary,

(Inhaberin Planungsbüro Mobilitätslösung)

Lebendige Städte sind mehr als nur Häuser, Straßen und Autoverkehr, sondern auch Lebensräume. „Shared Spaces“ ist ein Planungsprinzip, das Menschen die Begegnung miteinander einfacher macht. Wie kann es gelingen, dass alle Ansprüche an den öffentlichen Raum gerecht verwirklicht werden? Welche Rolle spielen die Gestaltungskonzepte „Shared Space“ und „Begegnungszone“? Was bedeutet das für die Planung in der Praxis? Gezeigt werden auch gute, funktionierende Beispiele aus dem In- und Ausland

13.00 – 13.45 Uhr Mittagspause

13.45 – 14.00 Uhr Videovorführung „Die Stadt: Reich des Fahrrads?“

mit freundlicher Genehmigung von FutureMag ARTE

Im Beitrag werden die Städte Paris, Straßburg, Kopenhagen und Tokio beleuchtet und Trends im Bereich Radfahren thematisiert.

14.00 – 14.45 Uhr

Forschungsbasierter Ausblick in eine neue mobile Zukunft

Martin Randelhoff,

Grimme Online Award 2012 für www.zukunft-mobilitaet.net

Wie wird sich unsere Mobilität in den nächsten 50 Jahren verändern? Gibt es bald leistbare E-Fahrzeuge

mit hohen Reichweiten? Bewegen wir uns öfter auch wieder mit Muskelkraft? In einer kleinen Zeitreise nimmt Herr Randelhoff die Zuhörer mit in eine forschungs- und modellstudienbasierte Zukunftsvision der Mobilität.

14.45 – 15.30 Uhr

Woher kommt die Energie für die Mobilität von morgen?

Roland Philipps,

(EWS Elektrizitätswerke Schönau eG)

Die Mobilität von morgen muss ressourcenschonend, abgasfrei und klimaneutral sein. Dabei kommt dem Energieträger Strom eine entscheidende Rolle zu, denn der Elektromotor ist die effizienteste Antriebsform. Der Vortrag geht darauf ein, wieviel Energie die Mobilität von morgen benötigt, und wie diese klimaneutral und in Bürgerhand bereitgestellt werden kann.

15.30 – 16.00 Uhr

Erfahrungen mit der Elektromobilität

Stephan Schmauder (Stadtrat, Alzenau)

berichtet über eigene tägliche Erfahrungen mit der Elektromobilität im Wandel der Rahmenbedingungen der letzten 10 Jahre . . . vom selbstgebastelten Ladesystem im Netz der Gleichgesinnten zur Schnell-Ladesäule mit Abrechnung per App.

16.00 – 16.30 Uhr

Car-Sharing-Modell Aschaffenburg

Klaus Mark (VCD AB/MIL)

Vor 20 Jahren begann der VCD in Aschaffenburg mit dem Aufbau eines Car-Sharing-Systems. Welche Startschwierigkeiten gab es? Welchen Nutzen bringt so ein System? Welches Potential hat Car-Sharing für eine ökologische Verkehrswende?

16.30 – 17.00 Uhr

Anruf-Sammel-Transport: Mit effizienten Bedarfsverkehren Mobilität zukunftsfähig gestalten

Benjamin Schmidt

(Metropolis Service GmbH)

Der Anspruch von Bedarfsverkehren ist es, die Flexibilität und Mobilität der Bevölkerung bis tief in die Abendstunden zu gewährleisten und dabei die wirtschaftlichen Zwänge der Kommunen zu beachten. Mit der Umsetzung unseres Konzepts im AST Aschaffenburg konnten die Fahrzeiten stark ausgeweitet werden, ohne dabei Kosten zu steigern.

Hier der Folder zur Veranstaltung!

Mitgliederversammlung mit Vortrag Stadtplanungsamt zur aktuellen Radverkehrsförderung in Aschaffenburg

Am 21.11.2018 konnte der ADFC Aschaffenburg-Miltenberg auf seiner Mitgliederversammlung den Stadtplanungsamtsleiter Dirk Kleinerüschkamp und den Radverkehrsbeauftragten Jörn Büttner als Referenten begrüßen.

 

Herr Kleinerüschkamp stellte nach den organisatorischen Gegebenheiten (Planungsamt, Fahrradforum, Haushaltsmittel) zunächst die Fortschritte in der Radverkehrsförderung dar.

  • Freigabe aller Busspuren in Aschaffenburg für den Radverkehr

  • Verbesserung Anbindung Umlandgemeinden u.a. Beteiligung an der Machbarkeitsstudie für einen Radschnellweg Aschafftal

  • Fahrradfreundliche Infrastuktur – insbesondere Abstellanlagen

In seinem Ausblick auf 2019 ging er auf die Planungen z.B. für die Umsetzung der Wegweisung, Sicherung Radfahrstreifen Darmstädter Straße, Bike+Ride-Anlagen oder die Kommunikationsstrategie ein.

 

Nach seinem Vortrag bedankte sich Herr Kleinerüschkamp ausdrücklich für das Engagement des ADFC. Es wurden noch verschiedene Fragestellungen diskutiert, u.a. die noch nicht erfolgte Freigabe der Einbahnstraße Karlstraße für den Radverkehr.

 

Jedes Jahr möchten die Vertreter des Stadtplanungsamtes nun beim ADFC vorbeikommen, um Aktuelles rund um den Radverkehr mit uns zu diskutieren. Beide Seiten profitieren hiervon sicherlich.

BR Radltour - ADFC Aschaffenburg-Miltenberg beteiligt am Infostand des ADFC-Bayern

Am 03.08.2018 endete die BR-Radltour 2018 in Marktheidenfeld. Am Infostand des ADFC Bayern war der ADFC Aschaffenburg aktiv beteiligt. Es wurde u.a. das Radverkehrsgesetz Bayern beworben, für das sich der Landesverband stark macht.

Die interessante Abweichung zu bisherigen Infoständen war der Aspekt, dass dieser zum einen in die Nacht hinein statt gefunden hat und eine spezifische Radveranstaltung mit ca. 10.000 Teilnehmern dazu stattfand. Entsprechend hoch war die Nachfrage nach Informationen, Beratungen und Glücksraddrehen. Viele Anwesende haben das Anliegen des ADFC für ein bayerisches Radgesetz utnerstützt.

Am Stand waren wir mit Marnfred Röllinghoff, Herbert Schrom, Manfred Hartmann und Tino Fleckenstein vertreten.

Parallel dazu hat unsere Landesvorsitzende die letzte Etappe der BR-Radltour von Kitzingen bis Marktheidenfeld bei glühender Hitze mitgemacht. Am Ziel wurden die Teilnehmer der BR Radltour von "König Ludwig" unserem Maskottchen der Kampagne für bayerische Radgesetz begrüßt.

Veranstaltung "200 Jahre Drais'sches Laufrad - wie es dazu kam und wie es weitergeht"

Dass der Freiherr von Drais vor genau 200 Jahren das Fahrrad erfunden hat, war auch für den ADFC Aschaffenburg-Miltenberg Anlass, diesem Jubiläum eine besondere Veranstaltung zu widmen. Sie fand statt beim nächsten Monatstreffen, das wir aber zu diesem Anlass ins Hotel “Wilder Mann”, Aschaffenburg, Löherstraße 51, verlegt hatten. Referent war unser Mitglied Bernward Bayer, der vielen von unseren Treffen bekannt ist, aber auch von einer Radtour, die er in diesem Sommer zum 50. Breitengrad nach Ober-Roden geführt hat und die allen ca. 30 Teilnehmern in sehr guter Erinnerung bleiben wird.

Ursächlich für die Drais´sche Entwicklung war der Ausbruchs des indonesischen Vulkans Tambora im April 1815 Missernten, sodass viele Pferde mangels Futter geschlachtet werden mussten und 1817 dann das erste Laufrad als Alternative fuhr.

Es gab einen sehr guten Überblick über die Funktionsweisen der Antriebe, der Bremsen und der Lenkung  der ersten Fahrräder von Drais` Fahrrad bis zu den heute bekannten Modellen, die sich damals noch deutlich unterschieden. Er ging auch die Entwicklung der verschiedenen Antriebstechniken über diesen Zeitraum ein. So fanden bereits im 19. Jhd. Versuche statt Fahrzeuge auch mit Dampf- oder Elektroantrieb (!) fortzubewegen. Eingang fanden auch wichtige Entwicklungen in der Reifentechnik - denn ohne Luftbereifung wäre das heutige Fahrrad nicht denkbar. Waren die ersten Fahrräder eher Laufräder, so kam 1866 der Pedalantrieb dazu. Dabei gab es auch Etappen wie das Hochrad, welches jedoch im Betrieb nicht sicher war und es viele Unfälle gab. Dies führt dann wieder zum Niederrad mit schneller Antriebsübersetzung. In der Folge kamen weitere Elemente, wie eine Lampe, Schutzbleche, eine Klingel, ein Packträger, hinzu und wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Standardausrüstung von Fahrrädern.

Interessant war der Ausblick, der Mitte des 20. Jhd. auf die heutigen Verkehrsverhältnisse gemacht wurde. Hier gab es einige Parallelen aber auch Unterschiede. Hier kamen z.T. Fahrräder gar nicht vor. Das hat sich wie bekannt etwas anders entwickelt.

 

Messe MeinLeben - Stadthalle Aschaffenburg

Am Sonntag, den 13.11.2016 sind wir von 11 - 17 Uhr auf der Messe MeinLeben in der Stadthalle Aschaffenburg. Hier die Fotos vom 12.11.2016.

 

Mit dem Rad zur Arbeit Auszeichung 2016

Genau 1376 Beschäftige aus 289 verschiedenen Betrieben in der Region sind im Sommer mit dem Rad zur Arbeit gefahren – und haben sich damit an der AOK-Aktion beteiligt. Am Mittwoch zeichnete die Krankenkasse unter den Teilnehmern am bayerischen Untermain die Sieger aus: Den regionalen Hauptpreis gewann Ulrike Klug aus Niedernberg (Kreis Miltenberg). Weitere Gewinner sind: Sabine Brönner (Großostheim), Alexander Leckert (Aschaffenburg-Obernau), Birgit Starauschek (Hösbach), Jürgen Herzog (Aschaffenburg-Schweinheim) und Wilma Bramm (Sulzbach, Kreis Miltenberg).

Über 55 000 Teilnehmer in Bayern haben rund 21,5 Millionen Kilometer erradelt und durch den Verzicht aufs Auto 4 250 000 Kilogramm CO2 eingespart.

Der Gewerkschaftsbund DGB Bayern und die VBW (Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft) unterstützen die gemeinsame Initiative von AOK und dem Allgemeinen deutschen Fahrradclub ADFC im Freistaat. Beide Partner waren von Anfang an dabei.

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